Wirtschaft
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Swiss ab Montag mit Miniflugplan – nur 6 Maschinen im Einsatz



Die Swiss kann auch ohne Staatshilfe einige Monate durchhalten. Das hänge aber von der Entwicklung der Coronavirus-Lage ab, sagte Airline-Chef Thomas Klühr am Donnerstag. Man sei im Gespräch mit dem Bundesrat über Staatshilfen.

Details wollte der Swiss-Chef keine nennen. «Ein Vergleich mit dem Grounding der Swissair ist völlig falsch», sagte Klühr: Die Swiss sei ein gesundes Unternehmen innerhalb der starken Lufthansa-Gruppe. Aber jetzt sei man von einem exogenen Schock getroffen worden. Deshalb brauche es Liquiditätshilfe.

ARCHIVBILD ZUM GROUNDING DER HAELFTE DER SWISS FLOTTE WEGEN DER CORONAVIRUS-PANDEMIE, AM MONTAG, 16. MAERZ 2020 - Ein Airbus A220-300, hinten, der Swiss rollt am Flughafen Zuerich am Dienstag, den 18. September 2018 in Kloten.(KEYSTONE/Christian Merz)

Schlechte Aussichten für die Swiss. Bild: KEYSTONE

Die Buchungen entwickelten sich derzeit praktisch gegen Null, sagte Klühr. Zudem schmelze der Buchungsbestand wegen der vielen Stornierungen ab. «Es fliegen nur Leute, die noch fliegen müssen», sagte Kommerzchef Tamur Goudarzi Pour. Darunter seien viele tausend Touristen, die angewiesen worden seien, nach Hause zurückzukehren.

Ab Montag Miniflugplan

Bislang habe die Swiss 5'800 Flüge gestrichen mit 750'000 Passagieren, sagte Goudarzi Pour. «Wir operieren heute 20 Kurzstreckenflugzeuge und 10 Langstreckenflugzeuge», sagte Klühr.

Ab Montag fahre die Swiss auf einen Minimalflugplan mit einer Langstrecke und fünf Kurzstrecken zurück. Die einzige Langstrecke führe nach Newark in den USA. Schweizer könnten da wegen des US-Einreiseverbots nicht in die USA fliegen. Der Hinflug diene vor allem Amerikanern, die nach Hause wollten. Auf dem Rückflug könnten dagegen Schweizer mitfliegen, die aus Nordamerika zurückkehren wollten.

Die Reduktion habe massive Auswirkungen auf Arbeitsplätze, sagte Klühr. Man werde Kurzarbeit einführen. Auf die Frage, ob es Entlassungen gebe, sagte der Swiss-Chef, dass es das Ziel sei, alle Mitarbeiter an Bord zu behalten, um nach der Krise wieder den Betrieb hochfahren zu können. (sda/awp)

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37Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Abendländer 19.03.2020 22:35
    Highlight Highlight sogar das Kaufhaus "ZRH" ist nicht auf LX angewiesen. Das grosse Geld kommt von den Mieteinnahmen von den diversen Detailhändler. Jawohl der eigentliche, defizitäre Flugbetrieb wird gar quersubventioniert.
  • Silvan Marty 19.03.2020 13:33
    Highlight Highlight es ist wie es ist...
    hunderte millionen gewinn und als erste nach geld betteln,sorry...
    wenn lufthansa-und swiss kaputt gehen kann ja bund swiss zum selben
    spotpreis zurückkaufen mit flieger und dann ne echte »swiss-air-fly...«
    gründen...
    lufthansa hat milliardengewinne!!!
    zehn mal mehr schaden an gesellschaft bringt wenn kleinstunternehmer-ein personen unternehmer kaputt gehen.

    swiss steht auf flugzeugen,doch wieviel gewinn nach deutschland fliesst bestimmt nicht swiss oder bern,sondern lufthansa...

    wie bei swissair....
    • Abendländer 19.03.2020 22:17
      Highlight Highlight Genau, jahrelang Profit eingefahren und an die Aktionäre und der GL verteilt aber nichts auf der hohen Kante. Spare in der Zeit dann hast du in der Not.
  • Celia* 19.03.2020 12:55
    Highlight Highlight Kenne Schweizer die seit dem Aufruf von BR Cassis versuchen an Informationen zu ihrem Flug zu kommen / umzubuchen.
    Informationspolitik ist unterirdisch, bei allem Verständnis für die schwierige Lage.

