Wirtschaft
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Wenn Reichtum zur Dekadenz wird: Superparty im Film «The Great Gatsby».

Wann kommt es zum Aufstand gegen den neuen Geldadel?

Ungleichheit ist für Ökonomen das Gleiche wie die Klimaerwärmung für die Ökologen: Eine Gefahr für die Menschheit. Wie lange werden sich Mittelstand und Arbeiter das noch bieten lassen?



Anfang Januar treffen sich die amerikanischen Ökonomen jeweils zu ihrem jährlichen Kongress. Heuer findet er in San Francisco statt und steht ganz im Zeichen eines einzigen Themas: der Ungleichheit. Besonders ein Paper sorgt dabei für Diskussionsstoff. Es stammt von Nicholas A. Bloom, Ökonomieprofessor an der Stanford University. Er hat Daten über die Vermögensverteilung in den USA der letzten 35 Jahre ausgewertet.

Bill Gates & Co. sind nur die Spitze des Eisbergs

Das Resultat ist unmissverständlich: Rund 250'000 Amerikanerinnen und Amerikaner – ein Viertelprozent der erwerbstätigen Bevölkerung – besitzen einen immer grösseren Anteil des gesamten Vermögens. Bekannte Namen wie Mark Zuckerberg, Bill Gates und Warren Buffett sind dabei nur die Spitze des Eisberges. «Es ist eine grössere Gruppe, und sie laufen allen anderen davon», sagt Bloom.

«Wir haben zwei unterschiedliche Steuersysteme, eines für Normalverdiener und eines für diejenigen, die sich die ausgeklügelten Dienste der Steuerexperten leisten können.»

Victor Fleischer,  Universität von San Diego

Das Resultat ist jedoch nicht erstaunlich. Schon vor rund zwei Jahren hat der französische Ökonom Thomas Piketty diese These in seinem überraschenden Bestseller «Das Kapital des 21. Jahrhunderts» aufgestellt. Doch Piketty wurde danach sofort in die Ecke der Altlinken und Neo-Marxisten gestellt und danach ignoriert. Nicholas Bloom jedoch lehrt nicht nur an einer der renommiertesten Universitäten der USA, der gebürtige Brite ist auch ein bekennender Anhänger der konservativen Partei.

French economist and academic Thomas Piketty, poses in his book-lined office at the French School for Advanced Studies in the Social Sciences (EHESS), in Paris May 12, 2014. The 43-year-old Piketty's book

Hat die Ungleichheit aufs Tapet gebracht: Thomas Piketty.
Bild: CHARLES PLATIAU/REUTERS

Bloom stellt klar, dass die explodierende Ungleichheit kein Privileg der Amerikaner ist. In allen entwickelten Ländern, auch in Grossbritannien, Deutschland und selbst Schweden lässt sich diese Entwicklung feststellen. «Es ist ein wahrhaft globales Phänomen geworden», stellt Bloom in der «New York Times» fest. «Ich kenne keinen seriösen Ökonomen, der bestreiten würde, dass die Ungleichheit zugenommen hat. Die Debatte dreht sich nur noch um das Ausmass.»

Die Schweiz – das sei nur kurz erwähnt – hat gemäss einer Studie der Credit Suisse die höchste Anzahl von Superreichen pro Einwohner.

Thomas Piketty ist salonfähig geworden

Wie weit Pikettys These zum allgemein akzeptierten Mainstream geworden ist, zeigt auch die jüngste Ausgabe von Foreign Affairs. Das wohl renommierteste Politmagazin der Gegenwart stellt das Thema Ungleichheit in den Mittelpunkt. Gleich zu Beginn hält der Politologe Ronald Inglehart auch fest: «Pikettys Buch ist in einigen Details korrigiert worden, aber seine These, wonach die wirtschaftliche Ungleichheit in den meisten entwickelten Ländern rasch zunimmt, trifft offensichtlich zu.»

«Ich kenne keinen seriösen Ökonomen, der bestreiten würde, dass die Ungleichheit zugenommen hat. Die Debatte dreht sich nur noch um das Ausmass.»

Nicolas a. Bloom, Stanford University

Zur Erinnerung: Für Thomas Piketty war die extreme Vermögenskonzentration in der Belle Epoque ein zentraler Grund für den Ersten Weltkrieg. Zu einer Wiederholung der Geschichte wird es jedoch nicht kommen. Der klassische Klassenkampf gehört der Vergangenheit an. «Der Kampf findet nicht mehr zwischen Arbeiterklasse und Mittelstand statt», schreibt Inglehart, «sondern zwischen einer winzigen Elite und der grossen Mehrheit aller Bürger.»

