Hier ist direkt hinter Wohnhäusern ein 4 Kilometer langer Erdrutsch abgegangen
In der italienischen Stadt Niscemi auf Sizilien ist am 25. Januar ein vier Kilometer langer Erdrutsch abgegangen – nur wenige Meter hinter den letzten Wohnhäusern am Stadtrand gähnt jetzt der Abgrund. Die spektakulären Bilder kursieren jetzt im Internet. Schau selbst:
Bei dem gewaltigen Erdrutsch wurde niemand verletzt. Der italienische Zivilschutz hatte vor dem Abbruch rund 1000 Menschen in einem Umkreis von vier Kilometern rund um das gefährdete Gebiet evakuiert.
Einige Gebäude und Strassen wurden durch den Erdrutsch zerstört und unter den Geröllmassen begraben. Drohnenbilder und -videoaufnahmen zeigen, dass sich abgesehen von der Abbruchkante auch mehrere tiefe Risse und Furchen durch die Landschaft ziehen.
Ungewisse Zukunft für Anwohnerinnen und Anwohner
Er wisse nicht, was mit seinem Haus passieren werde, sagte der Anwohner Francesco Blanco gegenüber der italienischen Zeitung «Corriere della Sera». Es liege im vom Erdrutsch betroffenen Gebiet und er habe es erst vor einem Jahr mit einer Hypothek gekauft. «Im Moment wohnen wir bei Verwandten», so der LKW-Fahrer weiter. «Wir haben ein paar Sachen mitgenommen und mussten alles andere zurücklassen.»
Die Insel Sizilien wurde erst letzte Woche vom Zyklon «Harry» heimgesucht, der in der gesamten Mittelmeerregion grosse Schäden angerichtet und auch mehrere Menschenleben gefordert hat. Die starken Regenfälle, die das Sturmtief mit sich brachte, sind auch verantwortlich für den Erdrutsch in Niscemi.
Weitere Regenfälle erwartet
Für die kommenden Tage lautet die Wetterprognose für die Region abermals Regen. Weitere Erdrutsche seien dabei nicht auszuschliessen, heisst es von den Behörden. Der Notstand wurde ausgerufen. «Viele Familien werden obdachlos werden», sagte der Bürgermeister Massimiliano Conti am Montag gegenüber lokalen Medien. Und: Die Zahl der Evakuierten könnte in den nächsten Stunden und Tagen noch steigen.
Zyklon «Harry» hat in Sizilien vorläufigen Schätzungen zufolge bereits jetzt für Schäden in Höhe von 740 Millionen Euro gesorgt. (lzo)
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