Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Putin als Peter der Grosse

Putin hoch zu Ross wie einst Peter der Grosse. Bild: montage: watson / material: keystone, shutterstock

Analyse

Zar Putin der Korrupte – oder warum es Russland mies geht

Am kommenden Wochenende spielen die Russen wieder einmal «gelenkte» Demokratie. Präsident Putin hat das Land längst in einen korrupten Feudalstaat zurückverwandelt. Doch das Volk muckt auf.



In Russland werden die Sitze in Stadt- und Regionalparlamenten am Sonntag neu verteilt. Überraschungen sind keine zu erwarten. Die Partei des Präsidenten Wladimir Putin, «Einiges Russland», wird als Sieger hervorgehen. Demonstrationen gegen diesen Einheitspreis werden verboten, Oppositionelle niedergeknüppelt oder gar in den Knast geworfen.

Das alles kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Putins Popularität sich im Sinkflug befindet. Vielleicht sogar dramatisch. So ermittelte das staatliche Meinungsumfrage-Institut im Mai, dass bloss noch ein Viertel der Bevölkerung Putin vertraut. Der Präsident tobte und verordnete eine weitere Umfrage. Welch Wunder, nun sprachen ihm 72 Prozent ihr Vertrauen aus.

Wie auch immer diese Meinungsumfragen zu deuten sind, Tatsache bleibt, dass in Moskau seit Wochen zehntausende Menschen auf den Strassen demonstrieren. Putins ehemaliger Spindoktor Wladimir Surkow soll gemäss «New York Times» kürzlich gar erklärt haben, Russland könne nur noch als Polizeistaat geführt werden.

Einer der festgenommenen Oppositionellen, die am Samstag an einer unbewilligten Kundgebung in Moskau teilgenommen haben.

Ein festgenommener Oppositioneller nach einer Demo in Moskau. Bild: EPA

Eine miese wirtschaftliche Lage drückt die Stimmung der Russen. «Seit 2014, als wegen der Annexion der Krim erstmals internationale Sanktionen gegen Moskau beschlossen wurden, ist die russische Wirtschaft bloss um zwei Prozent gewachsen», meldet die «Financial Times». «In den letzten fünf bis sechs Jahren mussten russische Arbeitnehmer zusehen, wie ihr verfügbares Einkommen gesunken ist. Gleichzeitig wurde ihnen verordnet, fünf Jahre länger zu arbeiten und höhere Mehrwertsteuern zu entrichten.»

Zur wirtschaftlichen gesellt sich die politische Stagnation. Seit Stalin ist Putin das Staatsoberhaupt, das am längsten im Amt ist, länger noch als Leonid Breschnew, der von 1964 bis 1982 an der Spitze der UdSSR stand.

Putin mag es gar nicht, mit Breschnew verglichen zu werden. Der ehemalige Generalsekretär der KPdSU gilt als der grösste Langweiler aller Zeiten, der sein Land in Lethargie versinken liess.

Ein Tourist fotografiert am Mittwoch, 8. Juli 2009, ein Bild des Kusses von Erich Honnecker und Leonid Breschnew gemalt vom russischen Kuenstler Dmitry Vrubel an der sogenannten East Side Galerie in Berlin. Bis zum zwanzigjaehrigen Jubilaeum des Mauerfalls im November 2009 soll die 1,3 Kilometer lange East Side Gallery mit ihren 105 Bildern instand gesetzt sein. Dafuer werden nach der Betonsanierung die damaligen Mauerkuenstler ihre Bilder wieder herstellen. Im Fruehjahr 1990 hatten 118 Kuenstler aus 21 Laendern die Ueberreste der Mauer mit Wandbildern bemalt. (AP Photo/Maya Hitij) ------ A tourist is taking a picture of East German leader Erich Honecker kissing his Soviet counterpart, Leonid Brezhnev, on a segment of the East Side Gallery in Berlin, Germany, Wednesday, July 8, 2009. Russian artist Dmitry Vrubel finished his painting Tuesday. The restoration of the 105 wall paintings of the former Berlin Wall is scheduled to be finished for the 20th anniversary of the opening of the Berlin Wall in November 2009. The same 118 artists from 21 countries who created the paintings in 1990 will repaint their pictures in the world's longest open-air art gallery after replacement of the concrete surface of the Wall. (AP Photo/Maya Hitij)

Seine grösste Tat: Leonid Breschnew küsst Erich Honecker. Bild: AP

Putin mag es hingegen sehr, mit Zar Peter dem Grossen verglichen zu werden. Dieser hat die nach ihm benannte Stadt gegründet, in der auch Putin aufgewachsen ist, und er gilt als Reformer, der Russland als ernstzunehmende Macht in Europa etabliert hat.

