UBS überrascht mit Milliardengewinn und Dividendenerhöhung
Die UBS hat das vergangene Jahr fulminant beendet. Im Schlussquartal erwirtschaftete die Bank mit 1,2 Milliarden Dollar über 56 Prozent mehr Gewinn als im Vorjahr. UBS verdankt diese Leistung nicht zuletzt dem hervorragenden Umfeld auf den Finanzmärkten. Ein global kräftiger Anstieg der Aktienkurse, ein relativ stabiles Zinsniveau und eine nach wie vor robuste Weltkonjunktur motivierten die Kunden der Bank zum Investieren. Die UBS profitierte mit höheren Gebührenerträgen. Auch der im Vergleich zur UBS-Rechnungswährung Dollar deutlich erstarkte Franken dürfte zu dem starken Quartalsergebnis beigetragen haben, das weit über den Erwartungen der Finanzanalysten zu liegen kam.
Neuer Aktienrückkauf
In der Zwölfmonatsbetrachtung konnte die UBS, getragen von einem kräftigen Anstieg der Erträge (+13 Prozent) einen Gewinn von 7,8 Milliarden Dollar ausweisen. Das sind 53 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Aktionäre sollen mit einer von 90 US-Cents auf 1,1 Dollar pro Aktie erhöhten Dividende profitieren. Zudem kündigte die Bank ungeachtet der laufenden politischen Diskussion um die richtige Kalibrierung des Eigenkapitals einen weiteren Aktienrückkauf für 2026 in Höhe von 3 Milliarden Dollar an.
Die Integration der Credit Suisse ist gemäss Angaben der UBS mittlerweile zu 85 Prozent abgeschlossen. Die komplexe Übung hat bislang 13,4 Milliarden Dollar gekostet und jährliche Einsparungen von 10,7 Milliarden Dollar gebracht. 2026, wenn die Integration vollständig abgeschlossen ist, sollen jährliche Einsparungen von 13,5 Milliarden Dollar bei einmaligen, kumulierten Kosten von 15 Milliarden Dollar resultieren.
Keine Angaben zu Stellenabbau
Wie viele Mitarbeitende in der Schweiz aufgrund der Integration im laufenden Jahr noch ihre Stelle verlieren werden, steht nicht in der frühmorgens verteilten Medienmitteilung der UBS. Möglicherweise wird sich CEO Sergio Ermotti im Verlauf des Morgens an zwei Telefonkonferenzen mit Finanzanalysten und Journalisten noch äussern zum erwarteten Stellenabbau. Unerwähnt blieb in der Medienmitteilung auch das gestrige Hearing im US-Kongress, bei dem es um eine neuerliche Aufarbeitung der Holocaust-Vergangenheit der Credit Suisse ging.
+++ Update folgt +++ (aargauerzeitung.ch)