Klassenkampf war gestern

Die politischen Fronten haben sich deshalb verschoben. Es trifft nicht mehr zu, dass Arbeiter links und Mittelständler tendenziell rechts wählen. Vielmehr entscheidet sich der progressive Mittelstand heute für rot-grün, während sich die Arbeiter den rechtskonservativen Parteien zuwenden, in der Schweiz etwa der SVP. Nochmals Inglehart: «Die Wählerschaft ist nicht mehr nach Klassen polarisiert, sondern nach Werten.»

Die schmale Elite der Superreichen wird auch politisch immer einflussreicher. Der Geldadel muss immer weniger an den Fiskus abliefern. Ein Heer von Anwälten und Steuerexperten sorgt dafür, dass die Superreichen jedes noch so winzige Schlupfloch zu ihren Gunsten ausnützen können. Das hat Folgen. So hat die New York Times kürzlich gemeldet, dass der Anteil am gesamten Steueraufkommen der reichsten Amerikaner schrumpft: Von einst 20,9 Prozent auf 17,6 Prozent im Jahr 2012, aus dem die letzten Zahlen stammen.

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Tom Cruse als Steueranwalt im Film «The Firm». 

Der Geldadel kauft sich die Politik

«Wir haben zwei unterschiedliche Steuersysteme, eines für Normalverdiener und eines für diejenigen, die sich die ausgeklügelten Dienste der Steuerexperten leisten können», erklärt daher Victor Fleischer, Rechtsprofessor an der Universität von San Diego. «Entgegen dem Prinzip der progressiven Besteuerung sinkt an der kleinen Spitze der Einkommensverhältnisse die effektive Steuerbelastung.»

Diese Entwicklung findet wohlgemerkt unter einem demokratischen Präsidenten statt. Barack Obama ist es zwar gelungen, ein paar Auswüchse seines Vorgängers wieder auszubügeln, den Trend stoppen oder gar umkehren konnte er jedoch nicht. Sollte im kommenden Januar ein Republikaner ins Weisse Haus einziehen, dann werden die bereits absurden Verhältnisse geradezu grotesk. Alle Präsidentschaftsanwärter der GOP wollen die Steuern für die Reichen nochmals massiv senken. Am weitesten lehnt sich dabei Ted Cruz aus dem Fenster: Er plädiert für eine Flat Tax von zehn Prozent für alle.

«Rund um den Globus spricht sich eine Mehrheit für den Abbau der Ungleichheit aus. Nur Gesellschaften, die sich den veränderten Bedingungen anpassen, überleben.»

Ronald Inglehart, «Foreign Affairs»

Das neue Bündnis: Mittelstand und Arbeiter gegen den Geldadel

Allerdings besteht die Gefahr, dass die Superreichen ihr Blatt überreizen. Es mehren sich die Anzeichen eines Widerstands gegen die Steuerprivilegien des neuen Geldadels. Die Menschen sind heute viel besser ausgebildet, besser informiert und nicht länger gewillt, diese Zustände zu billigen. Wenn sich Mittelstand und Arbeiterklasse nicht mehr gegenseitig bekämpfen, sondern sich gegen den neuen Geldadel verbünden, dann wird es für diesen eng werden.

