DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Nationalrat will Mehrwertsteuersatz für Tampons und Binden senken

22.03.2019, 11:34
Bild: KEYSTONE

Tampons, Binden und Slip-Einlagen sollen billiger werden. Der Nationalrat will den Mehrwertsteuersatz für Damenhygieneartikel senken. Stillschweigend nahm er am Freitag eine Motion des Neuenburger SP-Nationalrats Jacques-André Maire an. Diese geht nun an den Ständerat.

Der Bundesrat hatte die Annahme beantragt. Maire argumentiert in seinem Vorstoss, die aktuell geltenden Mehrwertsteuersätze benachteiligten Frauen. Es sei Zeit, die befremdlichen Regeln zu ändern. Stimmt auch der Ständerat zu, werden Tampons, Binden und Slip-Einlagen als lebensnotwendige Güter definiert und zum reduzierten Mehrwertsteuersatz von 2.5 Prozent besteuert.

Heute wird auf diesen Artikeln der volle Mehrwertsteuersatz von 7.7 Prozent erhoben. Für Produkte wie Schnittblumen oder Streumittel für Tiere gilt dagegen der reduzierte Mehrwertsteuersatz von 2.5 Prozent.

Maire wies in der schriftlichen Begründung des Vorstosses auch auf die Regeln in anderen Ländern hin. Etliche Staaten hätten Tampons und Binden ganz von der Mehrwertsteuer befreit. Die EU habe ihre Vorschriften gelockert, damit die Mitgliedstaaten für solche Produkte einen reduzierten Mehrwertsteuersatz einführen oder sie ganz von der Mehrwertsteuer befreien können.

Auf die Mehrwertsteuer-Einnahmen hätte die Änderung nur eine geringe Auswirkung, schrieb Maire weiter. Die Gesamteinnahmen in Höhe von 22 Milliarden Franken würden einer Schätzung zufolge um 10 bis 15 Millionen Franken verringert, also um 0.5 Promille. (aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Augenblicke – Bilder aus aller Welt

1 / 66
Augenblicke – Bilder aus aller Welt
quelle: epa / zoo berlin handout
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Menstruationsprodukte verursachen riesige Abfallberge

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Offen gesagt

«Lieber Herr Maurer, wer nicht hören will, muss impfen …»

Der Bundesrat weitet die Zertifikatspflicht auf weite Teile des öffentlichen Lebens aus und führt damit die Impfpflicht durch die Hintertür ein. Das ist nötigend und bedauerlich. Aber ohne Alternative.

Lieber Herr Maurer

Nun ist es entgegen Ihrer Skepsis doch soweit. Die Covid-Zertifikatspflicht wird landesweit massiv ausgeweitet, um die Impfquote raufzubringen.

Da am 1. Oktober Schluss ist mit Gratis-Tests, wird ab dann vom gesellschaftlichen Leben weitgehend ausgeschlossen, wer nicht entweder reich, geimpft oder genesen ist.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Diese – nennen wir sie – Impfnötigung kommt auch wegen Äusserungen, wie Sie sie gemacht haben. Sie seien zäh, sagten …

Artikel lesen
Link zum Artikel