Wirtschaft
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Rudolf Strahm Philipp Löpfe

Befürchtet ein Eldorado für Steueroptimierer: Rudolf Strahm. bild: watson

Kommentar

Alle warnen vor Ungleichheit – und wir machen die USR III

Die geplante Unternehmenssteuerreform III verstärkt den Trend zur Ungleichheit, und sie ist so komplex, dass selbst Fachleute sie nicht verstehen.



Am WEF in Davos erzählen sich Milliardäre derzeit gegenseitig, wie gefährlich die wachsende Ungleichheit für Frieden und Wohlstand geworden sei. Starökonomen wie Joseph Stiglitz, Thomas Piketty und Branco Milanovic untermauern diese These mit eindrücklichen Fakten. In der Praxis geschieht nichts.

«Seit der Finanzkrise sprechen alle von Ungleichheit, aber niemand unternimmt etwas dagegen. Mich beginnt das Gerede zu langweilen.»

Branko Milanovic

Was die Löhne betrifft, ist in der Schweiz der Trend zur Ungleichheit im Vergleich zu anderen Ländern moderat ausgefallen. «Positiv ist, dass die unteren Löhne nicht abgehängt wurden und in den letzten vier Jahren sogar am stärksten gestiegen sind. Dies im Gegensatz zur Entwicklung in den USA oder in Deutschland», heisst es selbst in einem Bericht des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes.  

Die Belastung für den Mittelstand steigt

Bezüglich der Steuerbelastung sieht es allerdings anders aus. So lässt sich aus den Zahlen der Eidgenössischen Steuerverwaltung herausdestillieren, dass ein Arbeitnehmer mit einem Jahreseinkommen von 80'000 Franken im Jahr 1997 noch 38 Prozent seines Einkommens für Steuern, Sozialabgaben und Krankenkasse aufwenden musste. Im Jahr 2014 ist diese Belastung auf über 40 Prozent angestiegen.  

Umgekehrt sieht die Entwicklung bei den Unternehmen aus. 1990 wurde der Reingewinn nach allen möglichen Abzügen durchschnittlich mit 19 Prozent versteuert. 2014 ist diese Belastung auf unter 8 Prozent gesunken.  

Nur die Experten der Beratungsfirmen haben noch den Durchblick

Die geplante Unternehmenssteuerreform wird diesen Trend höchstwahrscheinlich noch verstärken. So genau weiss man das allerdings nicht. Die Vorlage ist so komplex ausgestaltet, dass die meisten Politiker den Durchblick verloren haben.

Nur die Experten der internationalen Beratungsfirmen kennen die Details. Das zeigt der «Tages-Anzeiger» in einer Hintergrundanalyse auf. Sie haben die USR III massgeblich mitgestaltet. «Ihre Praxisnähe verschafft ihnen einen Vorsprung auf die kantonalen und universitären Steuerfachleute», so der TA.  

Ebenfalls im TA befürchtet deshalb der ehemalige Preisüberwacher Rudolf Strahm: «Es entsteht ein Bilanzkosmetik-Eldorado für die Steueroptimierer.»  

Eveline Widmer-Schlumpf ging den Rechten zu wenig weit

Dabei ist es unbestritten, dass die Schweiz ihre Unternehmenssteuer reformieren muss. Das so genannte Holding-Privileg, mit dem bis anhin ausländische Firmen mit tiefen Steuersätzen angelockt wurden, lässt sich in dieser Form nicht mehr aufrecht erhalten. Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf hatte vor ihrem Ausscheiden aus dem Bundesrat eine ausgewogene Vorlage ausgearbeitet, die rund 1,1 Milliarden Steuerausfälle zur Folge gehabt hätte.  

Der neuen bürgerlichen Mehrheit im Parlament ging dies zu wenig weit. Sie verlangte eine Nachbesserung, will heissen: mehr Steuererleichterungen für Unternehmen und Reiche. Deshalb werden die Mindereinnahmen der USR III nun auf über drei Milliarden Franken geschätzt. Genau weiss das niemand. Dieser Betrag muss gegenfinanziert werden, sei es mit höheren Steuern für den Mittelstand oder mit Kürzungen der Sozialleistungen, beispielsweise den Zuschüssen für die Krankenkasse bei niedrigen Einkommen.  