Tatsächlich ist Putin eine Mischung aus beiden: Er strebt gleichzeitig nach dem Ruhm und der absoluten Macht des legendären Zaren. Gleichzeitig jedoch hat er dem Land jegliche Energie geraubt.

«Marktreformen sind unter dem gegenwärtigen Regime sehr unwahrscheinlich geworden», schreibt Anders Aslund in seinem kürzlich erschienenen Buch «Russia’s Crony Capitalism». «Sie würden Reformen des politischen und des juristischen Systems erfordern. Beides ist Putin zutiefst zuwider.»

Aslund ist ein führender ökonomischer Experte in Sachen Russland. In den Neunzigerjahren hat er eng mit den Reformern um Boris Jelzin zusammengearbeitet. Heute ist er an der Georgetown University in Washington tätig.

A worker washes a city landmark, the equestrian statue of Peter the Great known as the Bronze Horseman by French sculptor Etienne Maurice Falconet, in St.Petersburg, Russia, Friday, May 26, 2017. (AP Photo/Dmitri Lovetsky)

Wahrzeichen von St.Petersburg: Die berühmte Statue mit dem Zaren auf seinem Pferd. Bild: AP/AP

Zu Putins Ehrenrettung sei gesagt, dass er Russland nach dem Chaos der Neunzigerjahre in ruhige Bahnen geführt hat. Dank dem explodierenden Ölpreis konnte er seinen Landsleuten einen bescheidenen Wohlstand bescheren. Die meisten ehemaligen Oligarchen hat er entmachtet und ausser Landes gejagt.

Russland ist deshalb heute keine Oligarchie mehr, wie vielfach behauptet. Es ist viel schlimmer. Aslund spricht von einer «autoritären Kleptokratie», einer Gesellschaft, in der der Staat von einer schmalen Oberschicht als Selbstbedienungsladen benutzt wird. Konkret schildert Aslund die Struktur des modernen Russland wie folgt:

«Putin hat ein eisernes Quadrat mit Kreisen der Macht konstruiert. Im ersten Kreis finden wir die vertikale Staatsmacht, im zweiten die grossen Staatsunternehmen, im dritten Putins Kumpels und im vierten die angelsächsischen Offshore-Hafen, in denen Putin und seine Kumpels ihr Geld versteckt haben.»

Das Rückgrat der vertikalen Staatsmacht bilden die Geheimdienste. Putin war nicht zufällig Offizier des KGB. Die führenden Männer der Nachfolgeorganisation FSB, die sogenannten Siloviki, bilden heute eine moderne Form der Prätorianergarde, eine Schutzmacht für Putin.

epa04284870 A general view of the Gazprom headquarters where the annual Gazprom's General Shareholders Meeting is taking place in Moscow, Russia, 27 June 2014. Shareholders from Russia and a number of foreign countries are taking part in the Meeting personally, through their trustees or in absentia. As of May 8, 2014 the corporate Register of persons entitled to participate in the Shareholders Meeting recorded 492 543 corporate equity owners with 23,673,512,900 shares.  EPA/MAXIM SHIPENKOV

Das Hauptquartier von Gazprom in Moskau. Bild: EPA/EPA

Die Staatsunternehmen benutzt Putin schamlos zur persönlichen Bereicherung, vor allem Gazprom. Der Erdgas-Riese ist unter Putins persönlicher Kontrolle, auch beim Ölkonzern Rosneft hat er seine Finger im Spiel. Finanzgeschäfte erledigt er mit Hilfe der staatlichen Bank VEB oder mit seinem persönlichen Family Office, der Bank Rossiya. Putin gilt heute als reichster Mann der Welt, sein Vermögen wird auf über 200 Milliarden Dollar geschätzt.

Putins engste Kumpels stammen wie er aus St.Petersburg. Die drei wichtigsten sind Gennady Timchenko, Arkady Rotenberg und Yuri Kovalchuk. Sie alle sind ebenfalls unfassbar reich und Putin total ergeben.

Einen guten Teil ihres Vermögens haben sie in Grossbritannien und den USA parkiert. Aslund schätzt, dass es sich um rund 800 Milliarden Dollar handelt, die in der Regel mit dubiosen Immobiliengeschäften gewaschen werden. (Ein Schurke, wer da an Donald Trump denkt.)