    Bevor sowas an die Medien geht, müssen doch alle die im nächsten Monat einen Flug hätten, angeschrieben werden, dass am XY das letzte Flugzeug geht...

    Wirkt ein bisschen wie die Titanic mit zu wenig Rettungsbooten und das im 2020 bei einem Grosskonzern...
  • Na und 19.03.2020 12:45
    Highlight Highlight Wir warten auf unseren Rückflug von Bangkok.
    Gestern hat uns Swiss umgebucht auf den 03.04. was für uns o.k. ist.
    Was heisst hier, die einzige Langstrecke ab Montag geht nach New York? 🤔
  • Eidgenosse60 19.03.2020 11:15
    Highlight Highlight
    LX: Der Ruf nach Staatshilfe, simpel eine Frechheit.
    Die wurden mit 3 Milliarden Steuergeld gegründet und kurz danach für 350 Millionen an die LH verkauft. Folglich wurden 2650 Millionen Volksvermögen «privatisiert» und nun sollen nochmals Millionen «sozialisiert» werden. Brauchen wir eine «pseudonationale» Airline (in ausländischem Besitz). Für die heimische Zulieferkette werden sich sicherlich nachhaltige, weniger konjunkturabhängige Lösungen finden. Das ist sinnvoller als stehst Geld in ein Fass ohne Boden zu verlochen
  • hope2020 19.03.2020 10:06
    Highlight Highlight Wir brauchen Masken, Ventoren, Schutzkleidung
    Ist es nicht möglich, die gesamte Flotte von Flugzeugen zu nutzen und diese Dinge aus China per Flugzeug zu bekommen? Am Ende des Weltkrieges überlebte Berlin dank der Luftbrücke ! Kann die Swiss das nicht für die Schweiz tun ?
  • Flint 19.03.2020 09:56
    Highlight Highlight Ganz wichtig der Satz:
    «Das Geld könne nach der Krise zurückgezahlt werden.»
    Es geht hier um Kredite, nicht um eine Finanzierung per Steuergelder! Da dürften auch Zinsen fällig werden, was dem Staat später wieder zugute kommen würde.
    Die Schimpferei der letzten Tage in Leserkommentaren und bei Teilen der SVP, die Swiss sei Lufthansa, also Deutsch, und verdiene darum keinen Rappen an Hilfe, ist egoistisch und kurzsichtig! Man darf nicht vergessen, dass gerade die Lufthansa den Erfolg der Swiss ermöglicht. Z.B. kauft sie die sparsamen Flugzeuge der Swiss zentral zu sehr guten Konditionen ein.
    • TheRealSnakePlissken 19.03.2020 10:29
      Highlight Highlight Meines Wissens werden Verkehrsflugzeuge heutzutage nicht gekauft, sondern geleast. Ähnlich wie beim Privatkonsum: man ist eigentlich viel zu knapp für die grosse Karre, aber mit Leasing geht’s...,
    • Eidgenosse60 19.03.2020 11:01
      Highlight Highlight Lieber Flint, um 2650 Mio zuvor privatisiertes Volksvermögen zu kompensieren muss viel Zins fliessen!
    • x4253 19.03.2020 12:16
      Highlight Highlight @Snake
      Flugzeugleasing ist ein bisschen was anderes als Autoleasing.
    Weitere Antworten anzeigen
  • lesenderr 19.03.2020 09:38
    Highlight Highlight Kollegen dürfen nicht mehr über die Grenze zur Arbeit fahren, aber Teile des Tourismus lässt man weiter laufen. Das kann ich einfach nicht verstehen.
    Bitte schliesst den Flugbetrieb, alles andere wäre einfach nicht konsequent. Auch aus Respekt den anderen Länder gegenüber, damit wir den Virus nicht noch dorthin "exportieren".