Ist ein solches Bündnis denkbar? «Langfristig wahrscheinlich schon», sagt Ronald Inglehart. «Rund um den Globus spricht sich eine Mehrheit für den Abbau der Ungleichheit aus. Nur Gesellschaften, die sich den veränderten Bedingungen anpassen, überleben. Trotz der gegenwärtigen Lähmung haben die Demokratien immer noch die Kraft, dies zu tun.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • TruchaConCebolla 07.01.2016 08:22
    Highlight Highlight Eines der Hauptprobleme ist die Kurzsichtigkeit bei einem Grossteil der Wähler. Es gibt wohl kaum durchschnittlich verdienende, welche Ungleichheit gut finden. Wenn es jedoch konkret um Lösungen (wie z.B. die Abschaffung der Pauschalbesteuerung) geht, sind schnelle Lösungen oder Angstmache der Reichen/Rechten das überzeugendere Argument .
    • nigital_Fatives 07.01.2016 18:46
      Highlight Highlight Das Hauptproblem ist, dass so ein Artikel gerade mal vier Kommentare hat und diverse Artikel über irgendwelche B-Promis bis zu Hundert...
    • nigital_Fatives 07.01.2016 19:02
      Highlight Highlight Oh, hat mir da ne ganz falsche Zahl angezeigt.. nimm es zurück, wurde ja fleissig diskutiert, zum Glück :) Aber bin trotzdem der Meinung, dass solche Themen viel zu wenig in den Medien thematisiert werden. Was man nicht weiss, macht einen nicht heiss...
  • Schneider Alex 07.01.2016 06:46
    Highlight Highlight Während sich die HNWI Vermögensverwalter leisten können und bei Aktienbewegungen jeder Art meist mitverdienen, verpassen die Verdiener im Mittelfeld oder darunter meist die günstigsten Kauf- und Verkaufstermine und sind à la longue Verlierer an der Börse. Der schöne Spruch „Geld verschwindet nicht, es wechselt nur den Besitzer“ gilt insbesondere für die modernen Finanzmärkte; sie verteilen es vor allem um; in der Regel auf die dem Kapitalismus so nachhaltig eigene Weise: von unten nach oben. Zahl und Vermögen der HNWI wachsen, der Mittelstand verliert.
  • Schneider Alex 07.01.2016 06:45
    Highlight Highlight Umverteilung via Börse: von unten nach oben!

    9% der reichsten Steuerpflichtigen in der Schweiz verfügten 2003 über 70% des Reinvermögens (Aktiven minus Passiven, vor Sozialabzügen); 0.1% sogar über rund 20% des Reinvermögens. In der Schweiz gab es 2010 243'000 High Networth Individuals (HNWI), eine Spezies, die pro Kopf über ein liquides Vermögen von mehr als 1 Million US-Dollars verfügt (Totales Vermögen abzüglich Betriebs-, Immobilien- und sonstiges festangelegtes Vermögen).

  • Mortimer 07.01.2016 00:47
    Highlight Highlight Herr Gott nochmal.... Wo hab ich bloss diese Studie der ETH ZH hin getan?!? Die vor ein paar Jahren nur ganz kurz in einem kleinen Artikel behandelt wurde. In dieser Studie zeigte die ETH auf, dass die die gesamte Wirtschaft weltweit von 120 Finanz-Clans kontrolliert wird. Ich dachte damals, dass kann nicht sein, dass MUSS eine Verschwörungstheorie sein. Das würden wir uns ja nie gefallen lassen. ...Ich finde sie echt nicht mehr. Schade. Vieleicht kann jmd von euch weiter helfen? Dankeschön
    • bromberus 07.01.2016 06:22
      Highlight Highlight Meinst du vielleicht: Vitali et al. (2011) "The network of global corporate control"?
    • Philipp Löpfe 07.01.2016 09:24
      Highlight Highlight Dei meint er wahrscheinlich. Es sind übrigens 143 Unternehmen in der ETH-Studie.
    • Bernhard Kobel 07.01.2016 12:00
      Highlight Highlight Und hier noch der passende TED-Talk: https://www.ted.com/talks/james_b_glattfelder_who_controls_the_world
    Weitere Antworten anzeigen
  • RatioRegat 07.01.2016 00:13
    Highlight Highlight Danke für diesen sehr lesenswerten Artikel, Herr Löpfe.

