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US-Jobmaschine stottert – nur 266'000 neue Stellen

07.05.2021, 15:2107.05.2021, 16:17
Bild: keystone

Die Lage am US-Arbeitsmarkt hat sich im April völlig überraschend eingetrübt. So entstanden nur 266'000 Jobs ausserhalb der Landwirtschaft und damit weit weniger als erwartet, wie die Regierung in Washington am Freitag mitteilte. Ökonomen hatten mit 978'000 gerechnet - nach einem Jobaufbau von revidiert 770'000 im März.

«Was war denn das? Die meisten Volkswirte hatten schon ihre Bleistifte für das Feiern eines Beschäftigungsanstieges von über einer Million gespitzt, und dann diese Enttäuschung», erklärte LBBW-Analyst Dirk Chlench. Die Finanzmärkte reagierten umgehend auf die unerwartet schlechten Daten. So stieg der Euro zum Dollar, der Goldpreis weitete seine Gewinne aus, und die Renditen zehnjähriger US-Anleihen fielen.

Durch das nun wieder verlangsamte Tempo beim Jobaufbau werde es noch länger dauern, «bis die noch grosse Beschäftigungslücke sich annähernd schliessen wird», sagte Bastian Hepperle vom Bankhaus Lampe. Ulrich Wortberg von der Helaba erklärte, im Vergleich zur Situation vor der Krise fehlten noch immer etwa acht Millionen Jobs. VP-Bank-Chefökonom Thomas Gitzel rechnet aber damit, dass es in den kommenden Monaten «zu einem umso deutlicheren Aufbau von neuen Stellen» kommt.

Gewisse Probleme

Denn die Schaffung neue Jobs sei nur aufgeschoben. Dann sei auch ein monatliches Plus von zwei Millionen möglich. US-Firmen hätten derzeit womöglich Probleme, «genügend Arbeitskräfte mit passendem Qualifikationsprofil zu finden», betonte LBBW-Banker Chlench. «Es ist auch kaum zu glauben, dass ausgerechnet bei Kurieren ein Stellenabbau stattgefunden haben soll.»

Die in einer getrennten Umfrage ermittelte Arbeitslosenquote für April betrug 6.1 Prozent nach 6.0 im März. In der Krise gingen in den USA zig Millionen Jobs verloren. Die US-Notenbank um Fed-Chef Jerome Powell will ihre lockere Geldpolitik fortsetzen, bis spürbare weitere Fortschritte auf dem Weg zu Vollbeschäftigung und Preisstabilität erreicht sind. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe war zuletzt auf den tiefsten Stand in der Corona-Krise gesunken. (aeg/sda/awp/reu)

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