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Frauengeschichte Teaser

bild: watson

Die keltische Kriegerkönigin Boudica, die tausende Römer niedermetzelte

Unsere Serie «Frauen der Geschichte» geht in die zweite Runde. Auf vielfältigen Wunsch der User wurde das Format von Kurzporträts in Langporträts verwandelt. ALSO WEHE, IHR LEST NICHT ALLES.

23.01.17, 14:20 23.01.17, 21:50


«All das Unglück aber brachte ein Weib über die Römer, was an sich schon die ärgste Schmach für sie bedeutete.»

Cassius Dio, «Römische Geschichte»

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Eine neuere Darstellung von Boudica, die mehr oder weniger der überlieferten Beschreibung von Cassius Dio folgt: «Hochgewachsen, gar Furcht erweckend in der Erscheinung, mit blitzendem Auge. Dichtes, hellblondes Haar fiel ihr herab bis zu den Hüften, den Nacken umschlang eine grosse, goldene Kette, und der Leibrock, den sie trug, war buntfarbig und von einem dicken Mantel bedeckt, der durch eine Fibel zusammengehalten wurde.»  Bild: alamy.com

Cäsar war der erste Römer, der einen Fuss auf die Insel Britannia setzte. Denn von diesem schwimmenden Land mit den wilden Küsten erhielten die Gallier immer wieder Unterstützung im Kampf gegen Rom. Das sollte aufhören. Cäsar schickte einen Gesandten, der von den keltischen Stämmen sofortige Unterwerfung forderte – oder wie es der Imperator nannte: Man solle sie «freiwillig unter den Schutz des römischen Volkes stellen». Das war im Jahr 55 v. Chr. Die Kelten wehrten sich 102 Jahre lang – dann wurde Britannia zur römischen Provinz.

Man baute Camulodunum (heutiges Colchester, Essex), eine Kolonie für die Veteranen der vier dort stationierten Legionen. Man vertrieb die Menschen von ihrem Land und pflanzte die neue Stadt auf ihre verlassenen Häuser. Man errichtete einen Tempel für den vergöttlichten Claudius – dieses «Bollwerk ewiger Zwangsherrschaft» wurde mit den Tributen finanziert, die die Inselkelten an die fremden Herrscher zu entrichten hatten.

Die Römer waren die Herren der Welt und so traten sie auch auf. Das Herz ihres Imperiums lag am Mittelmeer und ihre gierigen Hände fingerten nach Kleinasien, hinunter nach Nordafrika, hinauf zum Schwarzen Meer, und nun hatten sie auch Britannien erreicht.

Das Römische Reich unter Kaiser Claudius 37–55 n. Chr. Im Jahr 47 wurde Britannia zur römischen Provinz. Gelb: zum Imperium Romanum gehörend; grün: Annexionen und Eroberungen zu dieser Zeit; rosa: römische Klientel-Königreiche. bild: wikimedia

Lange ertrugen die Kelten die Demütigungen, die ihnen auf ihrem eigenen Boden widerfuhren. Lange ertrugen sie sogar den raffgierigen und korrupten Finanzverwalter Catus Decianus und seine dreckigen Geldgeschäfte – bis er zu weit ging.

Die Misshandlung und Schändung der königlichen Familie

«Jetzt verteidige ich nicht als Spross so hoher Ahnen meinen Thron und meinen Besitz, sondern als eine Frau aus dem Volke übe ich Rache für den Verlust der Freiheit, für die körperlichen Misshandlungen und die geschändete Keuschheit meiner Töchter. So weit ist es mit den Gelüsten der Römer gekommen, dass keine Person vor ihnen sicher ist und sie sich sogar an alten Frauen und keuschen Mädchen vergehen.»

Tacitus, «Annalen»

John Opies «Boudica predigt den Briten», ca. 1800.

Diese Worte sprach Boudica zu ihren Männern kurz vor der letzten Schlacht gegen die Römer. Zumindest stehen sie so in den «Annalen» des römischen Geschichtsschreibers Tacitus geschrieben. Die Historiographen der Antike sind sehr grosszügig mit der Wahrheit umgegangen. Sie neigten zu Übertreibungen, sie liebten die Dramatik und sie nahmen schamlos Partei. Doch genau diese tendenziösen Färbungen verraten uns sehr viel über das Bild, das sich die Römer von dieser keltischen Kriegerkönigin und ihrem barbarischen Volk machten.

Als Prasutagus um das Jahr 60 herum stirbt, besteigt seine Frau den Thron. Boudica ist nun Königin der Icener, eines keltischen Stammes im Osten der Insel, auf dem Gebiet der heutigen Grafschaften Norfolk und Suffolk. Die Erben seines enormen Reichtums sind seine beiden Töchter –  und der amtierende Kaiser Nero. Ihn hatte der König ins Testament geschrieben, um seiner Familie den Thron zu sichern. Er wollte sich mit den Römern gut stellen. 

