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Giorgia Meloni kritisiert Donald Trump

epa12675565 Italian Prime Minister Giorgia Meloni delivers a speech during the Italy-Germany Business Forum in Rome, Italy, 23 January 2026. EPA/RICCARDO ANTIMIANI
Fordert Respekt ein von den USA: Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni.Bild: keystone

Giorgia Meloni kritisiert ihren Verbündeten Trump scharf

24.01.2026, 20:3024.01.2026, 20:30

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat US-Präsident Donald Trump für dessen abfällige Äusserungen zu Nato-Truppen in Afghanistan deutlich kritisiert. Solche herabwürdigenden Aussagen seien «nicht akzeptabel – insbesondere dann, wenn sie von einer verbündeten Nation stammen», hiess es in einer Mitteilung des Amtssitzes der Regierungschefin.

Trump hatte im Sender Fox News erneut behauptet, dass die USA die Nato nie gebraucht hätten. Mehrere andere Nato-Staaten hätten zwar nach dem 11. September 2001 Truppen nach Afghanistan geschickt, diese seien jedoch «ein wenig» zurück geblieben, «etwas abseits der Frontlinien», sagte Trump.

Meloni fordert Respekt von Trump

Meloni erklärte, die Nato habe nach den islamistischen Terroranschlägen vom 11. September 2001 in einem «aussergewöhnlichen Akt der Solidarität gegenüber den USA» zum einzigen Mal in ihrer Geschichte Artikel Fünf des Nato-Vertrags aktiviert. Italien habe unverzüglich reagiert und Tausende Soldaten entsandt. Ihr Land habe mit Dutzenden gefallenen Soldaten einen hohen Preis gezahlt.

Sie betonte zwar, Italien und die USA seien durch eine solide, auf gemeinsamen Werten basierende Freundschaft verbunden. «Doch Freundschaft erfordert Respekt – eine grundlegende Voraussetzung, um weiter die Solidarität zu gewährleisten, die das Fundament des Atlantischen Bündnisses bildet.»

President Donald Trump greets Italy's Prime Minister Giorgia Meloni during summit to support ending the more than two-year Israel-Hamas war in Gaza after a breakthrough ceasefire deal, Monday, Oc ...
Eigentlich hat Meloni einen guten Draht zu Trump.Bild: keystone

Die rechte Politikerin gehört zu den europäischen Regierungschefs mit dem besten Draht zu US-Präsident Trump. Meloni versucht immer wieder, sich als Trump-Versteherin zu profilieren, zuletzt mit Blick auf dessen Besitzansprüche auf Grönland. Nach eigenen Angaben stehen die beiden in engem Kontakt. (sda/dpa)

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34 Kommentare
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M.Ensch
24.01.2026 20:56registriert März 2020
Langsam schnallens alle europäischen Staaten, ausser der offiziellen Schweiz, die immer noch nicht erkennt, was da wirklich abgeht und sich verschanzt hinter Neutralität und der Illusion, doch einen Draht zur grossen Schwester zu haben. FORGET IT.
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Revan
24.01.2026 21:07registriert Mai 2019
Schon krass, Trump kann auf offener Strasse seine Bürger ermorden lassen, seinen Verbündeten mit Krieg drohen und allgemein bescheissen und lügen wo es nur geht. Erst wenn er aber schlecht über europäische Soldaten redet wehrt man sich....
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Lordkanzler-von-Kensington
24.01.2026 20:59registriert September 2020
Von mir aus, darf es sich DT gerne mit den europäischen Rechten verscherzen....das passiert momentan zunehmend!
DT, seine Konsorten, US-Amerika verlieren die Bodenhaftung und gleiten in massive Egomanie und Selbstüberhöhung.
Hoffen wir, dass sie ikarusgleich schnell zur Sonne fliegen und verglühen, ohne zuviel mit in den Abgrund zu reißen....denn, ich denke leider, nicht weniger als das, könnte auf der Rechnung stehen.
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