Bruce Springsteen macht bei Konzert Stimmung gegen Donald Trump und ICE
Am 17. Januar nahm Bruce Springsteen in Red Bank im US-Bundesstaat New Jersey als Überraschungsgast teil an einem Benefizkonzert zur Unterstützung der Parkinson-Forschung. Dabei hat die Musiklegende – auch «The Boss» genannt – deutliche Worte an die US-Regierung unter Präsident Donald Trump gerichtet:
Springsteen wendete sich ans Publikum, bevor er einen seiner berühmtesten Songs namens «The Promised Land» spielte. Er habe diesen seinerzeit als Ode an die amerikanischen Möglichkeiten geschrieben, so der 76-Jährige. Die USA und das, wofür sie stünden, würden aktuell geprüft wie nie zuvor und es seien unglaublich schwere Zeiten. Zum Publikum sagte Springsteen:
Schliesslich widmete er seinen Song der dreifachen Mutter Renee Good. Die US-Bürgerin war am 7. Januar in einem Wohnquartier der Grossstadt Minneapolis von einem ICE-Agenten auf offener Strasse in ihrem Auto erschossen worden. Der Fall sorgt in den USA für eine grosse Kontroverse, weil viele Menschen die offizielle Darstellung der Behörde, dass der Agent in Notwehr gehandelt habe, infrage stellen. Videos vom Vorfall lassen zumindest berechtigte Zweifel daran zu.
Springsteen ist ein ausgesprochener Trump-Kritiker
Es ist nicht das erste Mal, dass Springsteen sich gegen Trump ausgesprochen hat. Der US-Präsident hat in der Vergangenheit auch schon darauf reagiert. Einmal bezeichnete er den Musiker etwa als «verwelkte Schrumpfpflaume eines Rockers». Damals drohte er, eine Untersuchung gegen Springsteen einzuleiten, weil dieser im US-Wahlkampf ums Präsidentenamt 2024 öffentlich die Demokratin Kamala Harris unterstützt habe.
Springsteen hingegen liess sich davon nicht beirren und brachte seine Statements und Reden gegen Trump mit den zugehörigen Songs sogar als EP heraus. Bei vielen Konzerten wiederholt er sie immer noch. (lzo)
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