UserInput
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Weil Löwen aussterben, Menschen aber nicht ...» – diese drei User-Kommentare machen mich ratlos

Wenn ich ehrlich bin: Gänzlich ratlos machen mich die Kommentare nicht. Auf einen habe ich sogar geantwortet. Es ist eher eine Art geistige Lähmung, die sie bei mir auslösen. Deshalb interessiert mich deine Meinung.



Erinnerst du dich an den US-Zahnarzt, der in Simbabwe einen Löwen geschossen hat? Der Aufschrei auf den Social-Media-Kanälen war riesengross – #CecilTheLion. Die Menschen gingen auch auf die Strasse.

Ein Jäger wird zur Hassfigur

Der Simbabwer Goodwell Nzou, der an einer amerikanischen Universität doktoriert, verstand die Aufregung nicht. Er hatte einen richtiggehenden Kulturschock. In seiner Heimat versetzten Löwen immer wieder ganze Dörfer in Angst und Schrecken. Erst vor kurzem sei ein 14-jähriger Junge in der Nähe seines Dorfes durch einen Löwen getötet worden. Darüber berichteten wir, indem wir einen Gastbeitrag von ihm in der New York Times aufgriffen

Image

Goodwell Nzou hat kein Verständnis für die Aufregung rund um #CecilTheLion. Bild: facebook

Ich freute mich über seine Wortmeldung. Es ist sehr erfrischend, wenn eine vorgefertigte und verbreitete Meinung von Dritten hinterfragt wird. Beim Blick in die Kommentare merkte ich jedoch, dass wenige meine Freude teilten. Dort entbrannte eine heftige Diskussion darüber, was der Wert eines Lebewesens sei.

Um dies zu illustrieren, habe ich die erwähnten drei Kommentare herausgepickt und mit Gemälden aus der Sage mit Herkules und dem Nemëischen Löwen bebildert.

«Weil Löwen aussterben, Menschen aber nicht ...»

Sabine Staerker

löwe hercules

Herkules und der unverwundbare Löwe bild: Jacopo Torni

«Die Bevölkerung der Sub-Sahara hat sich in den letzten 40 Jahren auf fast 1 Milliarde vervierfacht, die Zahl der Löwen im selben Zeitraum auf 10 Prozent reduziert. Da tobt eine Revierkampf, den der Löwe verliert und weshalb er einen Underdog-Bonus geniesst im Westen. Und dann geht ein Amerikaner nach Afrika und schiesst noch einen davon. Ziemlich offensichtlich, warum die Sympathien so verteilt sind. Finde es vor allem höchst bedenklich, dass ein Doktorand (!!) an einer US-Amerikanischen Uni nicht einsieht, dass Löwen Menschen angreifen, weil sie aus ihrem Lebensraum zurückgedrängt werden, weil sich der Mensch immer mehr ausbreitet.»

Anded

herkules löwe

Herkules und der unverwundbare Löwe bild: Baldassarre Peruzzi

«Wie viele Menschen werden denn pro Jahr von Löwen getötet? Mir war nicht bewusst, dass dies ein grosses Problem ist in Afrika. Und selbst wenn, ist es nur eins, weil den Tieren der Lebensraum von Menschen weggenommen wird. Es ist noch lange kein Grund, diese zu töten.»

reddaisy

Zu den drei Kommentaren gab es zum Teil längere eigene Diskussionsstränge. Du kannst sie hier nachlesen. 

Was sind deine Gedanken dazu?

Ist es müssig, Leben gegeneinander aufzuwiegen?
Verstehst du die Position der Tierliebhaber?
Kannst du die Sichtweise von Goodwell Nzou nachvollziehen?
Gibt es Vergleiche mit der Diskussion über Bären und Wölfe in der Schweiz?
Sollte das westliche Wertesystem für die ganze Welt gelten?
Wie lässt sich der Konflikt zwischen Ausbreitung der Menschen und Erhaltung der Wildtier-Population lösen?

Also: Bis gleich in den Kommentaren👇

Auf Twitter ist auch noch eine Frage aufgetaucht; die ich in den Kommentaren beantworte (und zur Diskussion stellen;)

Umfrage

Ich bin ...

  • Abstimmen

1,310 Votes zu: Ich bin ...