Putin will vor allem Stabilität

Die chaotische Privatisierung der Wirtschaft der Neunzigerjahre hat Putin zu einem guten Teil wieder rückgängig gemacht. Von einem neuen Kommunismus zu sprechen wäre jedoch falsch. «Staatskontrolle ist eine Illusion», so Aslund, «denn eine kleine Gruppe von loyalen Putin-Männern übt die Kontrolle aus. Die Staatsunternehmen haben sich einzig deshalb ausgedehnt, um Putin und seinen Kumpels dienstbar zu sein.»

Obwohl Putin den Untergang der Sowjetunion bekanntlich bedauert, denkt er nicht an deren Wiedergeburt. Sein Vorbild sind die Zaren. «Letztlich haben die jüngsten Transformationen öffentlichen Besitz in zaristisches Eigentum verwandelt», so Aslund. «Dieses Modell hat Jahrhunderte überlebt.»

Davon träumt auch Putin. Deshalb ist ihm jede Reform suspekt, deshalb wird die russische Wirtschaft weiter stagnieren – und deshalb wird er zu Recht mit Breschnew verglichen.

Ausgelassenes Feiern ist auf Russlands Strassen verboten

Play Icon

Alles rund um Putin

Cold War reloaded: Wenn Blicke töten könnten

Link zum Artikel

Wie Putin den Nationalismus entdeckte – und was das für den Westen bedeutet

Link zum Artikel

Können wir uns die Amerika-Hasser noch leisten?

Link zum Artikel

Warum gibt es immer noch Linke, die Putin feiern?

Link zum Artikel

Putin und Trump haben je einen Neuen – und mit denen wird's jetzt richtig gefährlich

Link zum Artikel

Wirtschaftskrieg mit Russland: Wie stark ist Putins neue Rote Armee?

Link zum Artikel

7 Gründe, weshalb er der gefährlichste Mann der Welt ist

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

128
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
128Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • feuseltier 05.09.2019 07:55
    Highlight Highlight Gebt die Krim zurück!
    • Basti Spiesser 05.09.2019 11:38
      Highlight Highlight Wem? Den Einwohnern?
    • GurMadh 05.09.2019 22:01
      Highlight Highlight Den Einwohnern die vor geladener Waffe wählen dürfen, dass sie zu Mutter Russland dazugehören wollen.
  • rodolofo 05.09.2019 06:43
    Highlight Highlight Der Feudalkapitalismus ist in allen Drittweltländern üblich.
    Russland ist unter Putin wieder eine Supermacht geworden, die weltweit bei Stellvertreter-Kriegen mitmischt, gleichzeitig aber gerade DESWEGEN auf 3.Welt-Ramschniveau abgesackt.
    Mit den USA ist ja etwas ganz ähnliches passiert:
    Die Supermacht-Aspirationen als "Weltpolizist" seit dem 2.Weltkrieg waren so kostspielig, dass die eigene Gesellschaft, die Infrastruktur und die staatlichen Institutionen vernachlässigt wurden, bzw. vernachlässigt werden mussten.
    Allen "Supermächten" droht irgendwann das "Burnout"...
  • The Destiny // Team Telegram 04.09.2019 16:02
    Highlight Highlight Eine Analyse ohne Quellen ist nur eine Meinung.
    • Philipp Löpfe 04.09.2019 16:55
      Highlight Highlight #Destiny: Als was, bitte, würdest du die «Financial Times», den «New Yorker» und ein Buch eines angesehenen Ökonomieprofessors bezeichnen. Just asking.
    • Cremetörtchen 04.09.2019 18:29
      Highlight Highlight Weil das Offensichtliche nicht sein kann was nicht sein darf... ...willkommen in Putins Welt🙄...
    • The Destiny // Team Telegram 04.09.2019 18:38
      Highlight Highlight @Löpfe, sry aber ich sehe nicht was die Quellen für:

      "..Der Präsident tobte und verordnete eine weitere Umfrage. Welch Wunder, nun sprachen ihm 72 Prozent ihr Vertrauen aus. "

      "..Putin mag es gar nicht, mit Breschnew verglichen zu werden. Der ehemalige Generalsekretär der KPdSU gilt als der grösste Langweiler aller Zeiten, der sein Land in Lethargie versinken liess. "

      sind.

