Wissen
Food

Darum schmeckt Broccoli 70 Prozent der Menschen nicht

Bild
bild: shutterstock

Darum schmeckt Broccoli 70 Prozent der Menschen nicht

Gute Ausrede für Gemüse-Verschmäher: Ob wir Broccoli bitter finden oder nicht, liegt in unseren Genen. Das hat der Chemiker Arthur Fox 1931 per Zufall entdeckt.
15.11.2019, 10:2615.11.2019, 10:27

Die einen mögen ihn vielleicht einfach nicht, für andere schmeckt er tatsächlich bitter: Broccoli. Schuld ist das Molekül Phenylthiocarbamid, kurz PTC.

Dieses ist auch im Broccoli enthalten und hat laut Nicolas Godinot, Kurator des Alimentariums in Vevey, eine spezielle Eigenschaft: «Rund 30 Prozent der Menschen nehmen diesen Bitterstoff gar nicht wahr, alle anderen reagieren darauf – manche recht heftig.» Ob das der Fall ist oder nicht, liegt an den Genen.

Godinot erklärt die speziellen Eigenschaften des Moleküls PTC im folgenden Video.​

Video: srf

Entdeckt hat diese Umstände der Chemiker Arthur Fox im Jahr 1931 bei einem Laborexperiment. Godinot: «Damals entwich etwas Pulver in die Luft, worauf ein Kollege einen bitteren Geschmack auf der Zunge hatte. Doch Arthur Fox nahm nichts dergleichen wahr.» Wie sich zeigte, lag das an der entwichenen Substanz: PTC.

(SRF/smo) (bzbasel.ch)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Wenn Essen Angst macht – 14 sehr spezifische Food-Phobien
1 / 15
Wenn Essen Angst macht – 14 sehr spezifische Food-Phobien
1. Alektorophobia: Freilich sind alle hier aufgelisteten Phobien eher selten. Alektorophobia, etwa, ist die Angst vor Hühnern und Pouletfleisch.
quelle: chicken.ca / chicken.ca
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Deswegen solltest du Stinkwanzen nicht einsaugen
Im Herbst suchen Stinkwanzen vermehrt Schutz in unseren Wohnungen und Häusern. Wie man sich vor den kleinen Eindringlingen schützt und warum man sie besser nicht einsaugen sollte.
Der Sommer 2026 war heiss und trocken. Neben braunen Wiesen und dürftigen Ernten hatte das Ganze aber noch einen anderen unschönen Nebeneffekt: Stinkwanzen. Diese konnten sich bei dem diesjährigen Wetter besonders gut vermehren. Jetzt im Herbst dürften die kleinen Stinker nun somit häufiger an Hausfassaden, Fenstern und in Wohnungen anzutreffen sein.
Zur Story