  • 31%Team #CecilTheLion
  • 10%Team Goodwell Nzou
  • 15%Team «Menschenleben gegeneinander aufwiegen, ist doof»
  • 44%Team «Ich will nur das Resultat der Umfrage anschauen»

Kennst du schon die watson-App?

Über 150'000 Menschen nutzen bereits watson für die Hosentasche. Unsere App hat den «Best of Swiss Apps»-Award gewonnen und wurde unter «Beste Apps 2014» gelistet. Willst auch du mit watson auf frische Weise informiert sein? Hol dir jetzt die kostenlose App für iPhone/iPad und Android.

Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

Themen
39
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
39Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Anded 08.08.2015 11:12
    Highlight Highlight Gibt es Vergleiche mit der Diskussion über Bären und Wölfe in der Schweiz? - Ja, ich finde es schade dass es sie nicht mehr gibt. Wäre schön wenn Afrika nicht den selben Fehler machen würde.

    Sollte das westliche Wertesystem für die ganze Welt gelten? - Nein. Aber teilweise für die Afrikaner, welche im Westen doktorieren. Sie sollten das westliche System zumindest verstehen, dann erübrigt sich der Originalartikel.

    Wie lässt sich der Konflikt zwischen Ausbreitung der Menschen und Erhaltung der Wildtier-Population lösen? - Nicht. Entweder oder.
    2 0 Melden
  • Anded 08.08.2015 11:11
    Highlight Highlight Ist es müssig, Leben gegeneinander aufzuwiegen? - Ja. Menschenleben sind wichtiger als Tierleben. Die Diskussion, ob es dem Mensch hilft sämtliche "Gefahren" auszurotten, ist jedoch berechtigt.

    Verstehst du die Position der Tierliebhaber? - Ja, wenn es um eine Bedrohte Tierart geht, welche zur Selbstbefriedigung eines Jägers getötet wird.

    Kannst du die Sichtweise von Goodwell Nzou nachvollziehen? - Goodwell als Afrikanischer Dorfbewohner, ja. Goodwell als gebildeter Mann, welcher in den USA doktoriert, nein.
    3 0 Melden
  • Anded 08.08.2015 11:04
    Highlight Highlight "Zu den drei Kommentaren gab es zum Teil längere eigene Diskussionsstränge." - Zu meinem "featured Comment" gab es 2 "Antworten" welche mit meinem Kommentar nicht wirklich was zu tun hatten. Weil ich mir die Mühe genommen habe die Frage im Titel (Warum sind Löwen wichtiger...?) erklären zu beantworten, hat sich eine echte Diskussion anscheinend erübrigt. Deshalb ist es mir nun auch ein Rätsel, warum dich mein Kommentar trotzdem ratlos macht. Ich habe die Sympathien erklärt, that's it.
    1 0 Melden
  • Piti 08.08.2015 09:55
    Highlight Highlight Ich finde das ganze bimbamborium ziemlich amüsant. Lehn mich zurück und schaue zu wie sich die Hochkultur Mensch selber eliminiert. Und wenns dann noch Löwen gibt, gut.
    1 0 Melden
  • Cassandra Frei 08.08.2015 09:20
    Highlight Highlight Meine Meinung dazu ist relativ simpel: Wir Menschen sollten lernen, andere Lebewesen (sei es Mensch oder Tier) zu respektieren und anständig zu behandeln. Ganz nach dem Motto, welches wir ziemlich alle kennen:

    Und im ewigen Kreis dreht sich unser Leben.
    Dem Gesetz der Natur, sind wir geweiht.
    Wir sind alle Teil, dieses Universums.
    Und das Leben ein ewiger Kreis!

