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Knall auf dem Bankenplatz: Raiffeisen tritt aus der Bankiervereinigung aus

10.11.2020, 07:17

Die Schweizerische Bankiervereinigung muss einen gewichtigen Abgang hinnehmen. Raiffeisen verlässt den Branchenverband per Ende März 2021. Die drittgrösste Bankengruppe der Schweiz will ihre Interessen künftig eigenständig vertreten. Die Bankiervereinigung bedauert den Entscheid in einer Mitteilung.

Passanten vor der Bank Raiffeisen am Limmatquai in Zürich.
Passanten vor der Bank Raiffeisen am Limmatquai in Zürich.
Bild: KEYSTONE

Die Bankenbranche und die Interessen der verschiedenen Akteure auf dem Schweizer Finanzplatz hätten sich in den vergangenen Jahren stark verändert, schreibt Raiffeisen in einer Mitteilung vom Dienstag. Die Bankengruppe habe im Rahmen ihrer Gruppenstrategie deshalb ihre Rolle in der Mitgestaltung der politischen Rahmenbedingungen kritisch überprüft.

Raiffeisen äussere sich künftig eigenständig zu gesetzgeberischen und aufsichtsrechtlichen Themen, schreibt die Bankengruppe. Unabhängig von diesem Entscheid setze sich Raiffeisen weiterhin für einen starken schweizerischen Finanzplatz ein und sei an einem einvernehmlichen Verhältnis mit allen relevanten Akteuren interessiert.

SBVg bleibt offen

Die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) bedauert den Entscheid von Raiffeisen. Sie sei auch in Zukunft offen für die Mitgliedschaft von Raiffeisenbanken und deren Mitarbeitenden, betont sie in einer eigenen Mitteilung. Die SBVg werde sich weiterhin für das Gesamtinteresse des Bankenplatzes engagieren.

Bei der Bankiervereinigung wird seit längerem von Differenzen zwischen den unterschiedlichen Bankengruppen berichtet. Die inlandorientierten Banken äussern sich bereits seit einigen Jahren über die Koordination Inlandbanken (KIB) separat zu politischen Themen: Zur KIB gehören die Migros Bank, die Raiffeisen Genossenschaft, der Verband Schweizerischer Kantonalbanken und der Verband Schweizer Regionalbanken. (sda/awp)

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Köpferollen bei Raiffeisen – die Rücktritte im Überblick

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Köpferollen bei Raiffeisen – die Rücktritte im Überblick
quelle: keystone / walter bieri
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