Wirtschaft
Auto

VW räumt in der Teppichetage auf – Chef Müller muss wohl gehen

VW räumt in der Teppichetage auf – Chef Müller muss wohl gehen

10.04.2018, 14:5910.04.2018, 15:40
VW group CEO Matthias Mueller attends the annual media conference of the Volkswagen group in Berlin, Germany, Tuesday, March 13, 2018. (AP Photo/Markus Schreiber)
Seine Tage bei VW sind wohl gezählt: Matthias Müller.Bild: AP/AP

Volkswagen geht den Konzernumbau an und schliesst dabei Veränderungen in der Führungsstruktur nicht aus.

«Die Volkswagen Aktiengesellschaft erwägt eine Weiterentwicklung der Führungsstruktur für den Konzern, die auch mit personellen Veränderungen im Vorstand und mit Änderungen bei den Ressortzuständigkeiten im Vorstand verbunden wäre», teilte der deutsche Konzern am Dienstag mit.

Dazu könnte auch eine Veränderung beim Amt des Konzernchefs gehören. Matthias Müller habe seine grundsätzliche Bereitschaft signalisiert, an den Veränderungen mitzuwirken. Das Ergebnis der Überlegungen und der Gespräche stehe noch nicht fest.

Nach Informationen des «Handelsblatts» steht demgegenüber bereits ein Nachfolger für Müller fest: Wie die Zeitung am Dienstag unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtete, soll VW-Markenchef Herbert Diess Müller an der Konzernspitze ablösen. Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen dasselbe.

Insidern zufolge könnte die Entscheidung für Diess schon an diesem Freitag offiziell werden. Dann tage der Verwaltungsrat, der auch über den Konzernumbau beraten werde. Dabei gehe es unter anderem um die Einleitung des Börsengangs für die Lastwagen-Sparte.

Die Familien Porsche und Piech hatten Müller im September 2015 zum Konzernchef ernannt, als der damalige Konzernchef Martin Winterkorn im Zuge des Dieselbetrugs zurücktreten musste. Der Vertrag des 64-jährigen Müller läuft eigentlich noch bis 2020. (sda/reu/afp)

Warum ist Diesel tödlich?

Video: srf
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Wird Frankreich das neue Griechenland?
Hohe Staatsschulden, heftige Strassenproteste: Frankreich ist wieder einmal der «kranke Mann Europas».
Als die Eurokrise im Jahr 2013 ausser Kontrolle zu geraten schien, sprach der damalige Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, die legendären Worte: «Whatever it takes.» Damit wollte er ausdrücken, dass die EZB notfalls Staatsschulden so lange aufkaufen werde, bis sich die Finanzmärkte wieder beruhigt hätten.
Zur Story