    Ich habe selbst Unterschriften gegen die Gatterjagd gesammelt. Das grösste Raubtier bleibt der Mensch.
    5 0 Melden
  • _kokolorix 07.08.2015 22:34
    Highlight Highlight die menschen sind alle gleich. ob afrikaner, asiaten, europäer oder amerikaner (damit meine ich die ursprünglichen). sie sind alle faul, feige und dumm. genau in dieser reihenfolge. in einer kleinen sozial streng kontrollierten gruppe funktioniert der mensch ganz ordentlich. das beweisen die stabilen stammesgesellschaften wie sie bis vor kurzem in vielen teilen der welt üblich waren. diese lebten in einem rahmen den ihre umwelt zuliess, wachstum wurde durch verschiedenste massnahmen (meist nicht sehr humane) verhindert um zukünftige generationen nicht zu gefärden. in solchen gesellschaften sind fast immer fähige leute am ruder, da die anderen vorher auffallen, man kennt sich ja.
    sobald dieser rahmen gesprengt wird, z.b. durch ackerbau etc. werden die regierungsformen anonymer. man kennt sich eben nicht mehr. dadurch kommen dummschwätzer, egoisten und fundamentalisten an die macht, und tun das was die meisten gerne tun würden: auf der faulen haut liegen und sich vorne und hinten bedienen lassen. aktuell ist die ganze (menschliche)welt, bis auf einige winzige enklaven von solchen systemen dominiert. dadurch explodiert die anzahl der menschen oder deren energieverbrauch geradezu. das diese entwicklung nicht stabil funktionieren kann ist offensichtlich. aber der punkt wo wir diese entwicklung mit einigermassen akzeptablen massnahmen hätten stoppen können liegt irgendwo am anfang der industrialisierung. kluge leute hätten die neuen möglichkeiten genutzt um mehr menschen ein komfortables leben zu ermöglichen. aber da waren keine klugen menschen, da schaute jeder nur für sich. so müssen wir heute in einer welt leben in der ein einzelner mensch fast nichts bedeutet, sonst wäre unsere welt nämlich radikal anders. und so gesehen ist es nur logisch, dass ein löwe eben mehr wert ist als ein mensch. hätte der zahnarzt nämlich ein kind oder eine frau oder ein sklave gewollt und nicht den löwen, hätte ihn das wohl nur ein paar hundert dollars gekostet, auf jeden fall nicht 50000.
    17 2 Melden
    • 1337pavian 08.08.2015 07:33
      Highlight Highlight TL;DR !!

      Tipp:
      Mach Absätze, die mit einem interessanten Wort beginnen.
      Das ist hier nicht die NZZ, zügle die Bleiwüste, denn wir haben alle ADHS mit Ritalintoleranz vom Büffeln.
      4 4 Melden
    • Nico Rharennon 08.08.2015 10:02
      Highlight Highlight "sie sind alle faul, feige und dumm. genau in dieser reihenfolge."
      Richtig, Hauptsache nie die eigene Komfort-Zone verlassen.
      Das mit der Dummheit sticht dann vor allem im Kollektiv heraus. (Siehe Kommunismus, Nationalsozialismus, Religionen, Kapitalismus etc)
      1 0 Melden
  • elivi 07.08.2015 16:33
    Highlight Highlight Finds gut die Diskussion über was ein Menschenleben Wert ist. Allerdings ist anzumerken bei Cecil ging's vorallem um das Verhalten Amerikanischer möchtegern Jägern die den namen 'hunter' gar nicht verdient haben. Ne Schande für die ganze Berufsgruppe.
    23 2 Melden
  • Thomas F. 07.08.2015 15:56
    Highlight Highlight Ich drifte nun vielleicht etwas gar ab, aber ein Gedanke der mir Durch den Kopf geht ist, dass wir im Anthropozän Zeitalter leben. Es gibt praktisch kein Flecken auf der Erde, der durch menschliche Eingriffe ursprünglich geblieben wäre. Die Menschheit verändert die Welt, ob wir das wollen oder nicht. Mit jedem Weizenkorn, dass wir anpflanzen, verdrängen wir eine andere Pflanze. Das muss man nicht als gut oder schelcht betrachten, sondern als Fakt. Die Schlüsse sollte jeder als Einzelner aus seinem Handeln ziehen, ohne mit dem Zeigefinger auf andere zu strecken.
    10 2 Melden
    • Hand-Solo 07.08.2015 16:45
      Highlight Highlight Genau meine Meinung. Das der Mensch auf seine Umwelt Einfluss nimmt, ist genau so natürlich und "Artgerecht" wenn man so will, wie Vögelschwärme, die im Herbst in den Süden ziehen. oder Ameisen welche sich in Völkern organiseren, gegeneinander Krieg führen und ihre Umwelt nutzen (Beim Mensch würde man "Ausbeuten" dazu sagen) um eine eigene "Stadt" aufzubauen.
      Nur sind wir uns halt dessen allem bewusst, das ist der einzige Unterschied zu anderen Spezien...
      6 3 Melden
    • Rocky77 07.08.2015 18:55
      Highlight Highlight @Rhabarber, Sie sind keineswegs ein Fanatiker. Das Traurige ist, dass man die Lösung(en) für die ganze Misere schon kennt, sie aber fast gänzlich ignoriert.
      7 1 Melden
    • 1337pavian 08.08.2015 07:37
      Highlight Highlight Fernab von gut und böse euer Geseier.