      Es ist schön das du dich auf Artikel aus anderen Zeitungen beziehst die etwas Ansehen haben. Es bringt allerdings nichts wenn der Zitiert Artikel nicht verlinkt ist :/

    Weitere Antworten anzeigen
  • davej 04.09.2019 13:06
    Highlight Highlight Ohne die "legalen" Sanktionen gegen Russland, wäre ihre Wirtschaft sicher nicht so schlecht. Aber Ja, der böse Putin und die Ölkonzerne.. Die USA ist natürlich wegen des Friedens in den Iran einmarschiert. Aber bestimmt nicht wegen Dick Cheney und seine Öl-freunden!.. Polizeistaat? Wie war das an den Occupy-Demos in New York, die von Polizisten niedergeschlagen wurden! Wer ein Polizeistaat sehen möchte, kann nach London gehen, wo jeder Quadratmeter von Kameras überwacht wird
    • x4253 04.09.2019 14:54
      Highlight Highlight Ich weiss nicht wie alt du bist. Aber:
      a) Die USA sind 2003 im Irak einmarschiert (nicht im Iran)
      b) Gab es damals weltweit (!) Demonstrationen dagegen
      c) Witze wegen den Massenvernichtungswaffen (die als Vorwand für den Einmarsch genommen wurden) waren 2003 bis 2005 im Internet überpräsent
      d)... gab es damals auch eine vielzahl kritischer Berichte in den Medien darüber

      Dass die USA kein friedlicher Staat und ihre Präsidenten keine Friedensfürsten sind ist auch hinlänglich bekannt.
      Das heisst aber noch lange nicht, dass deswegen keine anderen Länder kritisiert werden dürfen.
    • Bronko 04.09.2019 15:16
      Highlight Highlight ...Oder nach Zürich, wo eine hoch gerüstet Polizei, welche sich tendenziell immer mehr zu einer Art Militärpolizei oder Antiterroreinheit entwickelt, jede Strassenecke mit ihrer unbescheidenen Fahrzeugflotte und anscheinend grenzenlosen Mitteln überwacht. Von der unsichtbaren Überwachung ganz zu schweigen. Wir Ahnungslosen.
    • Gretzky 04.09.2019 15:21
      Highlight Highlight Nur hat das einte mit dem anderen null und nix zu tun. Nur weil sich die USA von einer Demokratie entfernen, muss man die Kleptokratie, welche in Russland herrscht ja mal mit Sicherheit nicht gutheissen. Russland ist im Grunde ein Mafiastaat. Die Elite plündert den Staat zur eigenen Bereicherung aus und erstickt jede Kritik im Keim. Grundsätzlich kann jeder tun und lassen was er will, aber wehe dir du bist gegen das Regime und muckst auf. Und wenn du den tatsächlich mal einen Polizeistaat erleben möchtest, dann musst du nach China mein Freund und sicher nicht nach London.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Doppelpass 04.09.2019 12:28
    Highlight Highlight Kleptokratie! Eine passende Wortschöpfung. Auch der Hinweis, dass wohl der Grossteil der Lesenden Schurken sind.... grossartig!
  • Samzilla 04.09.2019 12:04
    Highlight Highlight Insbesondere finde ich interessant, dass sich die Meinung der russischen Bevölkerung nicht krasser von der westlichen Berichterstattung unterscheiden könnte.

    Vor allem die Stagnation der letzten Jahre wird da nicht Putin, sondern den westlichen Sanktionen zugeschrieben. Ist aber natürlich genauso vereinfacht und unvollständig wie die im Artikel genannten Thesen.
    • Manomanoman 04.09.2019 14:06
      Highlight Highlight Da muss man die Meinung der Bevölkerung aber von der Meinung der offiziellen Medien unterscheiden, die natürlich dem Staatsapparat unterstehen. Die Meinung der breiten Bevölkerung ist längst das Gegenteil von pro-Putin, wie man an erwähnten Demonstrationen und Meinungsumfragen zeigen.
    • TingelTangel 04.09.2019 14:13
      Highlight Highlight Dann Rücken sie mal Raus mit der Quelle. Viele Russen haben keine Grosse Ahnung vom Westen. Und seit der Rentenreform Kippt die Stimmung und auch wieso das Grundnahrungsmittel verteuert werden finden viele Russen nicht gerade Toll. https://www.suedkurier.de/ueberregional/wirtschaft/Neun-Eier-zum-Preis-von-zehn-Russland-spottet-ueber-Mogelpackungen;art416,10032628
    • Samzilla 04.09.2019 17:48
      Highlight Highlight @Manomanoman: Ich rede keinesfalls von offiziellen Medien, sondern von privaten und geschäftlichen Kontakten. Gewisse davon unterstützen Putin, und andere halt nicht.

      @TongelTangel: Siehe oben. Umgekehrt kann man auch sagen, dass viele im Westen leider keine Ahnung von Russland haben.

