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Sika erzielt höchsten Jahresumsatz der Firmengeschichte

11.01.2022, 08:42
Bild: sda

Der Bauchemie- und Klebstoffhersteller Sika ist mit viel Tempo aus der Coronakrise herausgekommen. Begünstigt wurde die Entwicklung vom Aufschwung in der Bauindustrie nach den Pandemie-bedingten Schliessungen im Vorjahr.

Wie Sika am Dienstag mitteilte, kletterte der Umsatz im Geschäftsjahr 2021 um 17.1 Prozent auf 9.24 Milliarden Franken. Im Vorjahr noch hatte Sika einen Rückgang um 2.9 Prozent hinnehmen müssen.

Damit habe Sika einen neuen Rekordumsatz geschrieben, erklärte das Unternehmen, das damit auch die eigenen Prognosen eines Wachstums von 13 bis 17 Prozent übertroffen hat. Das Wachstum wurde von insgesamt sieben Akquisitionen gestützt.

Analysten hatten im Schnitt mit einem etwas tieferen Umsatz von 9.15 Milliarden Franken gerechnet.

Wachstum in allen Regionen

Dabei hat das Unternehmen in allen Regionen stärker zugelegt als der Markt - trotz der anhaltenden Pandemie und Engpässen bei der Beschaffung von Rohmaterialien. Die Produkte von Sika werden etwa zur Verstärkung und Abdichtung von Beton verwendet.

Am stärksten legte Sika in Nord- und Südamerika mit einem Wachstum von 21 Prozent in Lokalwährungen zu. Deutlich gewachsen ist das Unternehmen in Mexiko, Kolumbien, Brasilien, Peru und Chile.

In der Region Asien/Pazifik ging es um 19.4 Prozent nach oben. Geglänzt habe China mit zweistelligen Zuwachsraten, während die Entwicklung in Japan weiterhin anspruchsvoll bleibe. In der grössten Konzernregion EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) ist Sika in Lokalwährungen um 16.1 Prozent gewachsen.

Autobau kommt nur langsam auf Touren

Die Klebstoffe und Dichtmittel von Sika kommen aber nicht nur auf Baustellen zum Einsatz, sondern auch in der Automobilindustrie. Diese steht für rund 10 Prozent des Sika-Geschäfts, darbte aber schon vor Ausbruch der Corona-Krise.

Sika setzte im Segment «Global Business» nur 4.3 Prozent mehr um, nachdem es im Vorjahr um 11.4 Prozent nach unten gegangen war. Die erwartete Erholung der Autoindustrie habe sich aufgrund des Halbleitermangels nicht materialisiert, erklärte Sika.

Man rechne aber mit anhaltenden Wachstumsimpulsen durch die Megatrends im Autobau, betonte das Unternehmen.

Höhere Margen in Sicht

Sika will aber nicht nur wachsen, sondern auch profitabler werden. Der Konzern rechnet für 2021 mit einer EBIT-Marge von 15 Prozent - 2020 lag diese noch bei 14.4 Prozent. Die Gewinnzahlen werden am 18. Februar publiziert.

An seinen strategischen Zielen hält der Konzern fest. Demnach will Sika bis 2023 jährlich um 6 bis 8 Prozent in Lokalwährungen wachsen. Und die EBIT-Marge soll im Bereich von 15 bis 18 Prozent liegen.

Sika geht davon aus, dass der Markt für bauchemische Produkte und Lösungen bis 2023 auf rund 80 Milliarden Franken pro Jahr wachsen wird, getrieben von Konjunkturprogrammen und dem Trend zu nachhaltigeren Bauten. (aeg/sda/awp)

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