Wirtschaft
International

Rechtsstreit um Tweets: Musk und US-Börsenaufsicht einigen sich

Will vor der Konkurrenz starten: Tesla-Chef Elon Musk (Archivbild)
Im Streit zwischen Tesla-Chef Elon Musk und der US-Börsenaufsicht SEC um Tweets haben beide Seiten eine Einigung erzielt.Bild: EPA

Rechtsstreit um Tweets: Musk und US-Börsenaufsicht einigen sich

Tesla-Chef Elon Musk und die US-Börsenaufsicht SEC haben eine Einigung im Rechtsstreit über die Social-Media-Aktivitäten des Tech-Milliardärs erzielt. Der Kompromiss regelt, unter welchen Bedingungen Musk künftig twittern darf.
27.04.2019, 07:1227.04.2019, 07:12

Dies geht aus einem am Freitag (Ortszeit) beim zuständigen Gericht in New York eingereichten Antrag hervor. Richterin Alison Nathan muss dem Deal aber noch zustimmen.

Vereinbart wurde, dass Musk keine Informationen mehr eigenmächtig in schriftlicher Form verbreiten darf, die Teslas Aktienkurs beeinflussen könnten. Das betrifft etwa Einlassungen zu Finanzen, Produktionszielen, Übernahmen und Fusionen - kurz: so ziemlich alle aus Sicht von Börsianern wichtigen Themen. Jegliche Kommunikation diesbezüglich soll sich Musk vorab von einem in Wertpapierfragen erfahrenen Anwalt genehmigen lassen, hiess es.

Missachtung des Gerichts

Der Streit dreht sich um einen Vergleich aus dem Vorjahr, der Musks Twitter-Kommunikation bereits unter Auflagen gestellt hatte. Musk musste damals als Tesla-Verwaltungsratschef zurücktreten und ebenso wie das Unternehmen eine hohe Geldbusse zahlen. Gegen die Vereinbarung soll er laut der SEC aber später verstossen haben. Die Aufseher forderten deshalb eine Bestrafung Musks wegen Missachtung des Gerichts. Konkret ging es um einen Tweet vom Februar, in dem Musk laut SEC falsche Angaben zu Teslas Produktionszielen für das laufende Geschäftsjahr gemacht haben soll.

Der ursprüngliche Vergleich war zustande gekommen, nachdem Musk Anleger bei Twitter mit unausgegorenen Plänen zu einem Börsenrückzug Teslas irritiert hatte. Die SEC hatte Musk daraufhin wegen Marktmanipulation verklagt. Die Aufsicht wollte Musk zunächst den Konzernvorsitz verbieten. Dann einigte man sich auf den Kompromiss, an den sich der Tesla-Chef nach Auffassung der SEC jedoch nicht gehalten habe. (kün/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die meistverkauften Elektroautos der Welt 2018
1 / 7
Die meistverkauften Elektroautos der Welt 2018
Platz 5: Tesla Model S, 48'000.
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Der erste kommerzielle Flug der Rakete von SpaceX geglückt
Video: srf
SBB kaufen Hochgeschwindigkeitszüge nun doch – für diese Verbindungen
Die Bahn plant eine Milliardeninvestition. Vom anfänglich angedachten Leasing ist sie weggekommen.
Die SBB wollen mehr Züge ins Ausland fahren lassen. Tagsüber sollen mehr europäische Städte ohne Umsteigen angefahren werden. Die SBB wollen dies nicht auf eigene Faust umsetzen, sondern zusammen mit ausländischen Partnerbahnen. Teil des Plans ist die Beschaffung von eigenen Hochgeschwindigkeitszügen. So könnten die SBB einen wichtigen Teil in eine Zusammenarbeit einbringen.
Zur Story