    • blutoxic 19.03.2020 13:42
      Highlight Highlight Ja und die tausenden Schweizer Touristen welche im Ausland festsitzen? Zb wir gerade selbst: Alle Hotels werden geschlossen, keine Unterkünfte sind mehr verfügbar. Gestern beobachteten wir wie eine Familie samt Baby auf die Strasse gestellt wurde weil ein Hotel kein Geld mehr hatte. Den Flugbetrieb kann man nicht einfach einstellen, ansonsten können wir nicht nach Hause in die Quarantäne.
    • lesenderr 19.03.2020 17:10
      Highlight Highlight Mir ging es tatsächlich nur um den Tourismus, was im zweiten Teil meines Kommentars nicht deutlich hervor ging.
      Es wäre zu wünschen dass alle gestrandeten bald möglichst wieder nach Hause finden.
      Wünsche euch viel Durchhaltevermögen und schnellstmögliche Rückkehr!
    • burton85 19.03.2020 21:37
      Highlight Highlight mit den gestrandeten turisten mitleid zu haben, fällt mir ehrlich gesagt schwer. es war seit wochen abzusehen was sich abzeichnen wird. die zustände in italien waren ein sehr klares indiz dafür, mit was für einer situation sich die schweiz konfrontiert sehen wird. wer dann dennoch in die ferien ging ist absolut selber schuld und warscheindlich aus dem se ben schlag, wie die idioten, die sich immernoch an seen und flüssen trifft. entweder sind sie hochgrädig beratungsresistent oder bemitleidenswert beschränkt. wenn man dann noch mit kind unterwegs ist, ist man der könig der idioten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Knut Knallmann 19.03.2020 09:16
    Highlight Highlight Hat zwar nur bedingt etwas mit dem Artikel zu tun aber ist euch alle schon mal aufgefallen wie schön und klar der Himmel zur Zeit ist mit so wenig Kondensstreifen von den Flugzeugen? Tut mir Leid aber irgendwas muss man ja an der aktuell verzwackten Situation schön finden :)
    • Heinzbond 19.03.2020 16:18
      Highlight Highlight Auch die Stille die morgens in der einflugschneise herrscht, richtig schön...
  • Super8 19.03.2020 09:14
    Highlight Highlight Die Swiss und was mit ihr passiert interessiert im Moment an wenigsten. Die haben genug Kohle verdient in den letzten Jahren. Falls sie schon jetzt groundet, dann hat sie es verdient.
    • Leonessa 19.03.2020 11:07
      Highlight Highlight Nein mein Lieber!
      Die Swiss und ihre 9400 Mitarbeiter haben es eben nicht verdient von der Bildfläche zu verschwinden.
      Sie haben die letzten Jahre gut und viel gearbeitet und haben es ebenso verdient diese Krise zu überstehen, wie die KMU und die von euch als echte CH Unternehmen geltende Firmen.
      Die Unterstützung wird mit Zinsen zurückgezahlt. Niemand hat von Geschenken gesprochen.
      Deine Aussage ist eigoistisch und zeugt von einem beschränkten wirtschaftlichen Horizont.
  • eightball 19.03.2020 09:02
    Highlight Highlight Hättet ihr mal eine ordentliche Treibstoffsteuer bezahlt und nicht stets mit Abwanderung gedroht, würd ich ein Hohlehand-Machen mit einem Auge zur Kentniss nehmen.