Ein Nein ist kein Beinbruch

Die geplante USR III ist ein weiterer Schritt hin zu mehr Ungleichheit. Die Schweiz verhält sich so wie ein Patient, der auf die Warnung seines Arztes, Rauchen sei schädlich, mit einer Erhöhung seines Tabakkonsums reagiert. Das muss nicht sein. Ein Nein zur USR III ist kein Unglück, und das Abendland wird nicht untergehen, wie uns die Befürworter weis machen wollen.  

Nochmals Rudolf Strahm: «Wenn die Unternehmenssteuerreform III abgelehnt wird, gibt es ein Jahr später einen neuen Anlauf mit weniger Steuerausfällen – basierend auf dem ursprünglichen Konzept des Bundesrates.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 20.01.2017 06:35
    Highlight Highlight Kurzfristig sind mit Steuersenkungen für den grössten Teil der KMU sicher Einnahmenverluste des Staates verbunden. Wie die Rechnung langfristig aussieht, steht in den Sternen. Falls die Margen für die Unternehmen zu knapp werden, können diese immer noch durch Lohnanpassungen reagieren. Auszugsdrohungen sind zwar abstimmungspolitisch wirksam, ihre Realisierung im grossen Stil ist jedoch eher unwahrscheinlich.
    • Duweisches 20.01.2017 10:59
      Highlight Highlight Das viel grössere Problem als die allgemeinen Steuersenkungen für alle Firmengewinne ist die von den Bürgerlichen dazugezimmerte "Tool-Box", mit welcher Gewinne durch "Patente und vergleichbare Rechte" (wobei niemand weiss was das genau bedeutet) bis zu 90% entlastet werden, daneben können fiktive Zinsen auf "überschüssiges Eigenkapital" sowie investitionen in Forschung und Entwicklung (zu 150%) abgezogen werden.
      Das bringt den kleinen Unternehmen ohne Steuerberater dann nichts, nur Grossunternehmen können bis zu 80% von den Steuern ausnehmen.
    • Duweisches 20.01.2017 11:00
      Highlight Highlight Wobei natürlich auch diese Grossunternehmen gerne von unserer Infrastruktur, Bildung und Sicherheit provitieren. Nur bezahlen will man dafür nichts.
  • Sauäschnörrli 20.01.2017 00:34
    Highlight Highlight Liegts an meinem Smartphone und Tablet oder veröffentlicht das Aargauer Komitee Grafiken die man nicht lesen kann?

    http://www.aargauerkomitee.ch/unternehmenssteuerreform-ja/
    Benutzer Bild
    • Duweisches 20.01.2017 11:01
      Highlight Highlight Auf dem Desktop-PC ist das Bild zwar unscharf, aber lesbar...
    • Sauäschnörrli 20.01.2017 11:05
      Highlight Highlight Dankeschön.
  • Spooky 19.01.2017 23:20
    Highlight Highlight "Die Vorlage ist so komplex ausgestaltet, dass die meisten Politiker den Durchblick verloren haben."

