DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Hier wurde der Entscheid gefällt: Vertreter der japanischen Notenbank am runden Tisch.<br data-editable="remove">
Hier wurde der Entscheid gefällt: Vertreter der japanischen Notenbank am runden Tisch.
Bild: AP/Kyodo News

Japans Notenbank lockert die Geldpolitik weiter: Leitzins bleibt negativ

29.07.2016, 06:4829.07.2016, 14:34

Im Kampf gegen Wirtschaftsschwäche und Deflation öffnet die japanische Notenbank ihren Geldhahn weiter. Die Bank von Japan kündigte am Freitag nach zweitägigen Beratungen an, mehr Wertpapiere aufzukaufen.

Die Notenbank beschloss konkret, die Käufe von börsengehandelten Fonds (ETFs) zu verstärken. Die Geldbasis wird weiterhin um jährlich 80 Billionen Yen (757 Milliarden Franken) ausgeweitet.

Die Leitzinsen beliess die Zentralbank bei minus 0,1 Prozent. Damit widerstand sie dem Druck der Regierung und der Märkte, noch mehr zu unternehmen, um dem Inflationsziel von zwei Prozent näherzukommen. Eine gewisse Lockerung war erwartet worden.

Nicht erwünschte Wirkung

Die Wachstumsprognose für das noch bis 31. März 2017 laufende Fiskaljahr senkte die Zentralbank leicht auf 1,0 Prozent nach 1,2 Prozent.

Zuvor hatte die Publikation neuer Zahlen zur Teuerung gezeigt, dass die bereits ultralockere Geldpolitik weiter nicht die erwünschten Wirkungen zeigt. Die Konsumentenpreise in der drittgrössten Volkswirtschaft der Welt sanken im Juni nach offiziellen Angaben überraschend stark um 0,5 Prozent.

Der Rückgang war der stärkste seit die Währungshüter 2013 ihre Politik aggressiv änderten. Experten waren von einer Deflation von 0,4 Prozent ausgegangen.

Märkte überrascht

Höher als gedacht: Abe kündigt Konjunkturpaket an.<br data-editable="remove">
Höher als gedacht: Abe kündigt Konjunkturpaket an.
Bild: FRANCK ROBICHON/EPA/KEYSTONE

Ministerpräsident Shinzo Abe überraschte die Märkte am Mittwoch mit dem Umfang seines Paketes, das mit umgerechnet rund 260 Milliarden Franken um rund 76 Milliarden Euro grösser ausfiel als ursprünglich gedacht. Es entspricht fast sechs Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes.

Andere am Freitag veröffentlichte Konjunkturdaten ergaben ein gemischtes Bild: Während die Ausgaben der Haushalte den vierten Monat in Folge sanken, legte die Industrieproduktion überraschend stark zu. Die Arbeitslosenquote sank auf 3,1 Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit 21 Jahren. (kad/sda/reu/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

US-Verkehrsbehörde untersucht tödlichen Tesla-Unfall in New York

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hat nach einem tödlichen Unfall in New York mit einem Tesla-Fahrzeug, das möglicherweise ein Assistenzsystem für automatisiertes Fahren nutzte, Untersuchungen eingeleitet. Wie eine Sprecherin der NHTSA am Freitag (Ortszeit) erklärte, sei ein spezielles Team zur Untersuchung des Unfalls eingesetzt worden.

Auch die Polizei von New York City bestätigte die laufenden Ermittlungen zum Tod eines 52-jährigen Mannes, der am 26. Juli eine Reifenpanne an seinem …

Artikel lesen
Link zum Artikel