Doch es half nichts. Catus Decianus überfiel eines Tages den königlichen Palast. Seine Veteranen und Sklaven plünderten das Haus leer, schlugen Boudica und schändeten ihre Töchter. Sie vertrieben die vornehmen Icener von ihrem ererbten Besitz und verkauften die Verwandten des Königs in die Sklaverei.

Barbarische Weiblichkeit: Eine Frau als Führerin der Streitkräfte

Die Bronzeskulptur von Boudica auf ihrem Streitwagen in London, sie steht am westlichen Ende der Westminster Bridge und schaut zum Big Ben. bild: tumblr/sulphurousvisions

Die Königin, ihre ganze Familie und alle Icener wurden durch diese Gräueltat beschmutzt und gedemütigt. Die Zeit für Vergeltung war gekommen. Und der Moment war günstig: Der Statthalter und Oberbefehlshaber über die britannischen Legionen – Gaius Suetonius Paulinus – war abwesend.

Tacitus berichtet uns, dass nun Boudica «in geheimen Verschwörungen die noch nicht von der Knechtschaft zermürbten Stämme zur Wiedergewinnung der Freiheit» bewogen habe. Dass sie sich als Frau an die Spitze ihrer Streitkräfte stellte, wertet er nicht. Er stellt nur nüchtern fest, dass die «Britannier im Oberbefehl nicht nach Geschlecht unterscheiden». Bei Cassius Dio, dessen Werk erst 150 Jahre nach Boudicas Aufstand erschien, klingt es anders:

«Die Person indessen, welche die Briten vor allem aufreizte und zum Krieg gegen die Römer beredete, welche ihrer Führung für würdig erachtet wurde und das gesamte Kampfgeschehen leitete, war Boudica, eine Britin aus königlichem Geschlecht und klüger, als Frauen gewöhnlich sind.»

Cassius Dio, «Römische Geschichte»

Nach römischem Verständnis gehörte die Frau ins Haus und ganz sicher nicht aufs Schlachtfeld. Der Krieg und die Politik, das waren die Domänen der Männer. Deshalb beschrieb sie Dio wohl auch mit eher unweiblichen Attributen: Furcht erweckend sei ihre Erscheinung gewesen, ihr Auge blitzte und sie sprach mit rauer Stimme.

Boudica war für die Römer in erster Linie eine Barbarin. Sie gehörte einem wilden, kulturlosen und primitiven Volk an, das – wie Cäsar berichtet – Menschen opfert, um ihren falschen Göttern zu huldigen. Dass sie sich aber als Frau an die Spitze ihrer männlichen Streitkräfte stellte, überstieg das patriarchal organisierte Gehirn eines Römers.

Weibliche Barbarei: Boudica übt Vergeltung

Eine moderne Umsetzung von Boudica mit der typischen blauen Körperbemalung der Kelten, die vom römischen Geographen Pomponius Mela beschrieben wird. bild:http://www.puttyandpaint.com/projects/8779 

Unvermutet greift sie mit ihren Männern die Veteranenkolonie Camulodunum an. Den Römern bleibt keine Zeit, ihre Frauen in Sicherheit zu bringen, Soldaten waren wenige da und so rollte die «bestialische Grausamkeit» der Inselkelten ungebremst über die Stadt:

«Sie hängten die vornehmsten und schönsten Frauen nackt auf, schnitten ihnen die Brüste ab und hefteten sie an ihren Mund, so dass es aussah, als verzehrten die Unglücklichen diese Körperteile; dann spiessten die Briten sie an spitzen Pfählen auf, die sie der Länge nach durch den ganzen Körper trieben. Und all diese Schreckenstaten vollführten sie, indem sie zugleich Opfer darbrachten, Schmausereien hielten und ihrem Frevelsinn die Zügel schiessen liessen.»

Cassius Dio, «Römische Geschichte»

Danach folgen Londinium (heutiges London) und Verulamium (südwestlich der heutigen Stadt St. Albans in der Grafschaft Hertfordshire). In blinder Tötungswut hätten die Barbaren die Städte in Schutt und Asche gelegt und dabei 70'000 römische Bürger und Verbündete niedergemacht, schreibt Tacitus. Die Zahl scheint allerdings reichlich übertrieben. Vielen Einwohnern gelang die Flucht. Und wahrscheinlich war nicht mal die Population der drei Städte zusammen so hoch.

