Wirtschaft
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Nationalrat will Mehrwertsteuersatz für Tampons und Binden senken



Tampons und Binden in einem Badezimmer, fotografiert am Donnerstag, 21. Februar 2019, in Zug. Der Bundesrat will den Mehrwertsteuersatz fuer Damenhygieneartikel senken. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Bild: KEYSTONE

Tampons, Binden und Slip-Einlagen sollen billiger werden. Der Nationalrat will den Mehrwertsteuersatz für Damenhygieneartikel senken. Stillschweigend nahm er am Freitag eine Motion des Neuenburger SP-Nationalrats Jacques-André Maire an. Diese geht nun an den Ständerat.

Der Bundesrat hatte die Annahme beantragt. Maire argumentiert in seinem Vorstoss, die aktuell geltenden Mehrwertsteuersätze benachteiligten Frauen. Es sei Zeit, die befremdlichen Regeln zu ändern. Stimmt auch der Ständerat zu, werden Tampons, Binden und Slip-Einlagen als lebensnotwendige Güter definiert und zum reduzierten Mehrwertsteuersatz von 2.5 Prozent besteuert.

Heute wird auf diesen Artikeln der volle Mehrwertsteuersatz von 7.7 Prozent erhoben. Für Produkte wie Schnittblumen oder Streumittel für Tiere gilt dagegen der reduzierte Mehrwertsteuersatz von 2.5 Prozent.

Maire wies in der schriftlichen Begründung des Vorstosses auch auf die Regeln in anderen Ländern hin. Etliche Staaten hätten Tampons und Binden ganz von der Mehrwertsteuer befreit. Die EU habe ihre Vorschriften gelockert, damit die Mitgliedstaaten für solche Produkte einen reduzierten Mehrwertsteuersatz einführen oder sie ganz von der Mehrwertsteuer befreien können.

Auf die Mehrwertsteuer-Einnahmen hätte die Änderung nur eine geringe Auswirkung, schrieb Maire weiter. Die Gesamteinnahmen in Höhe von 22 Milliarden Franken würden einer Schätzung zufolge um 10 bis 15 Millionen Franken verringert, also um 0.5 Promille. (aeg/sda)

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13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • PatsNation 22.03.2019 13:06
    Highlight Highlight Nicht kürzen - abschaffen...
  • LeChef 22.03.2019 13:04
    Highlight Highlight Hätten wir endlich einen Einheitssatz, wären diese lächerlichen Diskussionen über ständig neue Ausnahmen hinfällig.
  • Peter R. 22.03.2019 12:38
    Highlight Highlight Wie lange haben die Räte wollen darüber diskutiert? Lächerlich.
  • E7#9 22.03.2019 12:09
    Highlight Highlight Ok, macht Sinn... Aber wie siehts aus mit der Rasur? Das geht mit der Zeit auch ganz schön ins Geld (und das nicht nur wenige Tage pro Monat). Ist die männliche Körperpflege im Gegensatz zur weiblichen ein Luxus, der nach wie vor mit vollem MWSt-Satz belastet wird? Oder ist eine Benachteiligung des Mannes einfach nicht ganz so tragisch?
    • Juliet Bravo 22.03.2019 12:37
      Highlight Highlight Betiff beide gleiichermassen. Beine rasieren bei Frauen?
    • Bro J from da Nazareth 22.03.2019 12:57
      Highlight Highlight Du vergleichst echt Körperflege mit der Menstruation?

      Was läuft bei Dir falsch?
    • neoneo 22.03.2019 13:01
      Highlight Highlight Kondome?
    Weitere Antworten anzeigen

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