      Wir sind eine Spezies wie die andern.
      War uns unsere sogenannte "hohe Intelligenz" denn wirklich schon mal zu irgendetwas EINDEUTIG HÖHEREM nütze?
      Ja?
      Nein.
      Wir sind Tiere, nur verdammt eingebildete, die sich selber phantastische Ziele vorgeben, oftmals versagen, nur um sich darob dann abzuschlachten, wie es kein anderes Lebewesen kann.
      "Ökologie" wird keinen Stich haben, solange wir moralisch derart unterentwickelt sind.
      Wenn ihr jetzt noch den Begriff Moral diskutieren wollt, bitte.
      Ich hab alles gesagt.
      4 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Xi Jinping 07.08.2015 15:37
    Highlight Highlight Teil 2: Das die Löwen den Menschen angreifen ist ja logisch, weil auch er sein Territorium verteidigen will. Ich denke man sollte.
    Dann kommen auch noch die Wilderer hinzu, die meines Erachtens nur A-löcher sind, weil sie nur Geld machen wollen und somit die Tierwelt ausbeuten und naja dummer gesagt auch dem Land Geld wegnehmen (z.b. aus Tourismus).
    Fazit: Der Doktor sollte sich schämen, oder generell Menschen, die solche Sachen machen. In gewissen Situationen kann das töten von Grosswild auch das Überleben des Menschen in diesen Regionen sichern oder verbessern. Ich bin gespaltener Meinung.
    9 0 Melden
  • Xi Jinping 07.08.2015 15:32
    Highlight Highlight Also ich bin immer einer der gerne alle möglichen Perspektiven sieht und mir dann eine Meinung bilde...Zu diesem Thema folgendes: Ich finde es eine Frechheit, dass Amerikaner oder auch Menschen aus anderen Staaten in Afrika Grosswildjagd machen, da es mehr um den Spass als um die Regulierung der Wildbestände, wie in unserem Land, geht. Die Reservate finde ich ein tolle Sache, die auch unterstüzt werden muss, weil es sonst bald zum grossen Artensterben kommt (z.b. Breitmaulnashorn). Andererseits sehe ich die Argumentation von Nzous, welche mir auch logisch erscheint. Ende Teil1
    4 0 Melden
  • philipp meier 07.08.2015 14:30
    Highlight Highlight meine antwort zum tweet im artikel:

    eure beiträge sind für uns sehr wichtig. wir lesen und diskutieren gerne in den kommentaren mit. eure meinungen sind oft aufschlussreich und ihr liefert uns inputs für neue storys. so auch hier. trotzdem wäre es viel zu kurz gegriffen, hier nun die schuld der polarisierung euch usern in die schuhe zu schieben;-)

    deshalb nehme ich die kritik von sofia gerne an, dass insbesondere der tweet sehr zugespitzt (clickbaitmässig) formuliert ist. mir ist es ein grosses anliegen, dass die usermeinung ein möglichst breites publikum findet; vielleicht zu gross(?)
    7 0 Melden
  • Amaranth17 07.08.2015 13:41
    Highlight Highlight (2) Meine Kritik zielt vor allem auf die Aussage von Goodwell Nzou (darum ging es ja im Artikel) ab, der den Aufschrei um einen toten Löwen nicht versteht. Das heisst aber noch lange nicht, dass ich den Bewohnern dort das Recht auf ihr Leben abspreche. Quasi in einem Schritt vom Tierschützer zum Rassisten ^^.