Die letzte Schlacht: Roms Rache

Boudica zieht in ihre letzte Schlacht. bild: via pinterest

Die Römer schöpfen Hoffnung, als endlich der Statthalter Suetonius zurückkehrt. Der Finanzverwalter Decianus hat sich inzwischen schändlich von der Insel gestohlen. Taktisch klug stellt der Feldherr die zahlenmässig weit überlegenen Britannier – Schätzungen gehen von ca. 100'000 Kelten vs. 10'000–13'000 römische Soldaten aus – in einer Schlacht auf offenem Feld. Nichts können die schlecht bewaffneten, bäuerlichen Kelten gegen die trainierten Römer, ihre eiserne Disziplin und ihre überlegene Schlachtformation ausrichten. 

Wie Dio es beschreibt, haben letztlich die männliche Kraft und Vernunft über die weibliche Schwäche und Wildheit triumphiert. Alles ist wieder, wie es sein soll: Die Überlegenheit der Männer ist bestätigt. Der Geschichtsschreiber lässt Suetonius die folgenden Worte an seine Soldaten richten: 

«Mehr Weiber als Streiter erblickt man dort. Unkriegerisch, unbewaffnet werden sie sofort weichen, wenn sie das Schwert und den Mannesmut der Sieggewohnten wiedererkennen.»

Cassius Dio, «Römische Geschichte»

Vielleicht darum muss Boudica bei Tacitus geschlechtsbedingt mit Gift aus dem Leben scheiden. Kaiser Claudius wiederum – der Mann, der Britannia erst zur römischen Provinz machte – kam durch ein vergiftetes Pilzsüppchen um. Serviert hatte es ihm Agrippina. Seine Frau.

Und welche Frauen wollt ihr in dieser Serie porträtiert haben? Schreibt's in die Kommentare!

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Brikne, 20.7.2017
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93
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93Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • flyme 25.01.2017 13:53
    Highlight Bei horrible histories wurde sie in einem Song verewigt: http://dai.ly/x2nhi4w
    3 0 Melden
  • subcomandante 24.01.2017 20:20
    Highlight Amelia Earhart
    4 0 Melden
  • Gummibär 24.01.2017 18:16
    Highlight Frauen in der Schweizer Geschichte :
    Dorothea von Flüe die von ihrem Ehemann und zukünftigen Heiligen mit neun unmündigen Kindern und einem Landwirtschaftsbetrieb hocken gelassen wurde.
    8 1 Melden
  • The Origin Gra 24.01.2017 09:56
    Highlight Hoi Anna
    Ich habe gehört das die Kelten sehr stark auf die Streitwagen setzten, sie die aber in Unebenen Gelände nicht einsetzen konnten :(
    Wenn wir bei Keltischen Frauen sind... Morgana, Morrigan und andere Keltische Kriegerköniginnen und Kriegergöttinen wären auch ein Thema, leider nicht Historisch sondern reine Sagengestalten. Hinweis: Die Irischen Kelten sagten sie seien Skythen, hatten Könige was auf dem Festland nie akzeptiert wurde. Und es gibt ein Schwert das in Spanien im Stein steckt, also jenem Ort wo die Iren zuerst waren ;) Alles so Fun Fakts :)
    4 2 Melden
    • The Origin Gra 24.01.2017 10:11
      Highlight P.S. Enya hat für die BBC Serie The Celts ebenfalls ein Stück für Boudica geschrieben.
      Der Song ist irgendwie passend und berauschend
      4 1 Melden
  • Anam.Cara 24.01.2017 08:09
    Highlight Danke für diesen Beitrag. Es ist bedauerlich, dass die Kelten immer wieder "strategisch" besiegt wurden. Die Gründe dafür sind möglicherweise in ihrer Kultur zu finden, die eine Schlachtformation wie die römische Schildkröte gar nicht zuliess...

    Meine Lieblingsfigur aus der Reihe der starken bzw. verwegenen Frauen ist Grace O'Malley. Auch wenn nicht alle Geschichten um diese Frau wahr sein dürften - lesenswert sind sie alleweil. Und einige davon sind historisch belegbar...
    10 1 Melden
  • Majoras Maske 24.01.2017 08:05
    Highlight Das erinnert mich daran, dass ich mal als Kind meinen Vater gefragt habe, wer denn Helvetia war. Er sagte mir, dass Helvetia die Königin der Helvetier gewesen sei und versucht habe Helvetien in einem Krieg wieder unabhängig von Rom zu machen. Sie sei eine sehr grosse und barmherzige Frau gewesen, die sich um die Kriegsverletzten und um die Kranken gekümmert habe. Also eher eine Krankenschwester-Königin als eine Boudica. So kommt's raus, wenn die Leute sich die Geschichte selber ableiten. Wenn man nicht weiss, dass Helvetia erfunden ist, scheint es ja logisch, dass sie mal eine Königin war. ;-)
    7 2 Melden
  • Menel 24.01.2017 07:39
    Highlight Anais Nin und Sabina Spielreich, wären noch zwei Vorschläge von mir.
    4 0 Melden
  • Luca Brasi 23.01.2017 21:58
    Highlight Um noch Vorschläge fürs frühe Mittelalter zu bringen: Kaiserin Theophanu und Kaiserin Kunigunde.
    15 0 Melden
  • ElendesPack 23.01.2017 21:29
    Highlight "Sie gehörte einem wilden, kulturlosen und primitiven Volk an..."

