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Die SNB schreibt im ersten Halbjahr hohen Gewinn

ARCHIVBILD ZU DEN ZAHLEN DER SNB --- The facade of the Swiss National Bank SNB pictured at the Bundesplatz, one day prior to the semi-annual press conference of the Swiss National Bank (SNB BNS), in B ...
Die Schweizerische Nationalbank verkündete am Mittwoch einen hohen Gewinn.Bild: keystone

Die SNB schreibt im ersten Halbjahr hohen Gewinn – Ausschüttungen dennoch unwahrscheinlich

31.07.2024, 07:2131.07.2024, 08:20

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat im ersten Semester 2024 einen hohen Gewinn eingefahren. Im zweiten Quartal allein gab es aber einen kleinen Verlust.

Laut Mitteilung vom Mittwoch betrug der Gewinn für die Periode von Januar bis Juni des laufenden Jahres 56,8 Milliarden Franken. Nach einem Gewinn von 58,8 Milliarden im ersten Quartal resultierte im zweiten Jahresviertel damit ein Minus von 2,0 Milliarden Franken.

Während die Nationalbank im Semester auf ihren Fremdwährungspositionen ein Plus von 49,3 Milliarden erzielte, gab es auf dem mengenmässig unveränderten Goldbestand einen Bewertungsgewinn von 12,2 Milliarden. Auf den Frankenpositionen resultierte dagegen ein Verlust von 4,5 Mrd Franken.

Ausschüttungen weiter unwahrscheinlich

Eine Ausschüttung an Bund und Kantone ist trotz des hohen Gewinns der SNB im ersten Halbjahr aus heutiger Sicht weiter sehr unsicher. Die SNB müsste laut den Ökonomen der UBS für eine Minimalausschüttung einen 2024er-Gewinn von mindestens 65 Milliarden erzielen, für eine Maximalausschüttung müsste er gar mehr als 105 Milliarden betragen.

Die SNB betont denn auch wie üblich, dass ihr Ergebnis überwiegend von der Entwicklung der Gold-, Devisen und Kapitalmärkte abhängig ist. Starke Schwankungen seien deshalb die Regel und Rückschlüsse vom Zwischenergebnis auf das Jahresergebnis nur bedingt möglich.

Letztes Jahr beispielsweise hatte die Nationalbank im ersten Quartal ebenfalls einen hohen Gewinn eingefahren (26,9 Mrd.), musste dann aber zum Jahresabschluss einen Verlust von 3,2 Milliarden Franken ausweisen. Das Ergebnis kann wegen der hohen Abhängigkeit von den Finanzmärkten allerdings in beide Richtungen stark ausschlagen. (awp/sda)

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