      Bin kein Putinfreund, aber es gilt zu akzeptieren, dass er in Russland mehr Rückhalt geniesst, als uns gewisse Medien vermitteln möchten.

      Ist bei uns ja auch nicht anders. Gegen kaum eine Partei wird so laut politisiert wie die SVP - und trotzdem ist es die wählerstärkste Partei.
    Weitere Antworten anzeigen
  • TanookiStormtrooper 04.09.2019 11:39
    Highlight Highlight Gefühlt lange her, seit Herr Löpfe sich mal wieder Putin widmet. Donnie hat ihn auf trab gehalten.
    • just sayin' 04.09.2019 13:02
      Highlight Highlight jep. aber ich glaube auch, dass putin demnächst impeached wird ;-)
  • FranzFerdinand 04.09.2019 11:23
    Highlight Highlight Kleine Korrektur:
    Ganz am Anfang ist von einem „Waldimir“ die Rede 😉
    • Philipp Löpfe 04.09.2019 11:52
      Highlight Highlight Danke. Der Tippo ist behoben.
    • TanookiStormtrooper 04.09.2019 12:15
      Highlight Highlight Waldimir! 😂

      (kann mir jemand in der Redaktion sagen ob ich Herrn Löpfe zum lachen gebracht habe?)
      Benutzer Bild
  • Berry Straw 04.09.2019 10:41
    Highlight Highlight St. Petersburg wurde zwar von Peter dem Grossen "erbaut", jedoch hat er die Stadt nicht nach sich selber benannt sondern nach seinem Schutzheiligen Simon Petrus. Just sayin'....
  • Freischütz 04.09.2019 10:30
    Highlight Highlight Ein Russe und Diktator durch und durch....
  • Liselote Meier 04.09.2019 10:24
    Highlight Highlight Das mit Stalin stimmt nicht, er war nie oberster Sowjet, was das nominelle Staatsoberhaupt der Sowjetunion war. Am längsten war Kalinin

    Das höchste Exekutiv Amt war der Rat der Volkskommissare später der Ministerrat, da war am längsten Kossygin drin

    Stalin war am längsten im Politbüro der KPdSU, das eigentliche politische Machtzentrum. Das war aber eine Kollektivinstitution auch unter Stalin, alleine konnte da niemand entscheiden selbst Stalin nicht. Die Mehrheit des Politbüros hätte ihn zu jeder Zeit entlassen können, auch das Plenum des ZK. Da hatte er aber immer eine Mehrheit hinter sich
    • Oigen 04.09.2019 11:03
      Highlight Highlight Ja ungefähr so wie die nazis hitler hätten entlassen können, hat nur niemand getraut...
    • Liselote Meier 04.09.2019 11:37
      Highlight Highlight Nein, welches Organ hätte dies den tun können?

      Chruschow verlor die Mehrheit im Politbüro und wurde abgesetzt, das selbe mit Ulbricht in der DDR

      Weil das Politbüro eben eine Kollektivinstitution war wie der Bundesrat, dort galt der Mehrheitsbeschluss

      Im NS-System gab es dies nicht, da wurde unter dem Prinzip "dem Führer zu arbeiten" gearbeitet, ein Nachfolger wurde ja nicht gewählt sondern ernannt zuerst Hess

      Die Todeslisten während der Stalinzeit enthielten alle Unterschriften der Politbüro Mitglieder.

      Das sind 2 verschiedene System alleine schon der Aufbau von Partei und Staat.
    • Gretzky 04.09.2019 15:25
      Highlight Highlight Ja ja ist klar Fr. Meier. Natürlich hat das Politbüro in der Stalinzeit unterschrieben, weil sie sonst selber hingerichtet worden wären. Er hat ja auch unzählige Weggefährten aus dem Weg geräumt. Der Typ war ein Psychopath wie er im Buche steht. Wenn's den drum geht zu berurteilen wer der grössere Wahnsinnige war, Hitler oder Stalin, scheint mir das Rennen alles andere als entschieden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • smoking gun 04.09.2019 09:42
    Highlight Highlight Wäre schön, könnten wir mal eine Analyse von dir lesen, die zur Völkerverständigung beiträgt und nicht der Feindbildgenese dient. Die Mehrheit der Russen steht hinter Putin - das haben wir zu akzeptieren.

    Dass Russland eine Kleptokratie ist, wissen wir alle. In diesem Punkt unterscheidet sich Russland nicht von vielen anderen Ländern (inkl. den USA).