    Äh, nein, das sind alte Klischees, ebenso der Krempel mit den Menschenopfern. Es wurden nie Beweise für die grossen Opferungen gefunden, die von Cäsar erwähnt wurden. Beweise wären z.B. Brandreste etc. gewesen. Folglich: Das war zum grössten Teil römische Propaganda. Was die Grausamkeit anbelangt: ALLE waren damals in der Kriegsführung äusserst grausam, nicht zuletzt die Römer.
    Die Kelten aber werden heute oftmals als "Hochkultur ohne Schrift" bezeichnet. Die Pikten wären dann wieder ein anderes Thema.
    9 15 Melden
    • Anna Rothenfluh 23.01.2017 21:33
      Highlight @ElendesPack: Das ist ja auch alles römische Propaganda, deshalb steht es ja da. Natürlich ist das alles Blödsinn. Aber es war das römische Bild der Barbaren. Es geht hier ja die ganze Zeit nur im die Darstellung der antiken Quellen. Den Barbarentopos perfekt machte eben dieses wilde Weib Boudicca.
      35 2 Melden
    • ElendesPack 23.01.2017 21:39
      Highlight Ok. Kommt meines Erachtens zu wenig raus aus dem Artikel. Boudica war grosdartig. Sie verdient einen schwärmerischeren Artikel.
      2 17 Melden
    • Anna Rothenfluh 23.01.2017 21:46
      Highlight Haha, der Luca Brasi hat mir schon so vorgeworfen, ich würde einer "Massenmörderin huldigen". 😉
      15 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gummibär 23.01.2017 21:28
    Highlight Etwas weniger eurozentrisch:
    Indien : Lakshmibai, Rani von Jhansi und Phoolan Devi die "Banditenkönigin"
    Afrika : Kandake Amanirenas , die den Römern wirklich eins aufs Dach gegeben hat und Künstler und Mode bis heute inspiriert.
    Dnke für die immer sehr lesenswerten Artikel-
    16 0 Melden
  • Hayek1902 23.01.2017 21:02
    Highlight "Dass sie sich aber als Frau an die Spitze ihrer männlichen Streitkräfte stellte, überstieg das patriarchal organisierte Gehirn eines Römers."

    Das ist so nicht ganz korrekt. Zwar waren die Männer klar die Chefs, wenn es um die politische und militärische Macht ging (gegen Aussen), aber im Privaten waren es die Frauen, die das sagen hatten. Sie verwalteten des Geld, manageten die Angestellten und Sklaven, entschieden, wie die Kinder aufgezogen wurden (und verkuppelten diese ggf.) und nahmen natürlich Einfluss auf ihre Männer.
    7 3 Melden
    • Anna Rothenfluh 23.01.2017 21:24
      Highlight @Hayek1902: Nun ja, darum steht ja da, dass die Römer nicht begriffen, dass eine Frau an der Spitze der Streitkräfte stand. Im Haus hatten sie Einiges zu sagen, das ist richtig. Allerdings war der Vater/Gatte dennoch der Patron, er konnte sogar seine Kinder ungestraft töten, wenn er das denn wollte. Und politisches Mitspracherecht hatten Frauen ebenso wenig.
      22 1 Melden
    • Wehrli 25.01.2017 08:17
      Highlight ... und widersprechende Chronisten des romus watsonius wurden den Löwen vorgeworfen oder als Sklavinnen in die Probinz verkauft ...
      1 3 Melden
  • Wehrli 23.01.2017 20:50
    Highlight Mary-Jane
    5 2 Melden
    • Wehrli 25.01.2017 08:15
      Highlight Oder Lara Craft ...
      0 2 Melden
  • ConcernedCitizen 23.01.2017 18:55
    Highlight Die angegebene Schlachtrede hört sich beim zeitnaheren Tacitus aber ganz anders an (leider nur in englisch):

    "Ignore the racket made by these savages. There are more women than men in their ranks. They are not soldiers—they're not even properly equipped. We've beaten them before and when they see our weapons and feel our spirit, they'll crack. Stick together. Throw the javelins, then push forward: knock them down with your shields and finish them off with your swords. Forget about plunder. Just win and you'll have everything."

