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Beschlagnahmte gefaelschte Uhren werden praesentiert an der Jahres-MK des Grenzwachtkorps am Dienstag, 18. Februar 2014, in Chiasso. (KEYSTONE/Karl Mathis)

Beschlagnahmte gefälschte Uhren. Bild: KEYSTONE

Markenpiraterie

Mehr als die Hälfte aller Schweizer Uhren sind Fälschungen



2013 wurden 29 Millionen authentische Schweizer Uhren produziert - demgegenüber wurden weltweit 33 Millionen Fälschungen hergestellt. Von den gefälschten Uhren konnte der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie (FH) 1,2 Millionen zerstören lassen. Die Mehrheit der gefälschten Uhren, nämlich 90 Prozent, kommt aus China

Ein Teil davon gelangt via Dubai nach Europa. Allein in Dubai konnte die FH 150'000 Stück im Jahr 2013 konfiszieren, wie Michel Arnoux, Verantwortlicher des Anti-Fälschungsdienstes des FH, der Nachrichtenagentur SDA sagte. Der Umsatz der Fälscher wird auf mehr als eine Milliarde Franken geschätzt. Das entspricht rund fünf Prozent der Exporterlöse der Schweizerischen Uhrenindustrie.

Der Besitz gefälschter Uhren ist in der Schweiz nicht verboten

Gefälschte Uhren zu besitzen, ist in der Schweiz weiterhin nicht strafbar. Verboten ist dagegen der Import von gefälschten Produkten. Wer beispielsweise eine gefälschte Uhr aus den Ferien mitbringt und am Flughafen erwischt wird, muss 60 Franken bezahlen. (whr/sda)

Die FH versucht insbesondere im Internet Fälscher aufzuspüren. 2014 liess der Verband 350'000 betrügerische Online-Anzeigen entfernen und überwachte 8000 Websites pro Woche. «Die Verkäufer bieten die gleiche Ware mit mehreren Anzeigen auf verschiedenen Seiten und unter verschiedenen Pseudonymen an - das verkompliziert das Nachverfolgen der Verkäufer», erklärte Arnoux. (whr/sda)

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