Wirtschaft
Schweiz

Gehalt von On-CEO Martin Hoffmann liegt bei fast 10 Millionen Franken

Martin Hoffmann, Co-CEO und CFO des Sportmarken-Unternehmens On, portraitiert am Mittwoch, 22. Januar 2025, am Hauptsitz in Zuerich. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
Martin Hoffmann konnte seinen Lohn gegenüber 2024 um 242 Prozent steigern.Bild: KEYSTONE

On knackt Umsatzrekord – doch am meisten steigt der Lohn von CEO Hoffmann

05.03.2026, 09:4005.03.2026, 13:35

Bei On läuft es gut. 2025 steigerte das Schweizer Unternehmen den Umsatz um 30 Prozent und überschritt damit erstmals die Marke von drei Milliarden Franken. Das Wachstum sei klar volumengetrieben: Nur rund drei bis vier Prozent des Anstiegs seien auf höhere Preise zurückzuführen, «der ganz grosse Teil ist Stückzahlen». Das sagte CEO Martin Hoffmann im Interview mit der Nachrichtenagentur AWP.

Der Rekordumsatz kommt vor allem einem zugute: dem Firmenchef. Hoffmanns Gehalt ist deutlich stärker gestiegen als jede andere Kennzahl. Seine Entschädigung legte um 242 Prozent zu und erreichte beinahe zehn Millionen Franken. Konkret beziffert On Hoffmans Gehaltspaket auf exakt 9'820'845 Franken, nachdem es im Jahr 2024 noch etwas über vier Millionen Franken betragen hat. Das berichtet die «Handelszeitung».

Das Ausmass von Hoffmanns Vergütung wird auch im Verhältnis zu den Unternehmenszahlen deutlich. So entspricht sein Einkommen rund einem Viertel des Umsatzes von On auf dem Schweizer Markt, der bei 39.3 Millionen Franken liegt. Zudem entfallen 4,8 Prozent des Konzerngewinns von 203.7 Millionen Franken im Jahr 2025 auf ihn. Insgesamt beläuft sich die Vergütung der gesamten Geschäftsführung auf 23.6 Millionen Franken, was mehr als elf Prozent des Reingewinns entspricht.

Diese Vergütungen liessen sich allenfalls mit einer starken Wertschöpfung für Aktionärinnen und Aktionäre begründen, argumentiert die «Handelszeitung». Eine solche ist jedoch derzeit nicht erkennbar. Das Unternehmen schüttet keine Dividenden aus. Zudem verlor die Aktie im Jahr 2025 im Jahresverlauf etwas mehr als 15 Prozent an Wert. Auch im laufenden Jahr verzeichnet der Kurs bislang ein Minus von rund 6 Prozent.

Das Unternehmen selbst äusserte sich am Donnerstag gegenüber watson wie folgt:

«Die im Geschäftsbericht 2025 ausgewiesene Vergütung reflektiert die Ernennung von Martin Hoffmann zum alleinigen CEO sowie die Übernahme der zusätzlichen Verantwortung für die CFO-Rolle.

Um dieser deutlich gestiegenen Komplexität Rechnung zu tragen, wurde im 2025 eine einmalige Aktienbeteiligung gewährt, die über einen Zeitraum von fünf Jahren erdient werden muss.

Während das Basisgehalt lediglich ca. drei Prozent der Gesamtvergütung ausmacht, ist der restliche Teil der Vergütung erfolgsbasiert bzw. auf Aktienbasis und damit direkt an die nachhaltige Wertentwicklung unserer Aktionärinnen und Aktionäre geknüpft.»

(hkl, mit Material der Nachrichtenagenturen AWP und SDA)

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