    Ein schöner Artikel, ruiniert durch gesuchten Geschlechterkampf.
    6 15 Melden
    • Anna Rothenfluh 23.01.2017 19:50
      Highlight Ich weiss wirklich nicht, wo du genau den gesuchten Geschlechterkampf siehst, ausser eben in den Quellen selbst. Und um diese Darstellung geht es ja. Und ja, Tacitus und Dio widersprechen sich ständig, Dio lügt generell tausend Mal mehr zusammen als Tacitus, letztlich sind aber beide Stellen fiktiv. Genau darum sind sie ja so interessant, weil sich darin das Selbst- und Feindbild widerspiegelt.
      27 4 Melden
    • ElendesPack 23.01.2017 22:09
      Highlight Der gesuchte Geschlechterkampf ist Blödsinn, denn den gibt es nicht. Es gab einen eklatanten Unterschied zwischen Rom und Kelten und Germanden, was die Geschlechterverhältnisse anbelangt. Bei Kelten und Germanen waren Frauen nicht einfach nur Haushälterinnen, sondern wertvolle Stimmen der Gesellschaft, manchmal sogar Kriegerinnen. Die Römer (und auch die Griechen) waren hier völlig Patriarchalisch. Daraus ergab sich später im Früh- und Hochmittelalter eine Art Mischform, die eine ganz eigene Art des christlichen Alltags prägte.
      13 1 Melden
  • DieRoseInDerHose 23.01.2017 18:24
    Highlight Die Mutter der Gracchen, Agnodike, Eleonore von Aquitanien, Hypatia von Alexandria, Maria Magdalena, Lucrezia Borgia 🤓🤓

    Habe jetzt die auf der Hand liegenden nicht auch noch erwähnt, die sind bestimmt schon lange auf deiner Liste😊
    10 0 Melden
  • Hinkypunk 23.01.2017 18:18
    Highlight Margaret d'Anjou, Joanne d'Arc, Eleonore von Aquitanien, Mary, Queen of Scots... Hach, da gibt es einige Frauen aus der Geschichte die ich gerne Mal treffen würde.

    @Anna

    Ich hoffe du hast auch Anne Boleyn auf der Liste :)
    10 0 Melden
    • DieRoseInDerHose 23.01.2017 18:29
      Highlight Oh ja, die Eine oder Andere würde ich auch super gerne treffen :-)

      Schon nur, um zu erfahren, was wirklich geschah und wieviel die Quellen verzerren.. und es nimmt mich extrem wunder, wie die wirklich aussahen! 😅
      8 0 Melden
    • Hinkypunk 23.01.2017 22:35
      Highlight Bei mir geht es eher um die Ausstrahlung / Aura welche die oben genannte Damen hatten. Vor allem bei Joanna d'Arc. Das ein Bauernmädchen so einen moralischen Einfluss hatte dass die franzosen das Ruder nochmals herumreissen konnte. Lag aber sicherlich auch an Henry VI. Da war sein Vater ja ein anderes Kaliber.
      3 0 Melden
    • Hinkypunk 23.01.2017 23:54
      Highlight Nachtrag: Natürlich hatte Henry VI noch mit dem Valois-Blut zu kämpfen, an dem schon sein Grossvater mütterlichseits einen geistigen Zerfall hatte. Zusätzlich dass er ein schwacher Regent war. Mehr Gebetsbruder denn Soldat. Kam beim britischen Adel gar nicht gut an. Teilweise auch in der Bevölkerung nachdem man u.A. das Maine an die Franzosen zurückgab, um einen Friedensvertrag auszuhandeln und viele Engländer von dort vertrieben wurden.
      2 0 Melden
  • Schlafwandler 23.01.2017 17:56
    Highlight Sehr spannender Artikel! Danke dafür!

    Boudiccas Geschichte kann auch richtig gut klingen :)
    8 0 Melden
  • Triumvir 23.01.2017 17:46
    Highlight Jeanne d'arc, wobei das ein ziemlich langer Artikel werden könnte...
    11 0 Melden
    • Wehrli 23.01.2017 20:51
      Highlight Jeanne war Schizo, aber mit Stil.
      6 2 Melden
    • Wehrli 25.01.2017 08:14
      Highlight Hab sogar meine Tochter nach Ihr benannt, also nicht wegen den luziden Räuschen, sonder wegen dem Männer-Arschtreten ;-)
      1 0 Melden
  • Heinz Nacht 23.01.2017 17:40
    Highlight Ich lese Camulodunum und denke den ganzen Artikel lang nur noch: "Camulodunum vor, noch ein Tor, noch ein Tor!"
    22 0 Melden
    • Anna Rothenfluh 23.01.2017 17:43
      Highlight @Heinz Nacht: Haha, ging mir genauso, als ich es zum ersten Mal las.
      12 1 Melden
    • Heinz Nacht 23.01.2017 17:52
      Highlight "RUHEEE!!!" "...und alles leise köcheln lassen!" :-D
      10 0 Melden
    • niklausb 24.01.2017 23:59
      Highlight Er wird versuchen dem spiel zu geben eine wende....
      4 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alnothur 23.01.2017 17:27
    Highlight Grundsätzlich ein guter und interessanter Artikel - aber müssen die eingestreuten Gifteleien wirklich sein?