    Und einige Punkte in deiner Analyse sind schlichtweg falsch. Beispielsweise wurden Sanktionen gegen Russland nicht erst wegen der Krim beschlossen (2014), sondern bereits 2012. Das war der Magnitsky Act. Eine äusserst dubiose Geschichte ...
    • DemonCore 04.09.2019 11:01
      Highlight Highlight Fake news.

      1. Die Russen stehen eben nicht mehr hinter Putin, und selbst wenn sie es täten würde es ihn nicht entlasten. Kim Il Sung hatte auch Zustimmung von angeblich 98%.

      2. USA ist keine Kleptokratie

      3. Russland wurde für den Anschluss der Krim separat sanktioniert. Der magnitsky Act geht auf russische Aggressionen zurück die weiter zurück liegen.
    • smoking gun 04.09.2019 11:29
      Highlight Highlight @DemonCore:

      1. Doch, die Mehrheit der Russen steht hinter Putin. Nach dem Chaos der 90er Jahre mit der US-Marionette Jelzin hat er ihnen Stabilität (z.B. sichere Renten) gebracht. Das vergessen die Russen nicht.

      2. Selbstverständlich sind die USA eine Kleptokratie. Ich empfehle dir: "Rettet den Kapitalismus" von Robert Reich. Gibt es als Buch oder Film auf Netflix.

      3. Der Magnitsky Act geht auf russische Aggression zurück? Das ist falsch. Hier der Film zum Thema:

      https://swprs.org/der-fall-magnitsky/
    • Philipp Löpfe 04.09.2019 11:55
      Highlight Highlight #Ich habe mir überlegt, diese Kommentar zu löschen, weil er zu viele Fehler hat. Ich mag ja Robert Reich, aber hier wird er missbraucht. Der Magnitsky Act geht auf die brutale Ermordung eines gleichnamigen Anwalts in einem russischen Gefängnis zurück. Er hatte den amerikanischen (heute britischen) Investor Bill Browder vertreten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Snowy 04.09.2019 09:40
    Highlight Highlight Putin der reichste Mann der Welt??
    Grund: Weil er Präsident von Russland ist.... WTF?!

    Warum wird ihm das nicht viel häufiger um die Ohren gehauen?

    Absolut widerlich zusammen mit den leidlich bekannten Offshore "Paradiesen" (nein, hier gehört die Schweiz nicht dazu).
    • DemonCore 04.09.2019 10:33
      Highlight Highlight Man Stelle sich mal vor wie viel gutes man in Russland tun könnte mit 200 mrd. Zb all die im arktischen Ozean verrostenden nuklearen Unterseeboote entsorgen. Die Infrastruktur für diejenigen Russen verbessern, die nicht zu Putins innerem Zirkel gehören.
    • hopplaschorsch12 04.09.2019 11:42
      Highlight Highlight @DemonCore: Stell dir mal vor, wie viel sinnvolles man mit den USD 700 Milliarden anstellen könnte, welche die USA JÄHRLICH für das Militär verbrennen!
    • MARC AUREL 04.09.2019 12:17
      Highlight Highlight Blöder Vergleich hopplaschorsch12...
    Weitere Antworten anzeigen
  • El Vals del Obrero 04.09.2019 09:34
    Highlight Highlight Wenn Demokratie ständig mit "Marktreformen" zwangsverheiratet wird, ist es leider verständlich, dass Leute skeptisch gegenüber Demokratie werden.
  • Eidi 04.09.2019 08:44
    Highlight Highlight Putin tut nichts anderes als Trump und Co., mit dem Unterschied, dass er Präsident von Russland ist und deshalb automatisch böse. Ein eher scheinheiliger aber spannender Bericht!
    • Philipp Löpfe 04.09.2019 09:10
      Highlight Highlight Also Trump kommt bei mir auch nicht sooo gut weg....
    • Tjuck 04.09.2019 09:56
      Highlight Highlight Wer ist Co? Erdogan, Orban, ...?
    • ChiliForever 04.09.2019 10:02
      Highlight Highlight Loblieder über "Trump und Co." habe ich in letzter Zeit hier aber auch seltener vernommen ....
    Weitere Antworten anzeigen
  • Adonis 04.09.2019 08:40
    Highlight Highlight Nun werden mich die Putin treuen und der SFB blitzen, was ich da schreibe, aber Irgendwann kommt's halt raus, was ihr mit den Menschen macht und das alle alten KGB'ler neue willige gebären, bis es zu gegebener Zeit wieder Bumm macht, wie 1990-1991, wetten? Hoffentlich erlebe ich das in meinen alten Tagen noch! :-)
    • Padawan 04.09.2019 09:32
      Highlight Highlight Это называется ФСБ!
    • Hans Jürg 04.09.2019 10:47
      Highlight Highlight в чем разница?
    • Flötist 04.09.2019 10:58
      Highlight Highlight @Adonis Sehr arroganter Beginn deines Kommentars, so ein bisschen diktatorisch: "Wer mich blitzt, muss ein Putin teuer sein, was anderes kanns ja nicht sein". Schade.
  • Coffeetime 04.09.2019 08:17
    Highlight Highlight Auch Putin wird mal sterben, und das Geld wird er nicht mitnehmen können. Und als was/wer er dann in die Geschichtsbücher eingetragen sein wird, erahnen wir....
    • Flötist 04.09.2019 08:34
      Highlight Highlight Was wir erahnen ist das was uns die westliche Presse weismachen will. Schaut man ins Land sieht man dass es der Mehrheit besser geht als noch in den 90er Jahren. Unter Putin hat sich der Wohlstand massiv verbessert für die meisten und das wird ihm vom Volk angerechnet.
    • x4253 04.09.2019 08:58
      Highlight Highlight @Flötist
      Das ist inzwischen im Westen angekommen. Was allerdings nicht angekommen ist: Seit 2012 stagniert das Land und den Leuten fehlt Geld in der Tasche (immer mehr). Da werden eben die Erinnerungen an die 90er wach.
    • sa5 04.09.2019 09:31
      Highlight Highlight @x4253
      Man kann auch den Abstieg der Russen mit denjenigen der Portugiesen, Spanier und US-Amerikaner in Relation setzen. Jeder kann es so sehen, wie er es will.