    Ich aber habe den Durchblick nicht verloren, und darum stimme ich NEIN.
  • Kevin Cummins 19.01.2017 22:20
    Highlight Highlight Lasst alles beim alten. Wieso braucht es denn bei einem Nein ein anderes System als das heutige? Sind wir jetzt eigentlich der OECD gehorsam? Was könnte den passieren wenn alles bleibt wie es ist? Sind doch Souverän oder nicht?
    • Duweisches 20.01.2017 11:32
      Highlight Highlight Sie drohen damit, die Schweiz auf eine Blacklist zu setzen, was im Internationalen Handel Strafzölle und ähnliches bedeuten kann.
      Dass die aktuelle Besteuerung von Statusgesellschaften abgeschaft werden muss ist eigentlich für alle klar, nur wurden in diese Abstimmung noch einige Steuertricks für Grossunternehmen mit eingebaut, die langfristig z.B. vom OECD wohl auch nicht akzeptiert würden.
    • Kevin Cummins 20.01.2017 22:57
      Highlight Highlight Dann macht die OECD nichts anderes als Trump: Drohen und Strafzölle einführen. Legal in Bezug auf WTO? Was geht wem vor? WTO oder OECD? UND WARUM KANN GB damit drohen (Steuerparadies) Ich verstehe nicht ganz. DANKE FÜR Aufklärung mit detaillierten rechtlichen Angaben.
  • DerWeise 19.01.2017 20:06
    Highlight Highlight Ich hoffe auf ein Nein und dass Löpfe wieder vermehrt mit Wirtschaftsbeiträgen dieser Form auftritt
  • tux_ping 19.01.2017 17:51
    Highlight Highlight Das Argument, dass die Vorlage zu kompliziert sei, ist lächerlich. Sollen wir in Zukunft nur noch über Dinge abstimmen, die jeder sofort kapiert? Eigentlich wäre es ja die Aufgabe der Medien, den Benutzer über die Vorlage zu informieren (welcher gewisse Blätter auch nachkommen), dafür müsste jedoch journalistischer Anspruch vorhanden sein.
    Auch das Zurechtbiegen von irgendwelchen Statistiken (ohne Quellenangabe!) erinnert mich stark an die SVP und andere Populisten. So ist gemäss KPMG die individuelle Steuerbelastung in den letzten 10 Jahren (im Gegensatz zu den EU-Ländern) gesunken!
  • Qui-Gon 19.01.2017 17:45
    Highlight Highlight Bei aller Komplexität ist es unter dem Strich die gleiche Leier wie immer bei Finanzvorlagen:
    Befürworter: Ein Nein gefährdet den Wirtschaftsstandort und Tausende Arbeitsplätze.
    Gegner: Bei einem Ja zahlt der Mittelstand die Zeche in Milliardenhöhe. Also, was darf es denn sein? Pest oder Cholera? Allerdings: Während die Steuerausfälle sogar gemäss Bund sicher sind, bleibt das immer wieder heraufbeschworene Abwanderungsszenario Spekulation.
  • Qui-Gon 19.01.2017 17:37
    Highlight Highlight 2
    Interessant finde ich hingegen Folgendes, was hier bisher wenig Beachtung fand: Kantone, welche die zinsbereinigte Gewinnsteuer anwenden, müssen Gewinne von Aktien stärker besteuern.

    Ich bin ziemlich verwirrt, was nun stimmen soll. Ich tendiere allerdings zu einem Nein.
  • Qui-Gon 19.01.2017 17:36
    Highlight Highlight 1
    Ein schöner Vergleich im Tagi: Man fischt nach den gleichen Fischen, einfach mit anderen Ködern. Der privilegierte Steuerstatus soll fallen. So weit, so klar. Ersetzt wird er durch die zahlreichen Massnahmen, die nun sogar zu mehr Steuerausfällen führen sollen (Ueli Maurer droht schon mit einer harten mehrjährigen Sparübung im Falle eines Neins). Und den Befürwortern fällt wiedermal nur die Drohung mit Abwanderung ein.

  • piedone lo sbirro 19.01.2017 17:23
    Highlight Highlight
    USR III = steuergeschenke für grosskonzerne (= steigende steuern für den mittelstand) = neue (ausländische) firmen = neue stellen = fachkräftemangel = zuwanderung von expats = steigende mieten!

    fazit: die SVP kämpft nicht gegen, sondern FÜR die zuwanderung! zeit des erwachens, liebe blocher freunde!
  • Angelo C. 19.01.2017 16:36
    Highlight Highlight Löpfe :

    "Nochmals Rudolf Strahm: «Wenn die Unternehmenssteuerreform III abgelehnt wird, gibt es ein Jahr später einen neuen Anlauf mit weniger Steuerausfällen – basierend auf dem ursprünglichen Konzept des Bundesrates."

    Exakt dasselbe hat gestern auf TeleZüri auch Jaqueline Badran gesagt, die grundsätzlich auch für eine Reform und ein Zückerli für die Unternehmen votiert - wobei dieser aktuelle Vorschlag zur USR III zu weit gehe, zu riskant für Gemeinden und Steuerzahler sei.

    Und sie glaubt, wie Strahm, dass nach Ablehnung bald zumutbareres aufgesattelt würde.

