Wirtschaft
Schweiz

Helvetia Baloise hat nach der Fusion bereits 1100 Angestellte entlassen

Generalsekretaerin Barbara Bolliger, links, und Verwaltungsratspraesident Thomas Schmuckli, aufgenommen an der ausserordentlichen Generalversammlung der Helvetia Versicherungen, am Freitag, 23. Mai 20 ...
Vergangenes Jahr fusionierten Baloise und Helvetia.Bild: keystone

Helvetia Baloise baut bis zu 2600 Stellen ab – 1100 Angestellte wurden bereits entlassen

15.04.2026, 07:4715.04.2026, 07:47

Der seit Dezember fusionierte Versicherungskonzern Helvetia Baloise will mit Grösse und Effizienz am Markt auftreten und hat erste Jahreszahlen auf pro Forma-Basis vorgelegt. Die neu formierte Versicherungsgruppe hat sich nun für die kommenden Jahre Geschäftsziele gesetzt und bestätigt den einschneidenden Stellenabbau.

Laut den am Mittwoch für den kombinierten Konzern vorgelegten Zahlen lag das Geschäftsvolumen der Gruppe lag 2025 bei 19,8 Milliarden Franken. Der dem Geschäft zugrundeliegende Gewinn belief sich auf 1,03 Milliarden Franken.

Daraus errechnet sich eine zugrundeliegende Rendite auf dem Eigenkapital von 15,4 Prozent, wie es weiter hiess. Den Aktionärinnen und Aktionären schlägt der neu zusammengesetzte Verwaltungsrat unter der Leitung von Thomas von Planta eine Dividende in Höhe von 7,70 Franken je Aktie vor.

Abbau von Jobs

Angaben dazu, wie der neu formierte Versicherungsriese in die Zukunft schreiten will, wird die Geschäftsleitung um CEO Fabian Rupprecht am Mittwochnachmittag an einem Investorentreffen in London detailliert darlegen. Unter anderem soll die Profitabilität klar gesteigert werden.

Bis 2028 strebt die Gruppe eine Eigenkapitalrendite im Bereich von 16 bis 18 Prozent an. Die Basis dazu sind Einsparungen aus der Fusion (Synergien) von rund 350 Millionen Franken. Bis Ende 2025 seien davon bereits 139 Millionen umgesetzt worden.

Ein Grossteil der Effizienzsteigerungen will Helvetia über den Abbau von Jobs erreichen. Es dürften wie bereits angekündigt 2000 bis 2600 Stellen von den insgesamt rund 22'000 Stellen abgebaut werden. Stand heute seien bereits über 1100 Vollzeitstellen abgebaut worden, hiess es.

Hohe Ausschüttung

Den Aktionären versprach Helvetia Baloise von Beginn der Fusionspläne weg eine klare Steigerung der Dividendenkapazität. Dabei sollen in den Jahren 2026 bis 2028 über 2,8 Milliarden Franken ausgeschüttet werden. Und 2029 soll die Dividende um mehr als 50 Prozent über dem 2025-Niveau liegen.

Helvetia und Baloise hatten Anfang Dezember 2025 zur Helvetia Baloise fusioniert. Dabei ist faktisch die kleinere Baloise in der Helvetia aufgegangen. Der Sitz der neuen Holding ist in Basel. Geleitet wird die Gruppe vom früheren Helvetia-Chef Fabian Rupprecht als CEO und dem Baloise-Präsidenten Thomas von Planta als Verwaltungsratspräsident. (awp/sda)

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