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Der durch pro-russiche Kräfte an die Macht gekommene Krim-Regierungschef Sergej Aksjonow nimmt den «Selbstverteidigungskräften» in Simferopol den Eid ab.Bild: Reuters
Ukraine-Krise

Lage auf Krim bleibt explosiv – Eiszeit zwischen Russland und den USA

Russische Soldaten besetzen einen Raketenstützpunkt und ein Militärspital auf der Krim. Die NATO schickt AWACS-Aufklärungsflugzeuge und die USA Kampfjets in Nachbarländer der Ukraine.
10.03.2014, 22:0110.03.2014, 22:05

Wenige Tage vor der Volksabstimmung über einen Beitritt der Krim zu Russland hat das russische Militär seine Kontrolle über die ukrainische Halbinsel ausgeweitet. Soldaten besetzten der Nachrichtenagentur Interfax zufolge am Montag einen Raketenstützpunkt und ein Militärspital.

Die ukrainischen Streitkräfte rückten derweil landesweit zu Militärübungen aus, um nach eigenen Angaben die eigene Gefechtsbereitschaft zu überprüfen. Und die NATO kündigte AWACS-Aufklärungsflüge über den Mitgliedsländern Polen und Rumänien an, die eine Grenze zur Ukraine haben. 

Prorussische Kämpfer in SimferopolBild: Reuters

Journalisten verhaftet oder entführt

Sieben russische Journalisten seien in Dnjepropetrowsk festgenommen worden. Das Aussenministerium in Moskau kritisierte daraufhin die neue Führung in Kiew und ihre westlichen Verbündeten, die zu den Vorfällen schweigen würden. Die OSZE berichtete am Montag von zwei ukrainischen Journalisten die auf der Krim von Bewaffneten entführt worden seien.

In mehreren Grossstädten der Süd- und Ostukraine gibt es Forderungen nach einer Abstimmung wie auf der Krim. Das Aussenministerium in Moskau teilte am Montag mit, in Charkow im Osten der Ukraine hätten am Samstag Maskierte auf friedliche Demonstranten geschossen und mehrere verletzt. Ukrainische Medien berichteten, der Präsidentschaftskandidat Vitali Klitschko sei bei einem Auftritt in Charkow mit Eiern, Steinen und Feuerwerkskörpern angegriffen worden.

Ein ukrainisches Kriegsspiel in Sewastopol.Bild: Getty Images Europe

USA lehnt Einladung Russlands ab

US-Aussenminister John Kerry habe eine Einladung zu einem Treffen mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow in dieser Woche in Moskau abgelehnt, berichtet der «Spiegel». Kerry werde sich nur dann persönlich auf diese Weise engagieren, wenn Moskau ernsthaft zu Gesprächen über internationale Vorschläge zur Lösung der Krim-Krise bereit sei.

Derweil will US-Präsident Barack Obama den ukrainischen Übergangs-Ministerpräsidenten Arseni Jazenjuk am Mittwoch empfangen. Am Donnerstag will Jazenjuk den UNO-Sicherheitsrat über die Lage auf der Krim informieren. (whr/sda)

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