    Sorry, diesmal sollten erst die KMU gestützt werden.

    Oder was bietet ihr denn für Garantien? Mit der ganzen Klimadiskussion und Konkurenzkampf durch Überkapazität traue ich dem Businessplan eines Pflegebetriebes weitaus mehr.
  • c_meier 19.03.2020 08:56
    Highlight Highlight hmmm Tausende Schweizer gestrandet in aller Welt. die versuchen an Tickets zu gelangen aber die Swiss streicht Flüge wo es nur geht.... und dann nach Staatshilfe schreien

    wäre glaub mal Zeit für ein kritisches Interview
    • misohelveticos 19.03.2020 13:46
      Highlight Highlight c_meier, schon mal das Wort Flugverbot gehört? Lufthansa und SWISS würden die Leute bestimmt gern ausfliegen, aber sie müssen erstmal Landeerlaubnisse bekommen. Ausserdem erzählen Sie mal, wie man mit vielleicht 10% d. Flotte, die noch fliegen dürfen, kostendenkend arbeitenkann?

      Zeit für kritisches Denken ist immer, auch wenn die Fakten einem nicht gefallen!
  • humpalumpa 19.03.2020 08:51
    Highlight Highlight Ja dann ist das halt so. Greta wird Freude haben.
  • Der Rückbauer 19.03.2020 08:10
    Highlight Highlight Jetzt, wo die Zukunft düster aussieht, wird nach dem Steuerzahler gerufen, nachdem vorher schätzungsweise insgesamt 5 Milliarden im Portemonnaie der anderen Deutschen Fluggesellschaft landeten.
    Rettung der Swss: NEVER!
    Und vergesst die Drohung mit dem Verlust von Arbeitsplätzen. Damals haben nach dem Grounding der Swissair alle wieder einen vielleicht noch besseren Job gefunden.
    • Leonessa 19.03.2020 13:25
      Highlight Highlight Nach dem Grounding der Swissair wurden die allermeisten Mitarbeiter von der Swiss übernommen.
      Na klingelts irgendwo...?
      Auch das ging nur mit Staatshilfe. Eine Airline stampft man nicht einfach so aus dem Boden. Und sonst kommt eine andere grosse ausländische Airline (Air France, Emirates etc., alle staatlich subventioniert) und übernimmt den Hub.
    • Der Rückbauer 19.03.2020 14:45
      Highlight Highlight Die wären auch durch eine andere Airline übernommen worden. Wo eine Nachfrage ist, gibt's auch Jobs. Sonst nicht. Und heute hat's zu viele Flüügerli. Bist Du Kommunist? Planwirtschaft? Fan von Alitalia, finanziert durch die Teutonen? Damit der Papst gratis rumfliegen kann?
    • misohelveticos 19.03.2020 15:44
      Highlight Highlight @Der Rückbauer, Informationsdefizit?

      Lufthansa, hat 310 Mio. EURO f. SWISS gezahlt, sowie rund 600 Mio EURO Schulden und Verbindlichkeiten für bereits bestellte Maschinen f. 900 Mio EURO übernommen.
      Ausserdem hat die Aktion Phoenix mit der die SWISS gegründet wurde, UBS, CS, Kanton Zürich und den CH-Bund "nur" 2 Mrd. CHF gekostet (Phoenix aus der Asche – die Geburt der Swiss, Tagesanzeiger 2.10.2011)
      Die habt Ihr CH-Superhelden ganz allein verlocht. Kaum war die SWISS AG bei der LH, gab es Gewinne.
      Wenn Ihr die SWISS vor die Wand fahren wollt, tut es. Die Araber greifen bestimmt gern zu.
    Weitere Antworten anzeigen
  • jonas guggenheim 19.03.2020 08:08
    Highlight Highlight Jeder Franken, der jetzt in Airlines investiert wird, halte ich für verloren. Wer wird in den nächsten Monat einen Flug buchen? Nur wer beruflich dazu gezwungen wird, oder es jetzt nicht nach Hause geschafft hat. Hilfen für die Angestellten, aber nicht die Airlines sind jetzt meiner Meinung nach angebracht.
  • Abraham Colombo 19.03.2020 08:03
    Highlight Highlight Abgesehen vom Namen hat das nicht mehr viel mit Swiss zutun. Mein Mitleid hält sich in Grenzen.
    • ursus3000 20.03.2020 08:07
      Highlight Highlight Mitleid nützt auch nichts , von dem können sie nicht leben

Vergiftete Böden und Kinderarbeit – was sich Schweizer Firmen im Ausland alles erlauben

Am 29. November stimmt die Schweiz über die Konzern-Initiative ab. Sie soll Schweizer Unternehmen bei Rechtsverstössen im Ausland stärker haftbar machen. Höchste Zeit also, um sich ein paar Beispiele von bis jetzt ungeahndeten Menschenrechts- und Umweltvergehen anzusehen.

Nach der Abstimmung ist vor der Abstimmung: Bereits am 29. November kann das Schweizer Stimmvolk erneut wählen gehen. Zum Beispiel über die Konzernverantwortungsintiative. Diese fordert, dass globale Konzerne mit Sitz in der Schweiz einem zwingenden Regelwerk unterstellt sind, wenn es um die Beachtung von Menschenrechten und Umweltschutz bei ihren weltweiten Tätigkeiten geht.

Oder einfach gesagt: Schweizer Unternehmen und ihre Tochterfirmen könnten für ihre Tätigkeiten im Ausland rechtlich …

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