    Glaube ich auch, daher NEIN!
    • FrancoL 19.01.2017 20:07
      Highlight Highlight Gratuliere, Du scheinst bald ein Badran-Fan zu werden ;-)
    • Angelo C. 19.01.2017 22:38
      Highlight Highlight Oho, nach längerer Abstinenz wieder mal ein Lob von Franco himself 😉!

      Fan ist vielleicht etwas überzeichnet, aber ich mag sie tatsächlich nicht schlecht, denn sie wirkt auf mich authentisch, und als Linke ist sie immerhin auch Geschäftsfrau, welche nicht naiv zurück zu Marx und Lenin blickt.

      Und mir gefällt ihre direkte Art, auch hat sie nicht selten recht - links hin oder her.

      So auch in Ihrer Beurteilung der USR III, denn sie ist nicht à priori dagegen, die ausländischen Unternehmer bei Laune zu halten, wenngleich nicht zu einem möglicherweise derart hohen Preis.

      Finde ich durchaus ok!
    • FrancoL 20.01.2017 00:53
      Highlight Highlight @Angelo; Ja es gibt Phasen da kann ich Dich kaum verstehen, aber ich schätze Deine Meinung.

      Teilweise haben wir ähnliche Ansätze und die Wertung von Jaqueline Badran ist so ein Ansatz.
      Ich freue mich eine linke, taffe Unternehmerin zu sehen die das Bild der Linken, dass durch die Bürgerlichen gezeichnet wird, relativiert.
      Es zeigt dass man ganz gut links stehen kann und auch als UnternehmerIn bestehen, OHNE sich zu biegen und seine Ideen zu verraten.
      Als Unternehmer freut mich dies natürlich ganz besonders.
      Leider gibt es links zu wenig Badrans.
      Eine rev. URSIII light würde ich mittragen.
  • Qui-Gon 19.01.2017 16:25
    Highlight Highlight Finanzfachleute hüben und drüben malen den Teufel an die Wand, ohne dass man dies als Laie wirklich überprüfen kann. Arbeitsplatzverlust, Abwanderung, höhere Steuern, Steuerausfälle (ja was jetzt?), Privilegien für Reiche, Profite für KMU, alles wird einem um die Ohren gehauen. Ich hasse Finanzvorlagen.
  • piedone lo sbirro 19.01.2017 15:53
    Highlight Highlight
    wie die SVP mit primitiven burka-plakaten von der USR III und deren steuerausfälle ablenkt:

    http://www.woz.ch/1703/auf-allen-kanaelen/burkas-und-banken
  • Asmodeus 19.01.2017 15:02
    Highlight Highlight Au Ja. Noch mehr bei Sozialleistungen sparen.

    4 Jahre von Gutachtern zu Gutachtern gehetzt zu werden und mit Firmen *hust*ABI*hust* zu tun zu haben, die in ihren Gutachten schlichtweg lügen reicht ja als Drangsalierung der IV-Bezüger noch nicht.

    Da geht noch was.
  • demokrit 19.01.2017 14:23
    Highlight Highlight Kurzum: Das Bundesbudget ist ständig angestiegen. Seit den 1999 von 50 Mia. auf heute 69 Mia. Aufgrund falscher Migrationspolitik und anderen Luxusspässe. So resumiert Herr Peter Spuhler im Interview. So sieht die Realität der Linkspopulisten tatsächlich aus.
    • demokrit 19.01.2017 14:42
      Highlight Highlight Das "n" wird nachgereicht.
    • Datsyuk * 19.01.2017 23:00
      Highlight Highlight Und wann der Inhalt? ;)
    • demokrit 20.01.2017 08:57
      Highlight Highlight Der Inhalt ist schon da, man muss ihn nur sehen: Das Steueraufkommen ist offenbar mit den Senkungen massiv gestiegen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hackphresse 19.01.2017 13:39
    Highlight Highlight Hahahaha
    Lottogewinne sind höher besteuert als Aktiengewinne 😂 AWESOME!

    Paradeiser! 😄
  • Lowend 19.01.2017 13:24
    Highlight Highlight Das Wahnsinnige an der USRIII ist es, dass diese Steuererleichterungen vermutlich zur Hauptsache ausländischen Investoren zu gute kommen.

    Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass die Bürgerlichen und die SVP den Mittelstand schröpfen wollen, um Geldgeschenke an wohlhabende Investoren aus dem Ausland zu verteilen.

    Dass Parteien, die gegen die Masseneinwanderung von Menschen kämpfen, für die Massenauswanderung von Schweizer Volksvermögen sind, ist für Normalsterbliche echt nur noch schwer nachvollziehbar, denn im Grunde garantieren die Steuerpflichtigen hier die Gewinne von int. Financiers.
    • pun 19.01.2017 14:19
      Highlight Highlight Geil ist auch, dass das Pro-Komitee findet, die Vorlage nütze KMUs (und bekanntermassen lieben ALLE KMUs!!!), aber der allergrösste Teil (nach Beat Jans in der Rundschau 90-95%!) macht gar keinen Gewinn und zahlt ergo auch keine Gewinnsteuern.
      Benutzer Bild
  • Majoras Maske 19.01.2017 13:02
    Highlight Highlight Man könnte verschwundenen 11% der Gewinnsteuer als Quote für eine positionsunabhängige Mitarbeiterdividende wieder einführen, dann nimmt's nicht der böse Staat und der Wohlstand des Mittelstandes steigt trotzdem. :-)
    Ausserdem würde das die Problematik der privatisierten Gewinne und der sozialisierten Verluste etwas entschärfen.
  • Toerpe Zwerg 19.01.2017 12:24
    Highlight Highlight 9% Gewinnsteuer? Im Schnitt? Quelle bitte.

    Dir. Bundessteuer alleine sind 8.5%
    • Philipp Löpfe 19.01.2017 12:49
      Highlight Highlight nach allen Abzügen.
    • Toerpe Zwerg 19.01.2017 13:00
      Highlight Highlight Abzüge auf dem Reingewinn? Welche denn?

      So allgemein ist diese Aussage mit Sicherheit falsch. Möglicherweise kommen die ausländischen Holdinggesellschaften mit Sondersteuerregime auf solche Sätze, aber sicher kein normales CH Unternehmen.
    • sir_kusi 19.01.2017 13:56
      Highlight Highlight Wenn nach allen Abzügen nur schon der Bund (ohne Rest) mit 8.5% besteuert, liegt der Schnitt wohl kaum bei 9%. Linkspopulismus a la Watson/Löpfe ohne Quelle.

      Und warum wird eigentlich nie über die noch viel höheren Ausfälle bei einer Ablehnung berichtet?
    Weitere Antworten anzeigen
  • piedone lo sbirro 19.01.2017 12:10
    Highlight Highlight
    zug ist toll. im zugerland-einkaufszenter sprechen 80% der kunden englisch. in der innenstadt dasselbe. die ur-zuger wohnen im nahen aargau, weil vor lauter expats die wohnungen unbezahlbar geworden sind. zug ist faktisch sozial tot - aber die wirtschaft brummt...