    (Mal davon ab, dass gerade in der Kaiserzeit Frauen wesentlich gleichgestellter waren, als man oft denkt, aber das würde an sich wohl einen Artikel füllen.)
    12 20 Melden
    • Anna Rothenfluh 23.01.2017 18:02
      Highlight Wo liest du denn Gifteleien heraus? Die sind ja in den Quellen drin. Wie manche Männer auf sowas so empfindlich reagieren können ... Man kann das Ganze ja auch ein bisschen mit Humor nehmen, meine Güte. Und von Gleichberechtigung würde ich in der frühen Kaiserzeit nicht reden; die Frauen hatten keinerlei politischen Rechte.
      33 13 Melden
  • dodo62 23.01.2017 17:20
    Highlight Kahina die Berberkönigin wäre auch intressant. Und Maria Stuart.
    12 0 Melden
    • Wehrli 23.01.2017 20:52
      Highlight Hoch lebe bloody Mary!
      3 2 Melden
    • flyme 24.01.2017 15:21
      Highlight @Wehrli: Maria Stuart war nicht bloody Mary, das war Maria Tudor, die ältere Schwester von Elisabeth I. Diese wiederum war es, welche Maria Stuart hinrichten lies.

      Mein Wunsch übrigens: die zweifache Nobelpreisträgerin Marie Curie.
      4 0 Melden
    • Hinkypunk 25.01.2017 00:25
      Highlight @flyme

      Halbschwester um genau zu sein ;-)
      2 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • hardhuegel 23.01.2017 17:14
    Highlight Möchte gerne mehr über Lise Meitner erfahren
    9 0 Melden
    • Menel 24.01.2017 07:21
      Highlight Oh ja! Eine meiner persönlichen Heldinnen ☺️
      5 0 Melden
  • SuicidalSheep 23.01.2017 17:05
    Highlight Grossartiger Artikel! Kannte Boudica noch nicht, danke dafür <3

    Würde gerne mehr über die spanische Königin Isabella erfahren, wenns geht liebe Anna :)
    17 0 Melden
    • Anna Rothenfluh 23.01.2017 18:04
      Highlight Schreib ich mir auf; ich les grad in Wikipedia, sie habe schräg geschnittene grünen Augen gehabt. Das klingt sehr interessant ;-)
      12 2 Melden
  • Luca Brasi 23.01.2017 17:01
    Highlight Ich seh schon. Wieder einmal die bösen röm. Männer gegen die ach so armen kleinen unverstandenen Kelten unter weiblicher Führung. Daß die Kelten unzählige Römer töteten, ist natürlich nur eine Randnotiz der Geschichte. Und dann haben die tapferen Römer ja schlußendlich "nur" gewonnen, weil sie im Gegensatz zu ihren weiblich geführten Gegnern eine Ahnung von Taktik und Training und Ausrüstung besassen. Nein, was fällt denn den röm. Männern ein sich vorzubereiten! Total unfair! Männliche Kraft und Vernunft sind so etwas von schändlich. :D
    Süss wie Feminismus Massenmörderinnen huldigt.
    18 52 Melden
    • dodo62 23.01.2017 17:18
      Highlight Zum Glück haben Männer in der ganzen Weltgeschichte nie Massenhaft andere umgebracht.
      32 5 Melden
    • giandalf the grey 23.01.2017 17:37
      Highlight naja 10'000 Römer schlachten 100'000 Briten ab... aber momol die Briten sind die Bösen... Süss wie sich gewisse Leute von ein bisschen Feminismus angegriffen fühlen...
      32 10 Melden
    • Anna Rothenfluh 23.01.2017 17:50
      Highlight @Luca Brasi: Herr Brasi, wo ist denn nur ihr Charme abgeblieben? Nirgends steht etwas von unfair, mimimi. So war das halt, die Römer waren besser. Dass mit der männlichen Überlegenheit steht so bereits in den Quellen, deshalb fand ich es interessant, das herauszuschälen. Und was soll dieser moralische Terminus "Massenmörderin"? Sie wissen schon, dass wir uns im 1. Jahrhundert bewegen? Irgendwie unpassend. Vor allem, wenn es sich um Schlachten gegen Römer handelt.
      30 6 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Asmodeus 23.01.2017 16:53
    Highlight Noch etwas unbekanntere Namen.

