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Israelisches Start-up entwickelt veganen Thunfisch aus der Dose

Israelisches Start-up entwickelt veganen Thunfisch aus der Dose

10.01.2023, 14:1810.01.2023, 14:18
Saskia Balser / watson.de
Der vegane Thunfisch wird umweltfreundlich und energiearm hergestellt.
Der vegane Thunfisch wird umweltfreundlich und energiearm hergestellt.bild: vgarden / hagit goren

Es gibt heute für nahezu alle Fleisch- und Fischprodukte eine pflanzliche Alternative. Jetzt auch für Thunfisch aus der Dose! Das israelische Foodtech-Unternehmen Vgarden hat einen veganen Thunfisch entwickelt, der das gleiche Aussehen, die gleiche Beschaffenheit und den gleichen Geschmack wie das konventionelle Produkt aus der Dose haben soll.

Damit will das Unternehmen nicht nur die wachsende Nachfrage nach nachhaltigen Fischalternativen bedienen, sondern auch eine Antwort auf das Problem der überfischten und schnell abnehmenden Thunfischpopulationen in den Weltmeeren geben.

Der vegane Thunfisch soll dem herkömmlichen sehr ähneln.
Der vegane Thunfisch soll dem herkömmlichen sehr ähneln.bild: vgarden / hagit goren

Ein Jahr lang haben die Expert:innen von Vgarden an der Rezeptur für den veganen Thunfisch gearbeitet. Die Herausforderung bestand darin, ein Produkt zu entwickeln, das bei hohen Temperaturen konserviert und sterilisiert werden kann und dennoch seinen vollen Geschmack und seine Textur behält. Das ist jetzt gelungen. Der vegane Thunfisch wird bereits in einigen Ländern sowohl im Einzelhandel als auch in der Gastronomie vertrieben.

Umweltfreundliche Herstellung des Fisch-Ersatzes

Die Zutatenliste des Fisch-Ersatzes ist kurz. Der Thunfisch basiert auf Erbsenprotein und wird umweltfreundlich und energiearm hergestellt. Das Verfahren sowie die Formel hat das Unternehmen patentieren lassen.

Tom Rothman, Leiter des weltweiten Vertriebs bei Vgarden, erklärte bei Vegconomist:

«Aquakulturen und die Überfischung dieses begehrten Fisches haben sich so verheerend auf seine Bestände ausgewirkt, dass mehrere Arten, wie der Gelbflossen- und der Blauflossenfisch, vom Aussterben bedroht sind.»

Dies stellt nicht nur ein Problem für die Ernährungssicherheit dar, sondern wirkt sich auch negativ auf das empfindliche und zerbrechliche Gleichgewicht der Meeresumwelt aus. «Unsere pflanzliche Thunfischlösung kann dazu beitragen, diese Umweltkatastrophe abzuwenden und die Thunfischpopulationen in freier Wildbahn wiederherzustellen», sagte Rothman.

Der vegane Thunfisch ist nur eines von vielen pflanzlichen Produkten von Vgarden.
Der vegane Thunfisch ist nur eines von vielen pflanzlichen Produkten von Vgarden.bild: vgarden / hagit goren

Vgarden hat in Israel bereits mehrere Fleisch- und Milchalternativen auf den Markt gebracht. Die pflanzliche Produktlinie «Mashumashu» ist deshalb in Israel so beliebt, weil sich rund 5 Prozent der gesamten Bevölkerung vegan ernährt.

Was spricht dafür?

Je mehr pflanzliche Alternativen es gibt, desto unnötiger ist es, weiterhin Fleisch und Fisch zu konsumieren und damit dem Planeten zu schaden. Insofern ist jedes neue vegane Produkt auf dem Markt ein Gewinn.

Was spricht dagegen?

Die Produkte von Vgarden sind in Israel, aber auch in Australien, Kanada, Asien und Europa beliebt. Noch gibt es den veganen Thunfisch aber in Deutschland nicht im Handel zu kaufen. Auch könnte die Dose aus einem anderen Verpackungsmaterial als Aluminium bestehen.

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Jacques Moretti wurde auch in der Schweiz bereits verurteilt – die Sonntagsnews
Mängel bei den Ermittlungen zur Brandkatastrophe in Crans-Montana, eine Verurteilung des Barbetreibers im 2016 und die Walliser Staatsanwaltschaft an der Kapazitätsgrenze: Das findet sich in den Sonntagszeitungen.
Akten zur Strafuntersuchung zum Brand von Crans-Montana VS haben laut der «NZZ am Sonntag» grosse Mängel bei den Ermittlungen aufgezeigt. Unter anderem seien die Smartphones der Betreiber der Bar erst acht Tage nach der Katastrophe beschlagnahmt worden, wie die Zeitung gestützt auf Ermittlungsakten schrieb. Die Staatsanwaltschaft habe die Mitglieder der Walliser Behörden zudem mit Samthandschuhen angefasst, urteilte die Zeitung. Der Sicherheitschef der Gemeinde habe zwei Tage nach dem Brand persönlich Dokumente zur Bar bei der Staatsanwaltschaft abliefern dürfen – obschon er sich in einem Interessenskonflikt befinde. Die Akten bestätigen laut der Zeitung zudem, dass die Staatsanwaltschaft offenbar die Autopsie der Opfer vergessen hatte. Die Dokumente lassen laut der «NZZ am Sonntag» weiter darauf schliessen, dass die Wohnung der Barbetreiber nicht durchsucht worden ist. Die Staatsanwaltschaft und die Anwälte der Barbetreiber nahmen demnach keine Stellung.
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