Zwei Euro Eintritt beim Trevi-Brunnen: Touris werfen Münzen über Absperrung
Seit Anfang Februar müssen Touristinnen und Touristen für den Besuch des Trevi-Brunnens in Rom ein Ticket für zwei Euro kaufen. Damit will Rom gegen den Massentourismus vorgehen.
2025 haben über zehn Millionen Menschen den Trevi-Brunnen in Rom besucht. Viele kennen die Sehenswürdigkeit aus den Sozialen Medien oder dem Film «La dolce vita». Ein Münzwurf über die Schulter soll ja auch Glück bringen. Entsprechend ist das Gedränge um die Sehenswürdigkeit gross – zu Spitzenzeiten zählten die Behörden bis zu 70'000 Besucherinnen und Besucher.
Mit den Tickets erhofft sich Rom nun, die Besucherströme besser regulieren zu können und die Touristinnen und Touristen auch vor Taschendieben zu schützen.
Achtung, fliegende Münzen
Die Gebühr von zwei Euro wird von den meisten Besuchenden hingenommen, man müsse ja sonst auch für alles bezahlen. Auf Sozialen Medien gibt es aber auch Kommentare wie: «Wir zahlen doch schon Touristen-Taxe», oder «zum Glück war ich vor der Einführung der Tickets noch da». Laut CNN hat am ersten Tag eine unzufriedene Touristengruppe Münzen über die Abschrankung geworfen. Teilweise verfehlten sie ihr Ziel – den Brunnen – und andere Besuchende mussten sich entsprechend ducken.
Nun wird geprüft, ob es weitere Patrouillen braucht, um die Touristinnen und Touristen vor Verletzungen durch geworfene Münzen zu schützen.
Jeweils von 9 Uhr morgens bis 10 Uhr abends müssen Touristinnen und Touristen ein Ticket kaufen. Rom erwartet durch die Gebühr Einnahmen von 6.5 bis 20 Millionen Euro. Für Anwohnende, Menschen mit Behinderung, deren Begleitpersonen und Kinder unter 6 Jahren bleibt der Eintritt frei. (emm)
