DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Türkische Notenbank erwartet deutlich höhere Inflation

27.01.2022, 11:0927.01.2022, 14:19
Die Menschen in der Türkei leiden unter der entwerteten Lira.
Die Menschen in der Türkei leiden unter der entwerteten Lira.Bild: keystone

Die türkische Zentralbank erwartet angesichts der schwachen Landeswährung Lira eine höhere Inflation. Für Ende 2022 sei mit einer Rate von 23,2 Prozent zu rechnen, sagte Zentralbankchef Sahap Kavcioglu anlässlich der Vorstellung des Inflationsberichts am Donnerstag.

Bisher hatten die Währungshüter eine Rate von 11,8 Prozent prognostiziert. Allein die Lebensmittelpreise dürften Ende des laufenden Jahres um 24,2 Prozent steigen, erwartet die Notenbank. Auch hier wurde die Prognose angehoben.

Hintergrund ist vor allem die Abwertung der Lira im vergangenen Jahr, die Ende 2021 gestoppt wurde. Die Regierung will mit einer Art Einlagengarantie für Kursverluste der Lira gerade stehen.

Fachleute kritisieren, dass dieses Vorgehen nicht die Ursache behebe. Belastet wird die Landeswährung vor allem durch die Inflation von zuletzt rund 36 Prozent. Die Zentralbank reagiert bisher nicht mit einer strafferen Geldpolitik.

Vielmehr hat sie ihren Leitzins im vergangenen Jahr immer weiter gesenkt. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan ist erklärter Gegner hoher Zinsen, die er nicht nur als Wachstumsbremse, sondern auch – und entgegen ökonomischer Grundsätze – als Inflationsherd erachtet. (aeg/sda/awp/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

6 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6
«Mindestens bis 2030»: Strompreise werden noch lange hoch bleiben, sagt die Alpiq-Chefin

Die 2021 und während des Ukraine-Kriegs gestiegenen Strompreise werden nach Ansicht von Alpiq-Konzernchefin Antje Kanngiesser mindestens bis 2030 hoch bleiben. «Das ist langfristig», sagte sie im Interview mit der Westschweizer Zeitung «Le Temps».

Zur Story