Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Deutsche Bank macht 2015 satte 6.7 Milliarden Euro Verlust



Erst zum zweiten Mal schreibt der deutsche Branchenprimus Deutsche Bank Verluste. Diese sind aber mit 6,7 Milliarden Euro deutlich grösser als erwartet.

epa05114189 (FILE) A file photo dated 21 May 2015 showing the reflection of the Deutsche Bank logo contorted in a glass facade in Frankfurt, Germany. Deutsche Bank in an ad-hoc statement on 20 January 2016 evening announced that it is expecting a heavy loss of 6.7 billion euro in after-tax earnings for the year 2015.  EPA/FRANK RUMPENHORST *** Local Caption *** 52341841

Empfindliche Verluste für die deutsche Bank.
Bild: EPA/DPA / EPA FILE

Die Deutsche Bank ist mit der ersten Jahresbilanz des neuen Chefs John Cryan noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht als befürchtet. 2015 habe sich wegen hoher Ausgaben für Rechtsstreitigkeiten, Kosten für den laufenden Konzernumbau und Stellenstreichungen ein Verlust von rund 6,7 Milliarden Euro angehäuft, teilte die grösste deutsche Bank überraschend am Mittwochabend in Frankfurt mit.

Probleme im Privatkundengeschäft

Experten hatten zwar wegen der bereits bekannten Ankündigung von Abschreibungen im Investmentbanking und im Privatkundengeschäft, Rückstellungen für juristische Auseinandersetzungen und Abfindungen bereits mit einem dicken Minus gerechnet. Sie hatten dabei aber ein Minus von etwas mehr als fünf Milliarden Euro erwartet.

Doch zu den bereits bekannten Kosten und Aufwendungen kommen im vierten Quartal weitere 1,2 Milliarden Euro für Rückstellungen, um die Folgen früherer Geschäfte juristisch zu beenden. Zudem drücken die Probleme im Privatkundengeschäft, in dem sich das Institut im laufenden Jahr unter anderem von der Postbank trennen will, auf das Ergebnis.

Zweiter Verlust

Insgesamt belasteten die Kosten für die Neuausrichtung und Abfindungen das Ergebnis im vierten Quartal mit rund 800 Millionen Euro – zudem müssten weitere 100 Millionen Euro abgeschrieben werden, so dass sich die Sonderbelastungen im vierten Quartal auf etwas mehr als zwei Milliarden Euro belaufen.

Es ist der grösste Jahresverlust für den deutschen Branchenprimus und der zweite seit 2008. In der Finanzkrise hatte die Deutsche Bank erstmals in einem Gesamtjahr rote Zahlen geschrieben und rund 3,9 Milliarden Euro Verlust gemacht.

Für 2014 hatte die Deutsche Bank noch rund 1,7 Milliarden Euro Gewinn ausgewiesen - mehr als doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. Aktuell läuft aber die US-Konkurrenz der Deutschen Bank davon: JPMorgan, Citigroup, Morgan Stanley, Bank of America und Wells Fargo vermeldeten sämtlich Milliardengewinne für 2015.

(sda/dpa/reu)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

Beinahe hätte Musk Tesla in der Not an Apple verkauft – doch Tim Cook liess ihn abblitzen

Tesla könnte nach Angaben des Konzernchefs Elon Musk heute in der Hand von Apple sein. Der Kaufpreis hätte bei einem Zehntel des gegenwärtigen Wertes gelegen, doch Apple-Chef Tim Cook habe ein Treffen abgelehnt.

Es ist eine pikante Enthüllung: Wie Musk auf dem Kurznachrichtendienst Twitter am Dienstag bestätigte, habe er sich «in den dunkelsten Tagen der Produktion des Modell 3» an seinen Apple-Kollegen Tim Cook gewandt, um einen möglichen Verkauf der Elektroautomarke zu erörtern. Aber: «Er lehnte ein Treffen ab.» Der damalige Kaufpreis hätte bei einem Zehntel des gegenwärtigen Wertes des Unternehmens gelegen, so Musk.

Tesla kämpfte in den Jahren 2017 und 2018 bei seiner Limousine Modell 3 mit …

Artikel lesen
Link zum Artikel