    Wenn nicht ein reicher Amerikaner den (geschützten) Löwen getötet hätte, sondern ein Bewohner um seine Familie und sein Dorf zu schützen, hätte es meiner Meinung nach auch weit weniger Geschrei gegeben. Und das meiner Meinung nach in beiden Fällen völlig zu Recht.
    45 0 Melden
  • Amaranth17 07.08.2015 13:40
    Highlight Highlight (1) Ich kann beide Sichtweisen verstehen resp. nachvollziehen. So sehr ich diese Tiere bewundere, ich hätte auch keine Lust, dass ein Tiger in meiner Nachbarschaft umherwandert und würde erwarten, dass unsere Behörden das Problem lösen.

    Ich habe die ersten 2 Kommentare auch gelikt. Zum einen weil ich zynisch bin und den Kommentar auch so verstanden habe, zum anderen weil ich (die Autoren event. auch) damit zum Ausdruck bringen wollte, dass solche Tiere besser geschützt werden sollten. Und nicht, dass ein Mensch (oder Afrikaner) weniger Wert wäre als ein Löwe.
    18 1 Melden
  • Sapere Aude 07.08.2015 13:38
    Highlight Highlight Ich finde die ganze Diskussion verstörrend. Die WEB Community empört sich zu Recht an einer sinnlosen Tötung eines Löwen während auf der ganzen Welt Menschen in sinnlosen Kriegen, an Hunger und Krankheiten und Umweltkatastrophen sterben. Natürlich ist der Abschuss dieses Löwen empörrend, doch wer wird sich in 2 Monaten noch an den Löwen erinnern? Er ist nur ein weiteres Opfer unseres Wachstum und Konsumwahns und wird ebenso wie die tausenden von namenlosen Tote im Mittelmeer in Vergessenheit geraten. Der einzige Unterschied sind die 5 Minuten Ruhm auf Twitter und Facebook, wo alle ihre Empörung zeigen dürfen und sich dabei toll finden. Das wahre Problem ist doch, das es in der Pseudoindividualität und Beliebigkeit keinen Platz für Werte und Ideale hat. Jegliche Humanität und Verantwortungsbewusstsein haben wir längst verloren.
    9 7 Melden
    • Sapere Aude 07.08.2015 14:17
      Highlight Highlight Es mag zynisch klingen, aber ist es nicht irgendwie absurd, das gerade dieser Löwe auf allen Titelseite ist? Ich finde die Empörung richtig, doch werden weiterhin Tiere und Menschen sinnlos getötet, die Umwelt weiter zerstört, ohne dass sich wesentlich etwas ändert. Das moralische Aufbegehren verpufft wirkungslos in der nächsten Schlagzeile, dem nächsten Katzenvideo. Darüber müssten wir uns Gedanken machen, warum all dies Sinnlose geschieht und warum wir es geschehen lassen. Nicht einen geharnischten Kommentar auf Facebookschreiben und als nächstes ein Foto des verspeisenden Muffin.
      12 0 Melden
    • Hand-Solo 07.08.2015 15:11
      Highlight Highlight @Rhabarber: Natürlich frisst der Mensch andere Lebensformen. Jedes Lebewesen frisst andere Lebewesen, Stichwort "Nahrungskreislauf" Jedes Lebewesen ist vom Tod - oder dem Produkt (z.B. Äpfel, Milch, Eier, Kot...) - eines anderen Lebewesen abhängig.
      1 0 Melden
    • Hand-Solo 08.08.2015 14:43
      Highlight Highlight Der Mensch verhungert wenn er keine "Leichen" isst. Die "Leiche" muss nicht zwingend immer eine tierische Leiche sein. Aber geköpfter Lauch oder eine Zwiebel sind im Prinzip auch Leichen. andes funktioniert Nahrungsaufnahme nicht. 3000 Todesfälle pro Sekunde? Danke für die willkürliche Zahlen...
      1 0 Melden
  • DerWeise 07.08.2015 13:33
    Highlight Highlight Mich macht sprachlos wie undifferenziert du einen polemischen Satz eines simbaw. Redneck aufgreifst und daraus eine Wertediskussion machst. Die Leute sind nicht blindlings sauer, weil ein "Problem-Löwe" geschosse wurde, sondern ein Reicher Weisser nach Afrika fliegt, eine bekanntes Individuum aus dem geschützten Park lockt, es mit nem Pfeil schwer verwundet und erst nach Stunden des Leides "erlöst", den Kopf abtrennt um damit bei seinen Freunden zu Hause zu Prahlen.
    Ich bin sprachlos, dass du davon ablenkst und eine billige Menschenleben vs Löwenleben-Diskussion anzettelst
    37 5 Melden
    • philipp meier 07.08.2015 13:39
      Highlight Highlight der simbabwer hat nicht einfach nur einen polemischen satz rausgelassen und du nennst einen schwarzen doktorand «redneck». das möchte ich herausheben.

