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Im Schnitt schon nach zehn Minuten satt: Übergewichtige.  Bild: Shutterstock

Hohes Esstempo

Übergewichtige sind rascher satt – essen aber trotzdem mehr 

Leute, die zu viele Kilos auf die Waage bringen, brauchen weniger Zeit als Normalgewichtige, bis sie sich satt fühlen. Da sie schneller essen, nehmen sie aber trotzdem mehr Kalorien auf. 



Eine Forschungsgruppe um Christoph Beglinger vom Universitätsspital Basel hat das Völlegefühl bei Normal- und Übergewichtigen verglichen, wie der Schweizerische Nationalfonds (SNF), der die Studie finanziert hat, am Dienstag mitteilte. Die Wissenschaftler kommen zum Schluss, dass Übergewichtige schneller essen – und trotzdem mehr Kalorien aufnehmen.

Beglinger und Kollegen haben je zwanzig Normal- und Übergewichtige gebeten, morgens auf nüchternen Magen ein Ernährungsgetränk mit standardisiertem Inhalt zu sich zu nehmen. Die Testpersonen durften so viel und so schnell trinken, wie sie wollten, und kreuzten alle drei Minuten an, wie satt sie sich fühlten.

Nach 10 Minuten satt

Im Schnitt gaben Übergewichtige schon nach zehn Minuten an, satt zu sein; fast vier Minuten früher als Normalgewichtige. Doch in diesen zehn Minuten konsumierten sie durchschnittlich ungefähr 85 statt wie die Normalgewichtigen nur etwa 50 Kilokalorien pro Minute. So nahmen sie trotz der kürzeren Zeitspanne der Nahrungsaufnahme etwa 140 Kilokalorien mehr zu sich, bevor sich ihr Völlegefühl meldete.

«Schon 100 tägliche Kilokalorien über der empfohlenen Menge können zur Gewichtszunahme führen», schreiben die Forschenden in ihrer Studie. «Deshalb ist das hohe Esstempo ein Faktor, der möglicherweise zum Übergewicht beiträgt.» Und auch wenn es schwierig sei, das Essverhalten zu ändern, so deuteten die neuen Resultate darauf hin, dass in diese Richtung zielende Therapien richtig liegen. «Langsam essen ist nicht nur gesund, es dürfte auch beim Abnehmen helfen», liess sich Beglinger in der Mitteilung zitieren.

Seit 1980 hat sich die Zahl der Übergewichtigen weltweit verdoppelt, wie der SNF schreibt. Übergewicht erhöht das Risiko für Erkrankungen wie Diabetes, Herzkrankheiten und gewisse Krebsarten. (dhr/sda)

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