    Eleanor von Aquitaine
    Mary (Queen of scots)
    Tzu-hsi (war inoffizielle Herrscherin Chinas)
    Ching Shih (eine Piratin die rund 200 000 Piraten unter sich vereinte)
    16 0 Melden
    • Luca Brasi 23.01.2017 17:20
      Highlight Tzu-hsi (Wade-Giles-Umschrift) auch bekannt als die Kaiserwitwe Cixi (pinyin-Umschrift, falls Frau Rothenfluh recherchieren will ;)).
      Man könnte dann auch Kaiserin Wu Zetian thematisieren, die sogar offiziell Kaiserin war (allerdings ein Weilchen davor ;)).
      Auch interessant könnten die Soong-Schwestern sein.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Soong-Schwestern
      9 0 Melden
    • Asmodeus 23.01.2017 17:34
      Highlight Generell hatte China einige mächtige Frauen.
      12 0 Melden
    • Wehrli 23.01.2017 20:54
      Highlight China ist total überbewertet ...
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  • Bynaus @final-frontier.ch 23.01.2017 16:34
    Highlight Toller Artikel! Ihr Leben könnte man auch mal verfilmen, Hollywood! :)

    Wie wärs mit Hypatia? Über ihr Leben gibts bereits einen Film, aber spannend wärs trotzdem, etwas mehr über die geschichtlichen Hintergründe zu erfahren.
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  • Karl Müller 23.01.2017 16:21
    Highlight Also im Grunde ein misslungener Brexit ;)
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  • BerriVonHut 23.01.2017 16:17
    Highlight Über Marie Curie, Jeanne d'Arc und Sophie Scholl würde ich noch gerne lesen. Weiss halt nicht, ob diese Frauen in die Reihe passen.
    15 1 Melden
    • Anna Rothenfluh 23.01.2017 16:20
      Highlight @BerriVonHut: Und wie, die hab ich alle auf der Liste, danke!
      18 0 Melden
    • Hans Jürg 23.01.2017 17:38
      Highlight Bitte Rosa Parks nicht vergessen 🚌
      10 0 Melden
  • Meet The Mets 23.01.2017 16:14
    Highlight Danke für diese tolle Serie! Wenn ich lese "klüger, als Frauen gewöhnlich sind" ist meine erste Reaktion "was, NOCH klüger"!?

    Seit ich The Thrilling Adventures of Lovelace and Babbage (http://sydneypadua.com/2dgoggles/the-book/) gelesen habe, bin ich ein grosser Fan von Ada Lovelace. Die darf gerne auf die Liste. Marie Curie steht wohl sowieso schon drauf, und an Emmy Noether hätte ich auch meine Freude.
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  • lilie 23.01.2017 16:05
    Highlight Finde die Reihe immrr noch klasse! Boudica kannte ich sogar trotz 7 Jahre Latein nicht...

    Wie wärs mit einem Porträt der Vestalinnen, den einzigen Frauen im römischen Reich, die politisches Mitsprachrecht hatten und sogar über einiges an Macht verfügten?

    Ich weiss, ist kein Einzelporträt, aber im Rahmen der Geschichte von Frauen und Macht in der Vergangenheit eigentlich fast unumgänglich. :)
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    • Ohmann94 23.01.2017 17:23
      Highlight Na da sag ich doch nur:

      Romanes eunt domus!
      (Römer geht nach Hause!)

      Es melde sich, wer diesen Satz kennt und liebt ;)
      14 3 Melden
    • Anna Rothenfluh 23.01.2017 19:41
      Highlight <3
      6 0 Melden
    • Zerpheros 23.01.2017 20:43
      Highlight Menschen, genannt Romanes, gehen das Haus?
      Da bin ich dabei.
      Wurde Sappho eigentlich schon genannt? Oder das wilde Weib von Perikles? 😊
      5 0 Melden
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  • Alfadas 23.01.2017 15:47
    Highlight Schöner Artikel und die (einfach nur phänomenale) Büste von Roman Lapart hat's auch hier reingeschafft. Hammer! Wer mehr dazu wissen möchte: http://massivevoodoo.blogspot.ch/search?q=boudica

