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Bild: EPA/APA
Wegen Prämienstreit

Turbulenzen beim Team Kamerun – Trainer Finke gibt Entwarnung

Die Mannschaft um Superstar Samuel Eto'o ist offenbar unzufrieden mit den vom Verband offerierten Prämien und ist heute nicht wie geplant ins Flugzeug gestiegen, das «die unzähmbaren Löwen» nach Brasilien bringen sollte.
08.06.2014, 15:4508.06.2014, 16:08

Wieder einmal herrscht Chaos in Kamerun. Wie l'Équipe berichtet, sind die Spieler schon seit längerem verärgert über die ihrer Ansicht nach viel zu niedrigen Prämien, die ihnen der Verband zahlen will. Die Verhandlungen darüber sind schon lange im Gange. 

Sogar eine Absage des Testspiels gegen Deutschland (2:2) stand im Raum, konnte aber offenbar noch abgewendet werden. Der länger schwelende Konflikt wurde für einige Tage auf Eis gelegt, eine Lösung haben aber die beiden Parteien nicht finden können. 

Bild: Bongarts
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Eto'o als Rädelsführer?

So boykottierten die Spieler die Zeremonie, bei welcher die National-Flagge aus den Händen des Ministerpräsidenten dem Team übergeben wird. Die Fahne wurde dann halt dem deutschen Trainer Volker Finke übergeben. Samuel Eto'o wird eine Hauptrolle bei dem Streik zugeschrieben. Offiziell ist der Kapitän der Löwen seit dem letzten Testspiel (1:0-Sieg gegen Moldawien) als krank gemeldet. 

Alles zur WM 2014

Der Prämienstreit erinnert stark an die Unruhen vor der WM 2002, als das Team in einen Streik trat, weil sie auf ausstehende Zahlungen vom Verband pochten. Die damals ebenfalls von einem deutschen Trainer (Winfried Schäfer) trainierte Truppe schied in der Vorrunde aus.

Finke beruhigt 

Gegenüber «sport1» gibt «Löwendompteur» Finke Entwarnung: «Unsere Fans können sich freuen. Natürlich tritt Kamerun bei der WM an.»

Bild: RALPH ORLOWSKI/REUTERS

Der langjährige Freiburg-Trainer wiegelt die Streik-Geschichte herunter: «Es ist so, dass eine Einigung hergestellt ist und da braucht man jetzt auch keine grosse Sensation aus der ganzen Geschichte zu machen», beschwichtigte Finke. Und weiter: «Das ist wirklich nicht so gross, wie es in den letzten Tagen gemacht wurde.»

«Wir werden heute noch nach Brasilien fliegen.»
Volker Finke.

So oder so, ein übler Nachgeschmack bleibt hängen. Denn Streiks im Vorfeld einer WM haben sich noch nie positiv auf die Leistungen der Spieler auswirken können, wie die Geschichte bei Grossanlässen zeigt (bestes Beispiel sind die Franzosen bei der WM 2010 unter Raymond Domenech. 

Finke nahm die ganze Sache mit Humor und meinte gegenüber «sport1», dass sie noch heute abfliegen werden: «Manchmal ist das in Afrika nunmal so üblich, dass so eine Einigung länger dauert. Die Einigung ist seit heute morgen da und wir werden heute noch nach Brasilien fliegen.»

Kameruns erste WM-Partie findet bereits am nächsten Freitag statt, wenn das Team in Natal auf Mexiko trifft. 

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