    die USR III ist eine totgeburt. hier wird offshore-firmen und konzernen noch mehr geld nachgeworfen, welches dann der mittelstand alimentieren muss.
    die steuergeschenkstrategie der bürgerlichen ist der grösste treiber der zuwanderung!
    • Kookaburra 19.01.2017 12:51
      Highlight Highlight Oder aber die zu grosse Zuwanderung ist der Grund wieso die Wirtschaft und die Lobbies immer mehr Macht bekommen und der Mittelstand erodiert...
      Die linken haben mit ihrer Immigration ist gut Politik und ihrem Internatiommalismus ja erst die Grundlage für die Verschiebung der Macht zu den Konzernen geschaffen.
      Links hat in den letzten 25 Jahren mehr für die Wirtschaft und gegen den Bürger getan, wie es rechts je gekonnt hätte...
    • Platon 19.01.2017 13:01
      Highlight Highlight @Eiche
      So ein Blödsinn. Wie soll die Linke an irgendetwas Schuld sein mit 30%? Die Bürgerlichen lassen den Mittelstand auf dem Altar ihrer neoliberalen Steuerpolitik ausbluten.
    • Raphius 19.01.2017 13:04
      Highlight Highlight piedone lo sbirro: Bitte nicht übertreiben! Wir gehen fast jede Woche ins Zugerland und die Mehrheit der Kunden spricht deutsch! Und alle Zuger die ich kenne, die vor 10 Jahren im Kanton Zug gewohnt haben, tun es immer noch!
    Weitere Antworten anzeigen
  • LeChef 19.01.2017 11:58
    Highlight Highlight Fact: Für Grossunternehmen wird die Steuerbelastung durch die wegfallenden Privilegien sogar leicht ansteigen. Die Senkung der allgemeinen Gewinnsteuern wird nicht ganz ausreichen, um diesen Effekt zu kompensieren!
  • Thinktank 19.01.2017 11:32
    Highlight Highlight Unser Staat ist viel zu fett. Es gibt keine Leistung, die ich vom Staat benötige, der die hohen Steuern rechtfertigt. Alle Leistungen, die ich benötige, muss ich sowieso noch zusätzlich als Gebühren bezahlen. Der Staat muss sich fokussieren auf Infrastruktur, Sicherheit und Bildung und ganz wenig Administration und Steuerneintreiben. Der Rest gehört privatisiert. Es gibt das Menschenrecht auf Eigentum und es ist eine Frechheit, dass ich von einer Mehrheit gezwungen werden kann für nicht relevantes wie Opernhäuser, SRF etc. Steuern zu bezahlen.
    • Posersalami 19.01.2017 11:45
      Highlight Highlight Wo verschwendet ihrer Meinung nach der Staat wie viel Geld? Her mit den Zahlen!