    Die neuste Ausgabe der Foreign Affairs kann ich im übrigen sehr Empfehlen.
  • Jol Bear 06.01.2016 19:17
    Highlight Highlight Die Feststellung der zunehmenden Vermögensungleichheit ist das eine. Interessant wären nun Ursachen und Vorschläge zu diskutieren. Eine der oft verschwiegenen Mitverursacher ist die masslose Flutung der Märkte mit Geld durch die politisch vereinnahmten Zentralbanken. Da das "aus dem Nichts produzierte Geld" nicht im Wirtschaftskreislauf landet sondern in den Finanzmärkten, werden bisherige Aktionäre und Firmeneigentümer ohne Leistung zu erbringen, reicher und reicher. Jene ohne Wertpapiere treten an Ort.
    • Kookaburra 06.01.2016 21:09
      Highlight Highlight Und die Geldschöpfung der anderen Banken ist noch viel schlimmer... (Sicher kennt ihr die Geschichte vom Goldschmid Fabian. Sonst gucken auf Youtube:)
      Und, dass die Zentralbanken (wie etwa die Fed) Privat(!) sind.
      Ich bin schon auch für Gewaltentrennung, aber Gewisse Dinge sollte das Volk (der Staat) einfach nicht aus der Hand geben!
      Ausserdem hat sich die Geldmenge seit der Krise08 um glaub etwa das Zwanzigfache aufgebläht. (Um den Wahnsinn weiter zu treiben und den Chlapf zu verzögern.)
  • Bernhard Kobel 06.01.2016 16:27
    Highlight Highlight Ein erster Schritt wäre, nicht mehr SVP zu wählen, denn die beschäftigt die Stimmbürger mit Empörungsthemen, während Hintergrund die Umverteilung organisiert wird.
    • phreko 06.01.2016 17:35
      Highlight Highlight @Beat, ja wenn die "Grossen" endlich mitbezahlen müssten, dann müsstest du kaum mehr bezahlen. Aber wahrscheinlich werden deine Vertreter eher der Unternehmenssteuerreform zustimmen und dich indirekt mehr bezahlen lassen...nicht?
    • Jol Bear 06.01.2016 20:23
      Highlight Highlight Ach, die böse böse SVP, das ewige Hindernis zum Paradies. Ohne sie würde sich die Vermögensverteilung, auch in den USA, schlagartig verändern. Und in der Schweiz würde die Umverteilung zu Gunsten der Bauern auch aufhören. Und der problematische globale Klimawandel wäre ohne die knapp 30% Schweizer SVP-Wähler auch gleich Schnee von gestern.
    • Kookaburra 06.01.2016 21:20
      Highlight Highlight Die SVP ist, meiner Meinung nach, diesbezüglich gar nicht mehr viel schlimmer, wie die SP.
      Und auch die CVP ist nicht wirklich besser - und die FDP ist eine Katastrophe, für den Normalbürger. Alle Parteien triefen doch unterdessen vor Geldadel.

      Und auch wenn ich in vielen Sachen nicht mit ihm einverstanden bin, so hat doch einer mal dazu das Maul im Parlament aufgemacht.
      Play Icon
  • Adrian Schwarz (1) 06.01.2016 15:26
    Highlight Highlight Mit Zuckerberg, Bezos, Gates, Page und Brin befinden sich allerdings auch gleich 5 Milliardäre unter den 20 reichsten der Welt, die ihr Vermögen in extrem kurzer Zeit aufgebaut haben und das als Pioniere im Zuge der digitalen Revolution. Weshalb ich denke,dass in Zukunft sehr viel davon abhängen wird, wie sich der Arbeitsmarkt entwickelt, welche Interessen Kinder,Schüler und Studenten hegen, wie Lehrpläne aufgebaut sind und was generell für Möglichkeiten geboten werden, neue Märkte und Technologien zu erschließen, in denen Arbeitnehmer zu Vermögen kommen. Das hängt alles zusammen.
    • Adrian Schwarz (1) 06.01.2016 21:57
      Highlight Highlight Nein, da stimme ich dir zu. Aber diese 5 (und ein paar andere wie Steve Jobs und auch Elon Musk) stehen stellvertretend für Fortschritt und Entwicklung bzw. das Streben danach, sich selbst zu verwirklichen. Damit will ich sagen: Sicher gibt es viel Reichtum, der unbegründet und auch unmoralisch entstanden ist. Aber ebenso gibt es Armut, die ihre Ursache in Trägheit, Desinteresse und Gleichgültigkeit hat. Ich bin überzeugt davon, dass es nach wie vor möglich ist, ein komfortables Leben zu führen, dazu braucht es aber Mut, Neugier und Ausdauer.
  • Ref 06.01.2016 14:03
    Highlight Highlight Seit wann sind Rund 250'000 Amerikanerinnen und Amerikaner – ein Viertelprozent der Bevölkerung? Somit wäre die Einwohnerzahl der U. S. A. um ca. einen Drittel geschrumpft.
    Hoffe es ist ein Fehler der Redaktion, denn sonst kann ich ein Paper eines Stanfordprofessors nicht ernst nehmen, wenn er schon bei der leichtesten Rechenaufgabe scheitert.
    P. S. Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.
    • Laurent 06.01.2016 14:19
      Highlight Highlight natürlich ist die erwerbstätige bevölkerung gemeint. ist angepasst, merci.
    • Philipp Löpfe 06.01.2016 14:46
      Highlight Highlight Danke an Ref. Er hat aufgepasst und haarscharf erkannt, dass auch Genies nicht gegen Flüchtigkeitsfehler gefeit sind...
    • Ref 25.11.2016 15:00
      Highlight Highlight Danke für die Korrektur.
      Soll ja auch kein Schundblatt sein😜
      Und ein bisschen Spitzzüngigkeit soll man mir nachsehen!
  • ChiefJustice 06.01.2016 14:01
    Highlight Highlight Wenn doch nur die Arbeiterklasse endlich verstehen würde, dass der Geldadel nicht ihre Interessen vertritt..
    Dazu ist aber faktenbasierende Aufklärung und Bildung nötig, was leider nicht so sexy ist wie Bildchen, Emotionen und Angst.

