Wissen
Digital

ChatGPT: KI-Ranking historischer Persönlichkeiten verblüfft

ChatGPT von OpenAI auf Smartphone und Notebook.
Der KI-Bot ChatGPT hat auf fast jede Frage eine Antwort.Bild: Shutterstock

ChatGPT erstellt Ranking historischer Persönlichkeiten – Trump liegt nur knapp vor Hitler

08.03.2023, 10:0124.03.2023, 15:42

ChatGPT ist auch dreieinhalb Monate nach seiner Erscheinung immer noch in aller Munde. Das KI-Modell, das von der Firma OpenAI trainiert wurde und auf natürliche Sprache spezialisiert ist, kann menschenähnliche Konversationen führen und Fragen zu einer Vielzahl von Themen beantworten. Internet-Nutzer aus der ganzen Welt stehen Schlange, um mit dem Chatbot ein Gespräch führen zu können.

Ein Reddit-Nutzer hat dabei ein besonders interessantes Experiment durchgeführt: Er fragte ChatGPT zunächst, welche Eigenschaften die mächtigste Person der Welt haben sollte. Die Künstliche Intelligenz spuckte auf diese Frage zehn Eigenschaften aus: Führung, Diplomatie, Empathie, Vision, Intelligenz, Entschlossenheit, Ehrlichkeit, Durchsetzungsvermögen, Demut und Respekt für andere.

In der Folge liess der Reddit-Nutzer 58 aktuelle und historische politische Persönlichkeiten basierend auf diesen Merkmalen von ChatGPT bewerten. Herausgekommen ist dabei folgendes Ranking, das allerdings nicht als objektiv betrachtet werden soll. Denn ChatGPT generiert seine Texte aus Millionen von Seiten im Internet und fasst somit lediglich zusammen, was der Zeitgeist von der Persönlichkeit hält.

Mobile-Nutzer klicken auf das Bild, um heranzoomen zu können.

Bild

Wenn auch nicht 100-prozentig hieb- und stichfest, interessant ist die Spielerei trotzdem: Gemeinsam an der Spitze liegen Abraham Lincoln und Nelson Mandela mit einem Durchschnitt von 9,6 von 10 möglichen Punkten. Sowohl dem amerikanischen als auch dem südafrikanischen Ex-Präsidenten wurde von ChatGPT in der Sparte «Durchsetzungsvermögen» jeweils zwei Punkte abgezogen. Beiden fehlt auch bei Demut ein Zähler zum Punktemaximum. Lincoln kriegte zudem bei Diplomatie eine Neun, Mandela bei Intelligenz.

Hinter dem Spitzenduo folgen Mahatma Gandhi, George Washington und Barack Obama. Die ehemalige deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel belegt als bestklassierte Frau mit einem Schnitt von 8,9 Punkten den 6. Rang.

Viel spannender ist allerdings das Ende des Rankings: Dort tummeln sich die Diktatoren und Despoten dieser Welt – und Donald Trump. Der ehemalige US-Präsident kommt bei der Bewertung von ChatGPT in fast allen Sparten ganz schlecht weg und liegt mit 4,0 Punkten im Schnitt nur knapp vor Adolf Hitler. Der ehemalige Führer der NSDAP holt sich dank guter Noten bei Vision, Entschlossenheit und Durchsetzungsvermögen 3,7 Zähler im Schnitt. Denn ChatGPT bewertet nicht die Art der Vision, sondern nur, dass eine vorhanden war.

Abgeschlagen auf dem letzten Platz mit nur 2,5 Punkten liegt Idi Amin, der von 1971 bis 1979 Diktator von Uganda war und als Inbegriff eines brutalen Gewaltherrschers gilt. Zwischen 300'000 und 400'000 Menschen sollen seiner achtjährigen Gewaltherrschaft zum Opfer gefallen sein. (pre)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
So würden die «Harry Potter»-Charaktere laut KI aussehen
1 / 25
So würden die «Harry Potter»-Charaktere laut KI aussehen
Wenn ein Buch verfilmt wird, entsprechen die Schauspielerinnen und Schauspieler nicht immer den Beschreibungen des Autors oder der Autorin. Doch mit Künstlicher Intelligenz lässt sich das ändern. Wir haben elf «Harry Potter»-Charaktere fast 1:1 zum Leben erweckt.
quelle: warnerbros/ artbreeder/ watson
Auf Facebook teilenAuf X teilen
«Nothing, Forever»: So sieht eine KI-generierte Sitcom aus, die unendlich läuft
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Neue Notbremsassistenten übersehen Kinder in Warnkleidung
Der ADAC hat Notbremsassistenten von sechs Fahrzeugen getestet. Dabei zeigten sich teils gefährliche Schwächen bei der Erkennung von Fussgängern und insbesondere Kindern.
Sie sollen Leben schützen – doch offensichtlich hat der Schutz Grenzen: Der ADAC hat in einer Studie Sicherheitslücken bei Notbremsassistenten von Autos aufgedeckt. Die Systeme von sechs getesteten Fahrzeugen erkannten Fussgänger und Kinder unter bestimmten Umständen bei Dunkelheit nicht zuverlässig und konnten Kollisionen in diesen Fällen nicht verhindern.
Zur Story