      den rest lass ich so stehen, denn ich habe nie geschrieben, dass ich es oke finde, dass der reiche ami diesen löwe getötet hat.
      14 5 Melden
    • Chili5000 07.08.2015 14:11
      Highlight Highlight Wie DerWeise gesagt hat. Es geht darum das diese Tiere zum Spass getötet werden und nicht um Menschenleben vs Löwenleben. Wenn eine simbabwer einen Löwen töten weil er ständig in sein Dorf eindringt wäre das was anderes (Da verstehe ich den Goodwell Nzou sehr gut) . Und noch eins: "Wie lässt sich der Konflikt zwischen Ausbreitung der Menschen und Erhaltung der Wildtier-Population lösen?" gar nicht. Denn es wird für jemanden definitiv keinen Platz mehr geben wenn sich der Mensch immer weiter so Ausbreitet.
      13 0 Melden
    • DerWeise 07.08.2015 17:06
      Highlight Highlight Das Redneck war seiner kritiklosen Haltung der Tophäenjagd geschuldet und nicht weil er ein ein konservativer, weisser Südstaatler aus der Unterschicht ist ;) mich stört Nzou's Haltung mittlerweile weniger als, was ihr aus der Geschichte gemacht habt. Einfach nur billig...

      Der Mensch plündert den ganzen Planeten, rottet alles aus. Dann kommt ein Zahnarzt in seiner vollkommenen weissen Arroganz quält und schlachtet einen Löwen für FUN und vor diesem Hintergrund machen dich die Kommentare ratlos. Mann mann... DAS MACHT MICH RATLOS

