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Luftballons unter Wasser sollen als Energiespeicher dienen

Innovative Idee: Luftballons am Seeboden als Energiespeicher.
Innovative Idee: Luftballons am Seeboden als Energiespeicher.
Bild: Hydrostor

Unter-Wasser-Luftballons sollen als Energiespeicher dienen

02.03.2016, 21:0702.03.2016, 21:07

Solarenergie oder Windkraft sind umweltfreundlich, aber sie haben einen grossen Nachteil: Sie sind nicht konstant verfügbar, und sie fallen oft gerade dann an, wenn der Bedarf niedrig ist. Je wichtiger diese erneuerbaren Energien werden, desto dringender stellt sich daher die Frage nach geeigneten Speichermedien. 

Die Kapazität von Grossbatterien wächst ständig, doch diese Speichermedien sind problematisch, weil sie giftige Inhaltsstoffe enthalten. Pumpspeicherkraftwerke – die Wasser in ein höher gelegenes Bassin pumpen und bei Bedarf wieder ablassen, wobei es einen Generator antreibt – sind dagegen sauber und effektiv, aber da sie stark in die Landschaft eingreifen, sind sie auch umstritten. Das Prinzip, überschüssigen Strom zur Herstellung von potentieller Energie zu nutzen, kann allerdings auch auf andere Art umgesetzt werden: Die kanadische Firma Hydrostor will dies mit Luftballons erreichen.

So funktioniert der Kraftwerks-Prototyp.
YouTube/Hydrostor

Der Clou dabei: Die Ballons sollen unter Wasser mit Luft gefüllt werden. Durch den Wasserdruck hat viel mehr Luft in den Ballons Platz, als an Land möglich wäre. Hydrostor installierte als Prototyp dieses alternativen Speicherkraftwerks riesige Luftsäcke am Boden des Ontariosees, die dann mit einer an Land befindlichen Kompressorstation verbunden wurden.

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Fällt Strom an, der den Bedarf übersteigt, wird er dazu verwendet, Luft in die Säcke zu pressen. Um umgekehrt aus der Pressluft wieder Strom zu machen, wird sie freigelassen. Beim Entweichen treibt der Luftsrom Turbinen an – die potentielle Energie verwandelt sich wieder in kinetische Energie. Wie hoch der Wirkungsgrad – negativ ausgedrückt: der Energieverlust – der Testanlage ist, soll nun mit dem Protoypen erforscht werden. (dhr via geo.de)

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10 Kommentare
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Ramce
02.03.2016 22:40registriert Februar 2016
jeah sience b*tch! :D
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Elsa Roth – als eine Frau an der Spitze des Schweizer Skisports stand
Die Bernerin Elsa Roth war Rennfahrerin, Skilehrerin und Funktionärin. Sie gründete den Schweizerischen Damenskiclub mit und führte ab 1939 die Geschäfte des nationalen Skiverbands während fast 35 Jahren. Heute ist ihr Name nur wenigen ein Begriff.
Roth kam am 15. Februar 1906 als fünftes Kind einer Berner Burgerfamilie zur Welt. Ihr Vater war Wirt, die Mutter wird in den Akten als «Privatière» bezeichnet. Nach dem frühen Tod des Vaters wuchs sie in der Stadt mit ihrer Mutter und ihrem Stiefvater auf. Hans Dinkelmann war unter anderem Nationalrat für die Radikalen (heute: FDP) und später Mitglied der Generaldirektion der SBB. Roth besuchte die Sekundarschule in Bern und absolvierte eine Fortbildungsklasse an der städtischen Mädchenschule mit den Schwerpunkten Erziehungs- und Haushaltungskunde. Danach ging sie als 17-Jährige für einen einjährigen Sprachaufenthalt nach England.
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