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Ist Starbucks schon wieder kalter Kaffee? Mehrere Filialen in der Schweiz schliessen

Die Kaffeekette expandierte jahrelang in der Schweiz. Nun ist das Wachstum zum Stillstand gekommen, die Zahl der Filialen geht zurück. Lokale Anbieter können in die Lücke stossen.
27.01.2022, 05:4227.01.2022, 06:32
Stefan Ehrbar / ch media
Starbucks ist in der Schweiz nicht mehr so erfolgreich wie auch schon.
Starbucks ist in der Schweiz nicht mehr so erfolgreich wie auch schon.Bild: keystone

Starbucks und die Schweiz sind eigentlich ein schönes Liebespaar. Im Jahr 2001 eröffnete die Kaffeekette aus Seattle in Zürich ihre erste Filiale in Kontinentaleuropa. In den Jahren darauf expandierte sie kräftig. Vor knapp drei Jahren zählte Starbucks hierzulande 62 Filialen. Kaum ein anderes europäisches Land kommt auf eine so hohe Dichte der Kaffeehäuser der Kette, die berühmt ist für ihre Caramel Frappuccinos, Iced White Mochas und Flat Whites.

Doch seit einigen Monaten hat Starbucks den Rückwärtsgang eingelegt. Zurzeit zählt die Kette noch 54 Filialen und damit 8 weniger als 2018. In der Stadt Zürich gibt es drei Filialen weniger als damals, in Genf zwei, in Bern eine.

Reduzierter Betrieb am Flughafen

Mit dem Beginn der Coronakrise musste Starbucks zudem die Öffnungszeiten in vielen Filialen einschränken und hat diese bis heute oft nicht wieder auf den alten Stand gebracht - ein Indiz dafür, dass weniger Kaffees verkauft werden als noch vor der Krise. Abgebaut hat Starbucks vor allem bei Filialen, die die Kette selber betreibt. Das sind 45 Stück in der Schweiz.

Neun weitere werden von einem Lizenznehmer geführt. Dazu gehören fünf Filialen am Flughafen Zürich, die der britische Food-Service-Riese Select Service Partner (SSP) betreibt. In diesen Filialen gelten teils andere Preise und Schweizer Kundenkarten werden nicht akzeptiert.

Starbucks will auch wachsen

Das Geschäft lief also auch schon besser. Welchen Einfluss hat die zunehmende Konkurrenz durch Schweizer Anbieter, die mit lokalem Handwerk und noch auserwählteren Kaffeebohnen werben?

Starbucks gibt sich wortkarg und verweist darauf, dass zwei Filialen am Zürcher Bellevue und in Zürich-Oerlikon wegen einer Renovierung der Gebäude geschlossen worden seien. Ob diese danach wieder eröffnet werden, kann die Pressestelle allerdings nicht sagen. Starbucks überprüfe regelmässig das Portfolio, «um sicherzustellen, dass sich unsere Läden an Orten befinden, die für unsere Kunden relevant sind, und um gleichzeitig ein gesundes Geschäftswachstum zu gewährleisten». Starbucks evaluiere auch stetig neue Standorte.

Wann kommt Costa?

Trotzdem: Im Expansionsmodus sind andere. So betreibt etwa die Zürcher Kette Vicafe mittlerweile 12 Filialen in Zürich, Basel und Eglisau ZH. Der Aufstieg ging schnell vonstatten: Erst 2014 wurde die erste Niederlassung eröffnet. Zu einer heimlichen Macht hat sich auch die Kioskbetreiberin Valora mit ihrem Ableger Caffè Spettacolo entwickelt, von dem derzeit 30 Filialen im ganzen Land in Betrieb sind. Mit etwa 70 Verkaufsstellen von McCafé, die in die Filialen integriert sind, ist auch der Fastfood-Riese Mc Donald's eine nicht zu unterschätzende Grösse im Kaffeemarkt.

Auch die Westschweizer Anbieterin Boréal wagte den Schritt über den Röstigraben und betreibt nun neben drei Filialen in Genf zwei in Zürich. Letztes Jahr hat zudem Coca-Cola die Kaffeemarke Costa Coffee in der Schweiz lanciert. Bisher blieb es bei Produkten für den Handel und Kaffee-Ecken für Firmen, im Gespräch mit CH Media kündigten die Zuständigen aber auch bis zu 15 eigene Kaffeehäuser an. (saw/ch media)

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149 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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whatsthemaeder
27.01.2022 06:31registriert Januar 2017
naja, das ist jetzt auch kein grosser verlust.
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Scaros_2
27.01.2022 06:27registriert Juni 2015
Naja wir hatten ne Pandemie die letzten Jahren und da geht man halt weniger raus und auch weniger zu starbuckss.
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arcane
27.01.2022 07:25registriert September 2021
Wurde eigentlich alles schon gesagt.. Warum Costa da jetzt auch noch kommen soll.. Ketten haben wir doch langsam genug..
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