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Wer sich während der Schwangerschaft fit hält, ist besser auf die Geburt vorbereitet. Bild: shutterstock

Fit durch die Schwangerschaft: Welche Sportarten sind erlaubt und worauf muss man achten? 6 Fragen und Antworten

«Du sollst dich doch schonen!» Diesen Satz bekommen werdende Mütter häufig zu hören. Doch gilt das auch für die sportliche Betätigung? Auf keinen Fall – so lange man sich an ein paar Richtlinien hält.



1. Bis zu welchem Zeitpunkt ist Sport erlaubt?

Grundsätzlich können und sollten sich schwangere Frauen bis zur Geburt ihres Kindes bewegen und Sport treiben. Jedoch sind nicht alle Sportarten gleichermassen empfehlenswert. Einschränkungen gibt es ausserdem bei Frauen, die eine Risikoschwangerschaft haben, bei der Ruhe empfohlen wird. Dort ist Vorsicht geboten.

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Auch Schwangere sollen sich fit halten. Bild: shutterstock

2. Wie steht es um die einzelnen Sportarten?

Joggen: Wenn eine Frau einen normalen Schwangerschaftsverlauf hat, ist gegen mässig intensiven Sport nichts einzuwenden, wenn sie mit der Sportart schon vor der Schwangerschaft vertraut war.

Extrem- und Kontaktsportarten – wie zum Beispiel Fussball, Basketball, Volleyball und Unihockey – sollten vermieden werden, da es zu Schlägen und Stössen auf den Bauch kommen kann. Und zwar sollte man diese Sportarten gleich von Beginn an unterlassen.

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Auch angepasstes Krafttraining ist möglich. bild: shutterstock

Schwimmen ist sehr empfehlenswert, da man im Wasser leichter ist und es keine Stösse gibt. Auch andere Sportarten im Wasser wie Aquafit oder Aquajogging sind gut machbar. 

Falls die Frau schon vor der Schwangerschaft Velo gefahren ist, kann sie dies auch während der Schwangerschaft weiter tun. 

Falls das Krafttraining speziell auf die Schwangerschaft abgestimmt wird, können schwangere Frauen auch weiterhin das Fitness-Studio besuchen. 

Wandern ist für schwangere Frauen empfohlen. Mit einer kleinen Einschränkung: Ab 2000 m.ü.M. ist Vorsicht geboten.

Infobox:

Für die Beantwortung der Fragen standen uns Sibylle Abt und Katharina Quack Lötscher zur Verfügung. Beide sind an der Klinik für Geburtshilfe im Universitätsspital Zürich tätig. Im Rahmen des Projekts PEBS («Präventive Ernährungs- und Bewegungsberatung in der Schwangerschaft bis ein Jahr nach Geburt») haben sie ausserdem die Beratungsplattform buggyfit.ch ins Leben gerufen.

3. Welche Sportarten sind besonders geeignet?

Ob Nordic Walking oder einfach zügiges Gehen: Sämtliche Gehsportarten sind ideal. Auch Sportarten im Wasser sind empfehlenswert, da keine Schläge zu befürchten sind.

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Wassersportarten sind besonders gut geeignet. Bild: shutterstock

4. Wie wirkt sich der Sport auf das Kind aus?

Wenn sich die schwangere Frau bewegt, profitiert auch das Kind. Bewegung und Sport der Mutter wirken sich positiv auf die Blutfett- und Blutzuckerwerte aus und fördern die Durchblutung generell. Dies ist auch gut für die Plazenta, also den «Mutterkuchen».

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Vom Sport profitiert auch das Kind. Bild: shutterstock

5. Welche Effekte hat es, wenn man während der Schwangerschaft Sport macht?

Positiv: Neben der Förderung der Durchblutung sorgt die sportliche Betätigung auch dafür, dass die Frau gut auf die Geburt vorbereitet ist. Die Beweglichkeit und Fitness werden gefördert und die Muskeln gestärkt. Zudem unterstützt der Sport eine normale Gewichtszunahme und verbessert vor allem auch die Blutzuckerwerte bei Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes. 

Negativ: Eigentlich gibt es keine Gründe, keinen Sport zu machen. Ausser man hat eine Risikoschwangeschaft, die sich beispielsweise durch Blutungen zeigt oder es in einer letzten Schwangerschaft zu einer Frühgeburt kam.

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Nach der Geburt ist ein langsamer Aufbau wichtig. Bild: shutterstock

6. Wann darf man nach der Geburt wieder loslegen?

Grundsätzlich kann nach acht bis zehn Wochen wieder dosiert mit Sport begonnen werden. Wichtig ist, dass zuerst eine Nachgeburtskontrolle beim Arzt durchgeführt und mit dem Beckenbodentraining begonnen wurde. Wichtig ist ein langsamer Aufbau.

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