    Hansjörg Wyss sollte mal ein paar hundert Millionen locker machen, Medienhäuser kaufen und den Bildungsfernen die Fakten beibringen. Halt mit Bildli und Emotionen. Ist dann aber rechtsstaatlich auch wieder heikel. Hach...
    • HansDampf_CH 06.01.2016 15:00
      Highlight Highlight Der Zweck heiligt die Mittel...
    • Matthiah Süppi 06.01.2016 18:45
      Highlight Highlight Darum wird bei der Bildung gespart um die SVP Wählerschaft zu vergrössern.
  • Chili5000 06.01.2016 13:26
    Highlight Highlight Ich weiss nicht wieso alle den Reichen den schwarzen Peter zuschieben wollen. Wir sind ja unseres Glücks eigener Schmied! Hätte ich eine Uni besucht hätte ich grössere Chancen gehabt. Ausserdem ist es ein leichtes aus einem Vermögen mehr zu machen. Das die Reichen immer reicher werden ist logisch in meinen Augen. Die steuern sollten sowieso eine Obergrenze haben!
    • Philipp Löpfe 06.01.2016 14:49
      Highlight Highlight Das mit der Uni stimmt leider schon lange nicht mehr. Es gibt sehr viele arbeitslose Akademiker - und mit dem Verdienst ist es auch nicht mehr so toll. Wenn du es genau wissen willst - hier ein Tipp: Robert Reich "Saving Capitalism".
    • HansDampf_CH 06.01.2016 15:02
      Highlight Highlight Das ist die fehlende Aufklärung das verständnis für echten Reichtung.

      Richtig Reich wird man heute nicht mehr mit echter Arbeit...

      Play Icon

    • Dan Ka 06.01.2016 19:51
      Highlight Highlight @Hansdampf: Top Film, danke für den Beitrag!
  • Hayek1902 06.01.2016 13:20
    Highlight Highlight was ist das problem bei einer flattax mit steuerfreibetrag? sie ist progressiv, unbürokratisch und extrem transparent. würde zudem eine ganze unnötige industrie + einen riesigen staatlichen behördenaperat überflüssig machen und somit milliarden freisetzen.
    • ChiefJustice 06.01.2016 13:55
      Highlight Highlight Sie bekämpft eben genau die Ungleichheit nicht. Progressiv ist sie höchstens indirekt, der Grenzsteuersatz ist nach dem Freibetrag linear.
      Vermögenserträge und Vermögen, die nicht durch einen realen Arbeitsgegenwert "verdient" wurden und sich in astronomischen Höhen befinden, sollen progressiv besteuert werden. Dazu muss sich eine aufgeklärte Gesellschaft bekennen. Punkt.
    • Hayek1902 06.01.2016 16:05
      Highlight Highlight natürlich ist die indirekt progressiv, aber das ist ja der sinn. wieso sind linke so vernarrt in ein bürokratisches, ineffizientes system mit grenzsteuersätzen? wenn ihr mehr ausgleich wollt, dann erhöht den steuersatz und die transferzahlungen statt beim steuersystem rumzuschrauben. Das ist ökonomisch viel effizienter.
    • Charlie Brown 06.01.2016 20:17
      Highlight Highlight @dreamer: Unabhängig ob man das gut oder schlecht findet - verstehen sollte man es schon. Der Mensch am Existenzminimum ist im Bereich des Freibetrages und zahlt eben keine Steuern.
  • Asmodeus 06.01.2016 13:10
    Highlight Highlight Es gibt nen Grund wieso wir gegen Muslime, Ausländer, Homosexuelle oder sonst andersartige Menschen aufgewiegelt werden.

    Solange wir uns gegenseitig streiten ignorieren wir die Wirtschaftselite die sich mit unserer Arbeit nen goldenen Arsch verdient.

    Langfristig wird das gesamte System einen riesigen Knall erleben. Entweder das oder wir werden in einen grösseren Krieg getrieben, damit wir damit beschäftigt sind zu überleben.

