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Sandro Lauper und Michael Aebischer nach dem Sieg gegen Ferencvaros TC am 24. August.
Sandro Lauper und Michael Aebischer nach dem Sieg gegen Ferencvaros TC am 24. August.
Bild: keystone

YB vor Knüller gegen Manchester United: «Nervöser als sonst»

Die Young Boys und Manchester United sind noch punktgleich. Für den Schweizer Meister könnte die zweite Champions-League-Gruppenphase der Vereinsgeschichte am Dienstagabend mit keiner schöneren Affiche beginnen: YB – Manchester United im vollen Wankdorf.
13.09.2021, 21:4914.09.2021, 06:22

Die YB-Trainer Gerardo Seoane und David Wagner verbindet etwas. Beide – Seoane 2018 – starten drei Monate nach ihrem Amtsantritt mit einem Heimspiel gegen Manchester United in die Champions League. Unter keinem anderen Trainer als unter diesen beiden brachte es YB in die Königsklasse. Gefragt, ob es für ihn nicht verrückt sei, zwölf Wochen nach seinem Start in Bern vor dem ersten persönlichen Champions-League-Spiel zu stehen, und erst noch gegen einen solchen Gegner, sagte Wagner: «Verrückt ist es nicht, würde ich sagen. Aber es ist ganz sicher schön, auch für mich. Wir wollten hierhin kommen und haben alles dafür getan.»

YB-Trainer David Wagner steht vor einer grossen Herausforderung.
YB-Trainer David Wagner steht vor einer grossen Herausforderung.
Bild: keystone

Die einzige weniger gute Nachricht am Tag vor dem Schweizer Fussball-Highlight im längst ausverkauften Wankdorf betrifft Cédric Zesiger, den designierten Gegenspieler von Cristiano Ronaldo. Der baumlange Seeländer hätte nach seinen durchwegs überzeugenden Leistungen der jüngsten Zeit der Turm in der Schlacht werden sollen. Aber die Prellungen, die sich der Junginternationale im Match gegen Zürich zugezogen hatte, hielten ihn am Montag vom regulären Training fern. So dürfte Ali Camara, YBs zweiter Turm in der Defensive, mit Sandro Lauper die Innenverteidigung bilden.

Dass Manchester United am Dienstag (Spielbeginn 18.45 Uhr) der turmhohe Favorit sein wird, ist allen klar. Nimmt man die Zahlen im einschlägigen Portal «Transfermarkt» für bare Münze, wären die Young Boys vielleicht besser beraten, nicht zu spielen und die Kräfte für die Meisterschaft zu schonen. Gemäss «Transfermarkt» ist die Nummer 25 in der Hierarchie der Red Devils besser als die Nummer 1 der am Dienstag zur Verfügung stehenden Berner.

Der 34-jährige Edison Cavani spielt bei Manchester United im Sturm.
Der 34-jährige Edison Cavani spielt bei Manchester United im Sturm.
Bild: keystone

Mit Namen ausgefüllt: Der alternde Edinson Cavani ist 6 Millionen Euro Wert, Nicolas Moumi Ngamaleu 4.5 Million. Und der französische Stürmer Anthony Martial, der sehr oft auf der Ersatzbank sitzt, ist zehnmal wertvoller als Moumi Ngamaleu; Paul Pogba zwanzig Mal wertvoller als Michel Aebischer.

Dennoch tun die Berner gut daran zu spielen und das Beste herauszuholen, vielleicht ein Unentschieden, das mit rund einer Million Franken vergütet würde und das der Super League Punkte im UEFA-Ranking einbrächte. Denn die Transferwerte sind nicht viel mehr als eine Spielerei. Sie sagen nicht viel über das wirkliche Können der Spieler aus. Kein Schweizer Spieler kann einen hohen Transferwert bekommen, solange er in der Schweiz spielt. Die Werte sind an den Wert der jeweiligen Liga gekoppelt. Der Wert der Premier League ist am höchsten.

Alle Champions-League-Sieger seit 1993

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Alle Champions-League-Sieger seit 1993
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Weder Bewunderung noch Angst

Michel Aebischer und Sandro Lauper gehörten 2018 zu den YB-Spielern, die bei der in der Nachspielzeit eingefangenen 0:1-Niederlage in Manchester wie auch beim unvergesslichen 2:1-Heimsieg gegen Cristiano Ronaldos Juventus Turin je über 90 Minuten spielten. Muss ein gewöhnlich Sterblicher wie Aebischer oder Lauper nicht aufpassen, dass er die Stars im Match nicht bewundert oder – in die andere Richtung – sich vor ihnen fürchtet? Lauper sagt es so: «Ich werde vor dem Spiel wohl nervöser sein als sonst. Ich werde die Stimmung geniessen, wenn ich ins Stadion komme, auch noch die Hymne. Aber von da weg ist es ein Spiel, in dem wir alles geben.» Aebischer ergänzt: «Wir werden versuchen, dem Gegner weh zu tun. Natürlich mit fairen Mitteln.» (saw/sda)

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