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Luxus gefragt – Ferrari verdreifacht Gewinn

Luxus gefragt – Ferrari verdreifacht Gewinn

02.08.2021, 14:2002.08.2021, 14:20
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Ferrari 488 Bild: ferrari

Ferrari verdient dank der weltweit hohen Nachfrage nach Luxussportwagen prächtig. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sprang im zweiten Quartal um 210 Prozent auf 386 Millionen Euro (415 Mio Franken), wie die italienische Sportwagenschmiede am Montag mitteilte.

Analysten hatten mit etwas weniger gerechnet. Weltweit wurden im Zeitraum April bis Juni 2685 Fahrzeuge der Nobelmarke mit dem aufbäumenden Pferd ausgeliefert, fast doppelt so viele wie im pandemiebedingt schwachen Vorjahreszeitraum. Besonders hoch war der Zuwachs in Asien, wo Ferrari neue Modelle auf den Markt brachte. Auch in Europa und Amerika legten die Verkäufe zu.

Die Prognose für den Mittelzufluss im laufenden Jahr hob das Unternehmen auf rund 450 Millionen Euro an. Zuvor waren 350 Millionen in Aussicht gestellt worden. Der Ausblick für Umsatz und Gewinn blieb trotz des kräftigen Gewinnanstiegs dagegen unverändert. Das kam an der Börse nicht gut an. Die Aktie verlor an der Mailänder Börse zeitweise 2.8 Prozent an Wert.

Ferrari profitiert wie andere Hersteller von Luxusautos davon, dass besonders reiche Käufer weniger von den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie betroffen sind. Dagegen leidet das Volumensegment stärker unter der Krise. Auch bei Volkswagen bekamen die Luxusmarken Bentley, Bugatti und Lamborghini die Krise weniger zu spüren. (aeg/sda/awp/reu)

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Jacques Moretti wurde auch in der Schweiz bereits verurteilt – die Sonntagsnews
Mängel bei den Ermittlungen zur Brandkatastrophe in Crans-Montana, eine Verurteilung des Barbetreibers im 2016 und die Walliser Staatsanwaltschaft an der Kapazitätsgrenze: Das findet sich in den Sonntagszeitungen.
Akten zur Strafuntersuchung zum Brand von Crans-Montana VS haben laut der «NZZ am Sonntag» grosse Mängel bei den Ermittlungen aufgezeigt. Unter anderem seien die Smartphones der Betreiber der Bar erst acht Tage nach der Katastrophe beschlagnahmt worden, wie die Zeitung gestützt auf Ermittlungsakten schrieb. Die Staatsanwaltschaft habe die Mitglieder der Walliser Behörden zudem mit Samthandschuhen angefasst, urteilte die Zeitung. Der Sicherheitschef der Gemeinde habe zwei Tage nach dem Brand persönlich Dokumente zur Bar bei der Staatsanwaltschaft abliefern dürfen – obschon er sich in einem Interessenskonflikt befinde. Die Akten bestätigen laut der Zeitung zudem, dass die Staatsanwaltschaft offenbar die Autopsie der Opfer vergessen hatte. Die Dokumente lassen laut der «NZZ am Sonntag» weiter darauf schliessen, dass die Wohnung der Barbetreiber nicht durchsucht worden ist. Die Staatsanwaltschaft und die Anwälte der Barbetreiber nahmen demnach keine Stellung.
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