Wirtschaft
Schweiz

Daniel Lampart hört als Chefökonom beim Gewerkschaftsbund auf

Daniel Lampart, Chefoekonom und Sekretariatsleiter SGB, spricht waehrend einer Medienkonferenz zu den Mindestloehnen, am Dienstag, 27. Mai 2025, in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
Setzte sich während 20 Jahren beim Gewerkschaftsbund für Arbeitnehmende ein: Daniel Lampart.Bild: keystone

Daniel Lampart hört als Chefökonom beim Gewerkschaftsbund auf

Daniel Lampart wird den Schweizerischen Gewerkschaftsbund (SGB) nach 20 Jahren Tätigkeit per Ende 2026 verlassen.
30.04.2026, 05:5630.04.2026, 05:56

«Es war eine wunderbare Zeit, in der wir einiges erreicht haben. Die Probleme bleiben aber weiterhin gross», sagte er im Interview mit «Blick». Der Chefökonom und Zentralsekretär nannte als Beispiele sich nicht ausreichend entwickelnde Löhne sowie die Abwertung der Lehre. Die Arbeit gehe weiter.

«Man sollte den Stab aber übergeben, bevor man als Sesselkleber tituliert wird.»

Lampart sei für das Präsidium des PK-Netzes nominiert, eines gewerkschaftlichen Vereins zur Unterstützung von Arbeitnehmervertretern in der beruflichen Vorsorge. In dieser Rolle wolle er die Mitbestimmung der Arbeitnehmenden bei der Wahl der Vorsorgelösung stärken und kritisierte:

«Während der Preisüberwacher bei jeder Güselsack-Gebühr überprüft, ob das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt, wird den kommerziellen Vorsorgeanbietern nicht auf die Finger geschaut.»

Bis zu seinem Abgang beim SGB wolle er weiter gegen Verschlechterungen für Arbeitnehmende kämpfen, etwa gegen die «10-Millionen-Initiative» der SVP. Diese würde aus seiner Sicht zu einem Bruch mit Europa sowie zu schlechteren Arbeitsbedingungen und negativen Folgen für Löhne und Renten führen.

Auch die Finanzierung der 13. AHV-Rente wird Lampart weiter beschäftigen. Es sei für ihn unverständlich, dass das Parlament noch keine Lösung gefunden habe. Falls keine zustande komme, müsse der Bund die Rente aus der Bundeskasse finanzieren. Den Vorschlag der Rechten, stattdessen das Rentenalter zu erhöhen, bezeichnete er als «sinnlose Zwängerei» und als nicht mehrheitsfähig. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Jans könnte Parmelin beerben – die Bürgerlichen werden nervös
Mit Parmelins Rücktritt könnte es zur Rochade im Bundesrat kommen. Besonders im Fokus steht Justizminister Beat Jans – die Aussicht auf einen SP-Wirtschaftsminister sorgt im bürgerlichen Lager bereits für Unruhe.
Nach wochenlangen Spekulationen herrscht Gewissheit: Bundespräsident Guy Parmelin tritt zurück. Der gelernte Winzer verlässt Bundesbern und kehrt ab nächstem Jahr zurück in die Waadtländer Weinberge. Kaum ist dies klar, stellt sich bereits die nächste grosse Frage: Kommt es nun zur grossen Rochade im Bundesrat? Die Blicke richten sich vor allem auf Justizminister Beat Jans.
Zur Story