      Wieso wollen Sie zB die AHV privatisieren?
    • alessandro 19.01.2017 11:53
      Highlight Highlight Ja bildung brauchts... rate mal wo die milliarden eingespart werden.
    • Herbert Anneler 19.01.2017 11:53
      Highlight Highlight Ich gebe lieber dem Staat, statt den Blochers dieses Landes! Die verwenden es nur, um uns noch weiter in die Schuldenfalle zu treiben und uns zu versklaven. Die neoliberale Thinktank-Ökonomie ist gerade am Sinken wie einst die Titanic. Wer zu spät kommt, wird mit ihr untergehen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • bernd 19.01.2017 11:21
    Highlight Highlight Das interessiert doch keinen, die wollen Leute einbürgern, deren Grosseltern schon hier gelebt haben!!!
    • Radesch 19.01.2017 14:20
      Highlight Highlight Falscher Artikel 😉😀
    • bernd 19.01.2017 14:33
      Highlight Highlight Klar, aber genau das macht doch die SVP, sie versucht die Debatte komplett von der USR auf diesen Nebenschauplatz zu verlagern. Und es gelingt ihr wieder mal problemlos.
    • Majoras Maske 19.01.2017 15:03
      Highlight Highlight Bernd, ich hoffe, die Rechnung der SVP wird nicht aurgehen.
  • sowhatopinion 19.01.2017 11:19
    Highlight Highlight Dass der Mittelstand effektiv und wahrnhmbar leidet ist ein Fakt. Da muss dringend Gegensteuer gegeben werden, denn die Überalterung führt zu stark sinkenden Renten und damit einer Verstärkung dieses gefährlichen Trends. Aber deswegen die USRIII abzulehnen geht gerade in die falsche Richtung, so werden doch gerade die KMU - das Rückgrat unseres Mittelstands - am meisten entlastet. Ohne USRIII wandern die Konzernholdings ab, welche uns reichlich Steuereinnahmen bescheren. Ich denke wir müssen die überbordende Regulierung abbauen und den öffentl. Sektor und die Bürokratie wieder zurück-binden.
    • Posersalami 19.01.2017 11:59
      Highlight Highlight Dann wirds endlich mal Zeit das Geld da zu abzuschöpfen, wo es reichlich vorhanden ist! Mit der usrlll passiert das aber nicht. Gewinne aus Dividenden und Zinserträgen gehören endlich ordentlich. esteuert, und eine Erbschaftssteuer eingeführt die den Namen verdient.
    • Herbert Anneler 19.01.2017 12:00
      Highlight Highlight Es geht nicht darum, eine USRIII abzulehnen - aber das jetzige Gaunerstück! Ich habe es satt, den Blochers dieses Landes noch mehr in den Hintern zu stopfen, und ich habe nicht Angst vor den Erpressungsversuchen in Sachen Arbeitsplatzverlust. Ohne saftige Kapitalgewinnsteuer und ohne Verzicht auf Steuerabzüge auf Eigenkapital keine USRIII!!! Die heutige Variante ist NICHT alternativlos - ausser für deren Profiteure: die Blochers, Ebners, Freys, Matters, Martullo-Blochers, Pwc, EY, KPMG... Zurück an den Absender!
  • Herbert Anneler 19.01.2017 11:04
    Highlight Highlight Wenn die USRIII in der heutigen Form angenommen wird, enrsteht ein irreparabler Bruch in unserem Land: Es ist dann endgültig ein Honigtopf für die Superreichen. Ein Indiz: Die USRIII entstand unter Druck der EU. Von der SVP kein einziger Mucks à la "fremde Richter". Weshalb nicht? Weil die Milliardäre der SVP direkt zu den Profiteuren zählen! Eine USRIII mit Abzugsmöglichkeit von fiktivem Zinsaufwand auf Eigenkapital und ohne saftige Kapitalgewinnsteuer sind eine bodenlose Gaunerei. In Sachen Gier kennt man auch bei den Blochers keine Grenzen... Der bürgerliche Schulterschluss!
    • Majoras Maske 19.01.2017 11:29
      Highlight Highlight Vor allem mit der steuerbefreiten Agio-Auszahlung von der USR2. Was für ein Gaudi für Aktionäre, wenn der Gewinn weniger besteuert wird und der dann auch steuerbefreit ausgezahlt werden kann. Dazu noch die Möglichkeit ausländische Gewinne steuergeschont in die CH zu bringen. Da schimmern gleich die Dollarzeichen in den Augen der Aktionären auf.
    • henkos 19.01.2017 12:53
      Highlight Highlight Ganz so einfach ist es nicht. Die USRIII entstand aufgrund der OECD (in der die Schweiz Mitglied ist). Dort hat man sich gemeinsam (also inkl. Schweiz) auf gemeinsame Standards geeinigt, damit Unternehmen nicht die Staaten gegeneinander ausspielen können. Die USR III nimmt einige der Massnahmen vorweg. Also nichts mit fremden Richtern oder der bösen EU.
  • whatthepuck 19.01.2017 11:03
    Highlight Highlight Ein gesundes, tiefes Steuerniveau kann sicher stimulierend auf die wirtschaftliche Lage eines Kantons/Landes wirken. Das Mass ist entscheidend. Nimmt das Ganze aber Züge an, welche die ungleiche Verteilung von Vermögen nicht nur nicht bekämpfen, sondern beschleunigen, und die unter dem Strich (für die gesamte Gesellschaft!) keinen Gewinn, sondern ein Loch von 3 Mia. verursachen, dann gehört das definitiv bachab geschickt. Das ist eine Lösung für die Eliten, der Grossteil der Bevölkerung profitiert nicht. Es muss bessere Lösungen geben als dieses Unding.
  • splatter 19.01.2017 11:02
    Highlight Highlight
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  • Denk nach 19.01.2017 11:00
    Highlight Highlight Der neuen bürgerlichen Mehrheit im Parlament ging dies zu wenig weit. Sie verlangte eine Nachbesserung, will heissen: mehr Steuererleichterungen für Unternehmen und Reiche. Deshalb werden die Mindereinnahmen der USR III nun auf über drei Milliarden Franken geschätzt.

    Kennt jemand Quellen zu dem Thema? Woher kommen die Zahlen?
  • N. Y. P. D. 19.01.2017 10:54
    Highlight Highlight PricewaterhouseCoopers (PwC), ein ganz Grosser der Branche, nahm auf die Ausarbeitung der Vorlage Einfluss.
    Oder anders formuliert :
    Frag den Wolf, wie hoch bittschön die Zäune um das Schafgehege sein sollen.