      9 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • B1O 07.08.2015 13:21
    Highlight Highlight Mann muss schon ziemlich empathielos sein um sagen zu können: "Weil Löwen aussterben und Menschen nicht." Eine antwort auf der gleichen Ebene wäre: "dann geh und lass dich fressen - mehr Lebensraum für Löwen"
    6 18 Melden
    • Hand-Solo 07.08.2015 15:19
      Highlight Highlight @Sa.Set Warum ist denn das Leben eines Löwen mehr wert, als das eines Menschen? Weil der Mensch böse ist?
      Löwenmänchen töten Löwenbabys, nur um sich mit deren Mutter paaren zu können, ist das denn nicht böse? Das liegt in deren Natur, sicher. Aber liegt das böse im Menschen nicht auch in seiner Natur? Oder frag mal eine Gazelle oder so, ob sie lieber Löwen oder irgendwelche Touristen in ihrer nähe haben. Es ist Sinnlos die beiden Spezies gegeneinander zu "werten"
      7 2 Melden
    • B1O 07.08.2015 15:46
      Highlight Highlight @sa.set Ein Bär erledigt das sonst auch - haben ja auch zu wenig Lebensräume. :-) Nein, Meine Aussage war mit einem Augenzwinkern zu verstehen und sollte lediglich darauf hinweisen dass aus afrikanischer Sicht das ganze etwas anders aussieht.
      0 1 Melden
    • Hand-Solo 07.08.2015 16:29
      Highlight Highlight Der Begriff "Natur" ist ebenfalls eine Erfindung des Menschen. Der Mensch verhält sich nicht unnatürlich, er ist Teil der Natur und verhält sich seiner "Natur" entsprechend. Unsere Spezies mag dadurch die Umwelt beeinflussen, ob zum guten oder schlechten, ist aber relativ. Seine Spezies ist nicht die erste, welche andere verdrängt, und durch ihr Verhalten aussterben lässt (Stichwort Evolution). Der Unterschied liegt lediglich darin, dass sich der Mensch dessen bewusst ist, das macht ihn deswegen nicht unnatürlich. Die Spezies Mensch deshalb als minderwertig einzustufen ist im Grunde Rassismus.
      2 2 Melden
  • henk 07.08.2015 13:20
    Highlight Highlight Ich finde es auch total daneben, wenn man nach Afrika geht um dort bdrohte Tierarten abzuschiessen! Verstehe ich nicht und verurteile ich. Trotzdem verstehe ich die Sichtweise der Simbabwischen Bevölkerung. Wenn man selber kein priviligiertes Leben führt, arm ist und ums Überleben kämpfen muss, kann ich es sehr gut verstehen, dass es sie nicht stört (oder sogar freut), wenn ein Tier abgeschossen wird, welches eine Bedrohung für das eigene Leben darstellt. Ich finde man muss für soetwas Verständnis haben. Solche oben genannte Parolen sind einfach geschrieben, wenn man im sicheren Büro sitzt.
    12 4 Melden
    • Ms. Song 07.08.2015 14:23
      Highlight Highlight Es ist jedoch sehr kurzfristig gedacht. In Europa wurden die grossen Raubtiere auch ausgerottet, da sie Menschen angriffen oder um die Beute konkurrenzierten. Heute weiss man jedoch, dass jedes Tier einen wichtigen Platz in der Natur einnimmt. Fällt eines weg, bringt dies das ganze Zusammenspiel durcheinander. Die Beutetiere können sich ungehindert vermehren und fressen den Menschen die Ernte weg. Afrika ist schon in einer misslichen Lage und sie zerstören ihre Umwelt munter weiter. Da können wir noch so viel Entwicklungshilfe leisten. Wenn die Natur kaputt ist, hilft nichts mehr.
      8 0 Melden
  • Ms. Song 07.08.2015 13:19
    Highlight Highlight "Niemand von uns Menschen hat das Recht,
    zu einem Mitmenschen oder einem Tier zu sagen:
    "Entweder du machst was ich sage,
    oder ich werde dir wehtun..."". -Monty Roberts- Ich persönlich sehe das grösste Problem der Menschheit darin, dass sie sich selbst zu wichtig nimmt und über alles andere stellt. Das geschieht im Grossen, in dem wir uns über die Natur und Tiere stellen. Es geschieht im Mittleren, in dem wir unsere Nation über andere Menschen stellen. Es geschieht im Kleinen, in dem wir uns persönlich über andere stellen.
    21 0 Melden
    • Hand-Solo 07.08.2015 15:24
      Highlight Highlight Liegt das aber nicht in der Natur der Sache? Jedes Lebewesen schaut zuallererst mal für sich selber, dann für die eigene "Sippschaft", die eigene Herde, der eigenen Spezies, dann alle anderen.
      Ich bin sicher, wenn Löwen die Fähigkeit hätten, sich die ganze Erde zu unterjochen würden sie es tun. Im Unterschied dazu hat der Mensch diese Fähigkeit.
      4 2 Melden
    • Ms. Song 07.08.2015 22:10
      Highlight Highlight Nein, das ist nicht so.
      0 1 Melden

Dieser watson-User hat das Land mit den wenigsten Touristen der Welt besucht: «Sie fragten mich, warum ich so weit reise, um mir eine solch kaputte Insel anzuschauen»

Nauru war das Land, das 2014 am wenigsten Touristen anlockte. Laut dem Weltreisenden Gunnar Garfors, der die Liste erstellt hat, wurden letztes Jahr nur 160 Besucher verzeichnet. watson-User David Rossel hat das Land besucht.

David, wie kommt man darauf, den weltabgelegensten Inselstaat in der Nähe von Australien zu besuchen?David Rossel: Ich habe mich schon immer für Geografie und für fremde und entfernte Länder interessiert. Irgendwann stiess ich auf Nauru, die kleinste Republik der Welt und war fasziniert, doch es liess sich nur sehr wenig darüber herausfinden. In der Schule mussten wir damals ein Entwicklungsland vorstellen und da habe ich dann begonnen, mich intensiv mit dem kleinen Land zu …

Artikel lesen
Link to Article