Wirtschaft
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Hydrosalat: Der Salat der Zukunft kommt aus einem Gewächshaus in Oftringen AG



Erster Eichblatt Gruen Salat aus dem Hydrogewaechshaus in Oftringen am Donnerstag, 28. April 2016. In einem grossen Gewaechshaus in Oftringen AG wird kommende Woche erstmals so genannter Hydrosalat geerntet. Dieser Salat waechst nicht in der Erde, sondern in Wasser mit Naehrloesung. Der Hydrosalat gelangt mitsamt Wurzelballen in den Handel. Die Produktionsanlage gilt als nachhaltig. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Bild: KEYSTONE

In einem grossen Gewächshaus in Oftringen AG wird kommende Woche erstmals so genannter Hydrosalat geerntet. Dieser Salat wächst nicht in der Erde, sondern in Wasser mit Nährlösung. Der Hydrosalat gelangt mitsamt Wurzelballen in den Handel.

Der Salat soll in den Supermärkten der Migros-Genossenschaften Aare, Luzern und Zürich verkauft werden, wie der Grossverteiler Migros am Donnerstag mitteilte. Der Hydrosalat werde speziell gekennzeichnet. Der so genannte «Triosalat» bestehe aus drei Salatsorten, nämlich aus Lollo rot, Lollo grün und Eichblatt grün.

Betreiber des neu erbauten Gewächshauses ist die Trachsel AG in Pfaffnau LU, die mit Gemüse und Früchten im grossen Stil handelt. Geschäftsführer Patrick Forster sieht im Hydroanbau von Gemüse wegen der schwindenden Landreserven eine grosse Zukunft. Er plant, pro Jahr rund 2.6 Millionen Hydrosalate zu produzieren.

Triosalat wird gesetzt im Hydrogewaechshaus in Oftringen am Donnerstag, 28. April 2016. In einem grossen Gewaechshaus in Oftringen AG wird kommende Woche erstmals so genannter Hydrosalat geerntet. Dieser Salat waechst nicht in der Erde, sondern in Wasser mit Naehrloesung. Der Hydrosalat gelangt mitsamt Wurzelballen in den Handel. Die Produktionsanlage gilt als nachhaltig. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

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Die Migros spricht in einer Medienmitteilung von einer nachhaltigen Produktion. Es werde für die gleiche Menge Salat acht Mal weniger Fläche, rund 70 Prozent weniger Wasser und gut 60 Prozent weniger Dünger als beim herkömmlichen Salatanbau benötigt.

Abwärme aus der Kehrichtverbrennungsanlage

Das Hydrosalat-Gewächshaus in Oftringen wird CO2-neutral geheizt, da es die Abwärme der benachbarten Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) nutzt.

Erster Salat aus dem Hydrogewaechshaus in Oftringen am Donnerstag, 28. April 2016. In einem grossen Gewaechshaus in Oftringen AG wird kommende Woche erstmals so genannter Hydrosalat geerntet. Dieser Salat waechst nicht in der Erde, sondern in Wasser mit Naehrloesung. Der Hydrosalat gelangt mitsamt Wurzelballen in den Handel. Die Produktionsanlage gilt als nachhaltig. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Bild: KEYSTONE

Die Schweizer Klimaschutzstiftung «myclimate» kommt in einer von den Promotoren in Auftrag gegebenen Studie zum Schluss, dass in Oftringen der Hydrosalat auf einer relativ kleinen Fläche ressourcenschonend produziert werde. Umwelt und Klima würden daher weniger belastet.

Gemäss Rolf Bernhard, Leiter Labels und Agrarbeziehungen bei der Migros Aare, wird es möglich es ein, die Wertschöpfung der Salatproduktion ganzjährig in der Region Aargau zu behalten und den Salatimport im Winter zu reduzieren. (sda)

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