      Aufwärts musst du dich stellst bemühen, aber ohne Mühe sinkest du. Das wusste schon Wilhelm Busch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • sa5 04.09.2019 08:17
    Highlight Highlight Boris Jelzin ist mehr für seinen überbordenden Alkoholkonsum, als als Reformer bekannt.

    Vladimir Putin ist kein Sympathieträger. Man kann nicht alles was schief läuft ihm
    angekreiden. Er ist nicht der einzige Mensch im riesig Land. Die Probleme mögen auch der Mentalität der Russen geschuldet sein.

    Pluspunkt: Seit Herr Putin an der Macht ist, besteht keine Gefahr mehr das ein allrussischer Freak sich an die Macht putscht. Horrorszenario à la Tom Clancy.

    Der Text ist dünn: wenig Belege und Quellen. Das macht ihn angreifbar und arbeitet den PutinTrollen in die Hände.
    • Manuce 04.09.2019 09:48
      Highlight Highlight „Seit Herr Putin an der Macht ist, besteht keine Gefahr mehr das ein allrussischer Freak sich an die Macht putscht. Horrorszenario à la Tom Clancy.“

      Sie meinen einen russ. Herrscher der Regionen anderer Länder erobert und annektiert (Georgien, Ukraine), seine Truppen zur Destabilisierung in fremde Länder schickt (Ukraine, Syrien), Wahlen in anderen Ländern manipuliert (USA), weltweit Rechtsextreme fördert (Österreich, Italien, Frankreich, USA, Deutschland) und riesige „Trollfabriken“ aufgebaut hat um weltweit aufzuhetzen und zu destabilisieren?
      Ja, zum Glück ist Putin kein solcher...
    • DemonCore 04.09.2019 10:40
      Highlight Highlight Boris Jelzin hat Russland vor einem altkommunistischen Staatsstreich bewahrt und danach die sowjetischen Strukturen mit denen einer modernen Demokratie ersetzt. Von Putin-Dronen im Westen wird gerne Jelzins angeblich zu hoher Alkoholkonsum hervorgestrichen. 3x darf man raten weshalb. Damit Gott Putin nicht an den verpassten Chancen gemessen wird.
    • Basti Spiesser 04.09.2019 10:55
      Highlight Highlight @Manuce in Georgien wurde nichts annektiert, der Krieg hat Georgien selbst begonnen.

