Wirtschaft
Schweiz

Unispital Zürich veröffentlicht Stellungnahme nach Marchionnes Tod

Unispital Zürich veröffentlicht Stellungnahme nach Marchionnes Tod

26.07.2018, 17:0626.07.2018, 17:24

Nach dem Tod des Fiat-Managers Sergio Marchionne hat sich das Universitätsspital Zürich in einer Stellungnahme zu Wort gemeldet. In der Mitteilung heisst es:

«Herr Sergio Marchionne war Patient am USZ. Aufgrund einer schweren Erkrankung kam er seit mehr als einem Jahr immer wieder zur Behandlung. Obwohl sämtliche Möglichkeiten der Spitzenmedizin ausgeschöpft wurden, ist Herr Marchionne leider verstorben. Wir bedauern seinen Tod ausserordentlich und drücken der Familie unser tiefstes Beileid aus.»

Das Unispital sah sich zur Stellungnahme gezwungen, nachdem insbesondere die grösste Gratiszeitung der Schweiz wilde Spekulationen über die Todesursache und mögliche Fehlleistungen des Spitals aufstellte. 

Am Mittwoch hatte Fiat den Tod des 66-jährigen italo-kanadischen Managers bekannt gegeben. Nach einer Schulteroperation sei es zu unerwarteten Komplikationen gekommen, die sich verschlechtert hätten, hatte es in einer ersten Begründung geheissen. Medien berichteten später, Marchionne habe an einer Krebserkrankung gelitten, operiert worden sei er wegen eines Sarkoms an der Schulter.

Zur Art der Erkrankung gab das Unispital keine Details bekannt. Das Arztgeheimnis habe einen hohen Stellenwert für das USZ, hiess es in der Mitteilung. Die Orientierung über den Gesundheitszustand sei Sache der Patientinnen und Patienten oder deren Angehörigen.

Aus diesem Grund habe das USZ bis zum jetzigen Zeitpunkt keine Stellung zur Hospitalisierung und Behandlung von Sergio Marchionne genommen. Die jetzige Stellungnahme erfolgte gemäss den Angaben, um weitere Medienspekulationen zu vermeiden.

(sda/meg)

Ferrari-Präsident Marchionne ist in Zürich gestorben

Video: srf
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