Wirtschaft

Postfinance baut bis zu 500 Stellen bis 2020 ab

Postfinance baut bis zu 500 Stellen bis 2020 ab

05.06.2018, 10:1305.06.2018, 13:14
ZUR MELDUNG, DASS DIE POSTFINANCE EINE SYSTEMRELEVANTE BANK GEWORDEN IST, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES THEMENBILD ZUR VERFUEGUNG - Ein PostFinance Logo haengt am Dienstag, 24. Februar 2009, an einer Po ...
Postfinance will sparen.Bild: KEYSTONE

Die Postfinance baut bis zu 500 Vollzeitstellen bis Ende 2020 ab. Die Finanzabteilung der Post begründet den Schritt am Dienstag mit der zunehmenden Automatisierung und Digitalisierung von Prozessen. Gleichzeitig werde die Beratung von Privat- und Geschäftskunden neu ausgerichtet nicht näher genannte Geschäftstätigkeiten würden ausgelagert. Parallel dazu schaffe die Postfinance aber auch neue Stellen.

Rund zwei Drittel des Abbaus soll den Angaben zufolge über natürliche Fluktuationen aufgefangen werden. Der geplante Stellenabbau mache in verschiedenen Bereichen ein Konsultationsverfahren nötig. Die Geschäftsleitung der Postfinance werde die in diesem Zusammenhang eingereichten Vorschläge prüfen. Im August wird endgültig darüber entschieden, ob und in welchem Ausmass die heute beabsichtigten Massnahmen umgesetzt werden.

Kritik der Gewerkschaft

Die Gewerkschaft Syndicom verurteilt die Massnahmen aufs Schärfste. Die Postfinance-Geschäftsleitung habe es verpasst, die Transformation des Unternehmens hin zum «Digital Powerhouse» frühzeitig anzugehen. Die Leidtragenden seien nun die Mitarbeitenden. Zudem lasse der Verzicht auf den Retailvertrieb ein weiteres Zusammenschrumpfen von Postfinance befürchten, schreibt Syndicom in einer Stellungnahme.

Der heute angekündigte Stellenabbau erfolge zusätzlich zu den bereits im vergangenen Jahr beschlossenen Personalkürzungen, betonte Syndicom-Mediensprecher Christian Capacoel auf Anfrage von AWP. Damals habe das Unternehmen bereits den Abbau von 45 Stellen bekannt gegeben, als die Schliessung der Standorte Kriens und Münchenstein per Mitte 2018 angekündigt wurde und die Integration des Kontaktcenter St.Gallen in jenes von Netstal auf Ende Jahr.

Ebenfalls im Herbst 2017 kündigte Postfinance die Verlagerung von 120 Arbeitsplätzen an die Post-Tochter Swiss Post Solutions (SPS) an. Betroffen waren Angestellte, die für die Bearbeitung von Dokumenten und Belegen zuständig sind. (awp/sda)

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