      Syrien und die Ukraine waren bereits vor dem russischen zu tun destabilisert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tpol 04.09.2019 08:11
    Highlight Highlight Solche Artikel find ich super spannend!
  • Chrigu91 04.09.2019 08:00
    Highlight Highlight "Leonid Breschnew küsst Erich Honegger" der hiess doch Honecker nicht Honegger
    • Manuce 04.09.2019 08:35
      Highlight Highlight Er wurde offenbar Schweizer.
    • Philipp Löpfe 04.09.2019 08:45
      Highlight Highlight Leider ja. Ist korrigiert.
    • karl_e 04.09.2019 10:21
      Highlight Highlight Wie ich zu wissen glaube, stammten die Honeckers von schweizerischen Honeggers ab. Es sind einst zahllose Schweizer ins Reich ausgewandert oder dorthin verschickt worden.
  • Ich_bin_ich 04.09.2019 08:00
    Highlight Highlight In der Analyse steht selbst, dass die 90er Jahre chaotisch waren.
    Was soll man erwarten? Man hat Russland betrogen, sich über ihren alkoholisierten Präsidenten lustig gemacht und zugesehen wie im Namen von Freiheit, Kapitalismus und Demokratie Russland zugrunde geht.

    Der Westen hat das natürlich noch schön ausgenutzt. Dürfte man auch mal schreiben.
    • Dong 04.09.2019 08:26
      Highlight Highlight Meine Rede. Stattdessen wird ein ehemaliger Jelzin-Berater zitiert - dabei war das ja ganz objektiv die Bande, die Russland damals ruiniert hat! Die älteren Semester erinnern sich: Dir russische Mafia drang in den Westen, Plutonium war auf dem Schwarzmarkt erhältlich, Gefängnisse waren von der Mafia kontrolliert, die (zuvor schon tiefe) durchschnittliche Lebvenserwartung in Russland sank um fünf Jahre etc. Da würde dem Herrn Aslund etwas mehr Selbstkritik nicht schaden.
    • maylander 04.09.2019 08:32
      Highlight Highlight Der Westen hat die schwäche Russlands in den 90er schamlos ausgenutzt. Jelzin hat die Baltischen Staaten in die Unabhängigkeit entlassen. Dies war sicher Richtig. Das sie gleich in die Nato aufgenommen werden war sicher unnötig. Finnland wurde auch in ruhe gelassen ohne dass sie in der NATO sind.


      Putin hat Russland wieder stabilisiert, dies ist sein Verdienst.
      Leider hat er die Amtszeitbeschränkung ausgetrickst und glaubt selbst, dass er unersetzlich ist. Für mich ist die Bürokratie das Hauptproblem. Um irgendwas zu erreichen muss man ja korrupt sein weil es gar keinen legalen Weg gibt.
    • Dong 04.09.2019 08:33
      Highlight Highlight BTW: Das kann man auch selber googeln, wie es wirklich war: Sucht mal nach "russland bip pro kopf" und checkt mal die wichtigsten Daten (Jelzin: 1991-1999, seither Putin)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fernrohr 04.09.2019 07:55
    Highlight Highlight 800 Milliarden gewaschene Staatsgelder im Ausland parkiert? Ich dachte, diese Art Knete sei tabu dafür Banken.
    • Snowy 04.09.2019 09:46
      Highlight Highlight Für normale Banken (für Otto Normalvebraucher) schon.

      Für diejenigen z.B. in Delaware und Guernsey nicht.

      Siehe Panama Papers (welche leider noch immer nichts an diesem himmelschreienden Unrecht geändert haben).

    • Ferd Blu 04.09.2019 10:08
      Highlight Highlight Denke das ist wohl völlig übertrieben von Löpfe. 800 Milliarden? Von wo hat er die Zahlen? Sorry aber das ist wohl eine komplette Fantasie von ihm. 8 Milliarden wäre realistisch, aber 800 Milliarden?
    • Ferd Blu 04.09.2019 10:36
      Highlight Highlight Ok Löpfe spricht von allen Oligarchen zusammen und nicht nur von Putin. Dann könnte es plausibel sein, aber ich denke es ist immer noch eine Übertreibung, wenn auch nicht ganz so stark.
    Weitere Antworten anzeigen

7 Gründe, weshalb er der gefährlichste Mann der Welt ist

Der russische Präsident Wladimir Putin hat sein Land in einen korrupten Mafia-Staat verwandelt und macht es so zur grössten Gefahr für Europa.

Wladimir Putin hat nichts mit Karl Marx am Hut. «Seit dem Untergang der Sowjetunion hat es beim russischen Regime einen massiven Ideologie-Wechsel gegeben», stellt der Russland-Kenner Walter Laqueur in seinem Buch «Putinismus» fest. «Der Kommunismus wurde ersetzt durch russischen Nationalismus und die Glorifizierung des starken Staates.»

Kein Wunder also, lässt sich Putin regelmässig mit Popen der erzkonservativen orthodoxen Kirche ablichten. Zu seinen bevorzugten weltlichen Vordenkern gehören …

Artikel lesen
Link zum Artikel