    Und wieso hat der Bund PricewaterhouseCoopers ins Boot
    geholt ?
    Weil die ganze Sauce sogar für die Finanzspezialisten vom Bund zu komplizert war.
    Item.
    Auf jedenfall hat PwC sehr gerne mitgeholfen.
    P. S. NEIN !
  • Der Tom 19.01.2017 10:30
    Highlight Highlight Das ist normal. Alle warnen vor der Umweltverschmutzung und was tun wir?
  • gnp286 19.01.2017 09:58
    Highlight Highlight "(...) mit 19 Prozent versteuert. 2014 ist diese Belastung auf unter 8 Prozent gesunken."

    Whaaat? Wie kann sowas möglich sein?
    • gnp286 19.01.2017 11:01
      Highlight Highlight Ich kenne mehrere Leute, welche KMUs besitzen (1 bis 5 Mitarbeiter) und die erzählen mir von 15-20% Steuern (ohne Sozialabgaben etc!)

      Irgendwas ist doch hier faul?
    • #bringhansiback 19.01.2017 11:04
      Highlight Highlight @Wir sind alle menschen: und der Mittelstand... Besonders die DINK.
    • bernd 19.01.2017 11:26
      Highlight Highlight Da ist überhaupt nichts faul, das ist genau die Politik, die die "bürgerlichen" Parteien seit Jahren vorantreiben und dabei noch stinkfrech behaupten, dass sie sich für den Mittelstand und fürs Gewerbe einsetzen. Es ist auch kein Nebeneffekt von sonst etwas sondern der Kern ihrer Politik.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Colourreader 19.01.2017 09:49
    Highlight Highlight Dass die USR III keine tolle Reform ist, ist klar. Eine bessere wird aber nicht kommen: Mit einem von SVP und FDP dominierten Bundesrat und Parlament kann man sich die Zeiten von EWS zwar zurückwünschen - ändern tut das aber nichts.

    Das heutige Steuersystem verkörpert die beklagte Ungleichheit par Excellence: Hinter verschlossenen Türen handeln Steuerexperten und Kantone Steuerdeals aus. Mit der USR III existieren zwar weiterhin komplexe Privilegien, aber wenigstens sind diese transparent und gelten auch für KMUs. Sie ist also ein wichtiger Schritt zu steuerlicher Gleichbehandlung.
    • El Vals del Obrero 19.01.2017 10:19
      Highlight Highlight Ganz unrecht hast du mit dem letzten Absatz nicht.

      Dass gewisse Privilegien abgeschafft werden sollen, ist in Ordnung. Eine Senkung der Steuern, die im Einnahmentotal die weggefallenen Privilegien ausgleicht wäre auch OK.

      Aber leider haben, wie gesagt, FDP und SVP das Fuder mit viel höheren Steuersenkungen überladen.

      Was ich nie verstehe, ist warum die "Abgehängten" so oft genau jene wählen, die die Ungleichheit noch vergrössern. Nur weil diese den Leuten vordergründig und als Ablenkung nationalistische Emotionen vorgaukeln und Sündenböcke bieten für die Probleme, die sie selber schaffen.
    • peeti 19.01.2017 10:54
      Highlight Highlight @colourreader: doch, eine bessere Reform ist möglich. So wie sie ursprünglich vor der Bearbeitung durch das bürgerliche Parlament angedacht war. Deshalb Nein und zurück an den Absender.
  • Stachanowist 19.01.2017 09:43
    Highlight Highlight Ein Blick in den Kanton Luzern sollte eigentlich reichen, um zu sehen, was solche Steuerexperimente "bringen". Werde definitiv Nein stimmen.

    Übrigens: Der Ökonom heisst Branko, nicht Branco ;)
  • klugundweise 19.01.2017 09:37
    Highlight Highlight Wenn sogar SVP Gemeinderäte als Konsequenz der USR III eine Erhöhung der Vermögens- und Liegenschaftssteuer ankünden (Zollikofen BE) müssten ja auch bei den "Bürgerlichen" alle Alarmglocken läuten.
  • N. Y. P. D. 19.01.2017 09:37
    Highlight Highlight Die USR III ist komplex und niemand, selbst die Befürworter, können die Auswirkungen quantifizieren.

    Deshalb : NEIN*

    *Geschäft retour an Absender, bitte nachbessern

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