    Der Knall wird aber nicht in der Schweiz geschehen. Dafür geht es dem Grossteil der Leute finanziell zu gut. In den USA auch nicht. Da ist der Grossteil zu ungebildet.
    • Lexxus0025 07.01.2016 10:23
      Highlight Highlight Ich finde nichtmal dass Minderheiten die sind gegen die die Gesellschaft was hat (grösstenteils)
      Ich meine wir glotzen doch alle nur noch auf smartphones, netflix und co.
      Das hält beschäftigt und sorgt dafür dass die Arbeitskühe nicht miteinander reden. Somit kann da auch nur schwer eine Gegenbewegung entstehen.
      Ist so bei Teils grossen Firmen wie Foxcon; Fliessbandarbeit, reden verboten.
  • DerWeise 06.01.2016 12:50
    Highlight Highlight Naja, so lange man dem Normalo einreden kann, dass es ihm doch gut gehe und er die klappe halten soll, die Wirtschaft zu Grunde geht, falls er ne Woche mehr Ferien bekäme oder er nebenbei noch ein Rassist ist, wenn er neoliberale Instrumente wie Personenfreizügigkeit kritisiert welche für den Normalo alles verteuern und diese Teuerung direkt in die Taschen der Eliten wandert (z.B. vertuerte Mieten oder niedrigere Löhne) ...wird sich kaum was ändern....
    • R&B 06.01.2016 13:06
      Highlight Highlight @DerWeise: Sie müssen sich nicht mehr als Rassist beschimpfen lassen, denn die hohen Mieten stammen vom Lobbying der Vermieter, also den Reichen.
    • DerWeise 06.01.2016 13:16
      Highlight Highlight Keine Angst, dass werde ich nicht...

      Oder sie entstehen u.a. auch durch Angebot und Nachfrage auf begrenztem Raum.
    • DerWeise 06.01.2016 13:21
      Highlight Highlight ...und ja Lobbying klar, nur gibts Lobbying nicht erst seit paar Jahren oder?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Matthias Studer 06.01.2016 12:39
    Highlight Highlight Ok, für das muss man wahrlich kein Professor einer Elite-Uni sein. Jeder, der mit offenen Augen durchs Leben geht sieht das.
    Leider scheint das den meisten Schweizer egal zu sein oder sind sogar dafür.
  • Angelika 06.01.2016 12:07
    Highlight Highlight Und sie kaufen auch hier die Abstimmungen. Die zur Erbschaftssteuer zuletzt. Dabei wären ja kaum 2% der Bevölkerung davon betroffen gewesen. Die Schafe öffnen dem Wolf die Tür...
    • phreko 06.01.2016 15:39
      Highlight Highlight Erst wenn Leute ihre Heimat verlassen müssen, weil sie sich das Leben dort nicht mehr leisten können, beginnen sie zu Denken. Kenne ich von Zuger bekannten, die lange ihre tiefen Steuern grandios fanden.... bis sie selbst eine Bleibe suchen mussten.
  • karl_e 06.01.2016 11:52
    Highlight Highlight Mittelstand und Bauern/Arbeiter haben schon einmal gegen den Adel verbündet, nämlich 1789. Das Ergebnis ist bekannt.
    • Der Tom 06.01.2016 12:08
      Highlight Highlight Ja aber was soll man stürmen? Die haben dazugelernt und "Festungen" gebaut von denen alle abhängig sind. Heute würde man sich mindestens kurzfristig selber schaden und langfristig denkt kaum jemand.
    • glüngi 06.01.2016 13:12
      Highlight Highlight @Der Tom, wir stürmen die Goldküste xD
    • karl_e 06.01.2016 15:05
      Highlight Highlight Stimmt, eine Bastille haben wir keine, aber der Paradeplatz ist auch recht symbolträchtig. ;)
    Weitere Antworten anzeigen

Zar Putin der Korrupte – oder warum es Russland mies geht

Am kommenden Wochenende spielen die Russen wieder einmal «gelenkte» Demokratie. Präsident Putin hat das Land längst in einen korrupten Feudalstaat zurückverwandelt. Doch das Volk muckt auf.

In Russland werden die Sitze in Stadt- und Regionalparlamenten am Sonntag neu verteilt. Überraschungen sind keine zu erwarten. Die Partei des Präsidenten Wladimir Putin, «Einiges Russland», wird als Sieger hervorgehen. Demonstrationen gegen diesen Einheitspreis werden verboten, Oppositionelle niedergeknüppelt oder gar in den Knast geworfen.

Das alles kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Putins Popularität sich im Sinkflug befindet. Vielleicht sogar dramatisch. So ermittelte das …

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