    Mehr History braucht das Land! ;-)
    Grüsse
    10 2 Melden
  • azoui 23.01.2017 15:37
    Highlight Für alle die unterhaltsam mehr über diese Zeit wissen wollen, empfehle ich Claude Cuenis Buch "Cäsars Druide", auch erschienen unter "Gold der Kelten".
    Auf sehr unterhaltsame Weise bringt uns Cueni diese lang vergangene Zeit näher, ohne das man meint, irgend einen der vielen Historien Romane zulesen.
    6 3 Melden
  • Schlumpfinchen 23.01.2017 15:28
    Highlight Danke Anna, ich habe alles bis zum Schluss gelesen ;)
    So spontan fallen mir Katharina II. (die Grosse) und Victoria, Königin des Vereinigten Königreichs ein.
    Kleiner Hinweis: der Turm in London heisst Elizabeth Tower, Big Ben ist die Glocke.
    11 3 Melden
    • Anna Rothenfluh 23.01.2017 15:40
      Highlight @Schlumpfinchen: Braves Mädchen. Ja, das mit dem Big Ben. Ich glaub eben, der Erkennungsgrad ist höher, wenn man die Glocken und nicht den Tower nennt ;-) Katharina und Victoria stehen auf meiner Liste, danke!
      12 2 Melden
    • Schlumpfinchen 24.01.2017 00:51
      Highlight Da hast du Recht :)
      Mir ist da noch eine Frau eingefallen: Olympe de Gouges. Sie lebte von während der Französischen Revolution und war wohl eine der ersten Feministinnen.
      3 0 Melden
    • Citation Needed 24.01.2017 09:50
      Highlight Olympique eh! Und Mary Wollstonecraft.
      2 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ragnarok 23.01.2017 15:01
    Highlight Meinens Wissen nach hat Gaius Paulinus die Icener bei der letzten Schlacht geschlagen weil er eben einen offenen Kampf vermied. Er ist solange zurückgefallen bis er einen Geländevorteil fand welchen seine Armee vor Kavaliere schützte und zugleich die Überzahl der Icener wertlos machte. Wobei man auch sagen muss das diese 100'000 Icener aus Frauen, Männer und Kinder bestanden. Welche meistens ihr ganzes Hab und Gut mit sich führten. Also die Kampfkraft von den Icener dürfte die 50‘000 nicht überstiegen haben. Aber ein interessanter Artikel, weiter so.
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    • Anna Rothenfluh 23.01.2017 15:36
      Highlight Es kann sehr gut sein, dass das Feld natürliche Geländevorteile hatte. Ich weiss nur, dass gemäss den Quellen Paulinus den geigneten Kampfplatz aussuchte. Die Forschung nimmt an, dieser sei bei der heutigen Stadt Mancatter gewesen (Archäologen haben unter der Stadt einen militärischen Standort gefunden). Das Gelände muss aber auch breit genug gewesen sein, dass sich die römischen Soldaten formieren konnten. Das ist ihnen ja vorher nie gelungen, weil die Kelten sie wie Guerilla-Kämpfer aus dem Hinterhalt überfielen.
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    • Zerpheros 23.01.2017 20:49
      Highlight Haben die Römer nicht in Staffeln hinter diesen zackigen Holzkonstruktionen gekämpft? Und wenn einer müde war, ging er nach hinten zum Ausruhen? Die Ikener stürmten doch in breiter Front und wurden zerquetscht an der vordersten Linie, oder habe ich das falsch im Kopf?
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    • Tobi-wan 23.01.2017 23:10
      Highlight @Anna
      Die Römer brauchte nicht viel Platz zum kämpfen. Meist wird es aber so dargestellt, da es eindrücklicher aussieht. Mit den grossen Schildern und den Kurzschwertern, mit denen sie zwischen den Schildern hindurchstachen, konnten in sehr engen Verhältnissen und Formationen gekämpft werden. Da gab es für den Gegner fast keine Lücke zum Durchbrechen.
      So konnte eine Kolonne auch an schmalen Stellen mit der eisernen Diziplin über den Gegner "hinwegrollen".
      Der Gegner hatte häufig nur eine Chance, wenn er die Formation durchbrachen konnte und die Römer in den Kampf Mann gegen Mann zwang.

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  • Stellklaus 23.01.2017 14:46
    Highlight Ich krieg PTSD wenn ich Tacitus lese, der Lateinunterricht hat mich nachhaltig geschädigt.

    Aber die Reihe gefällt mir gut, nehmen Sie Vorschläge an für weitere Porträts oder stehen die schon fest?
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    • Anna Rothenfluh 23.01.2017 14:56
      Highlight @Stellklaus: Haha, mein Beileid! Nein, ich nehme sehr gerne Vorschläge an! Gute Idee, ich schreib grad noch einen Aufruf unter den Artikel.
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    • Stellklaus 23.01.2017 15:37
      Highlight Aus der jüngeren Geschichte, Indira Gandhi und Margaret Thatcher.
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Who runs the world? 148 Frauen, die ihr euch zum Vorbild nehmen könnt 

Wir haben einen Kanon gemacht. Das ist dieses Ding, in dem normalerweise steht, welche männlichen Künstler, Wissenschaftler, Denker für die Welt notwendig sind. Aber nicht bei uns. #DIEKANON

In Zusammenarbeit mit: Jelena Gučanin, Nana Karlstetter, Mahret Kupka, Julia Pühringer, Theresia Reinhold, Hedwig Richter, Nicole Schöndorfer, Margarete Stokowski und Brigitte Theissl.

Je verwirrender die Welt scheint, um so stärker wird dem Menschen die Sehnsucht nach einer Ordnung. Nach einer Einordnung. Nach anderen Menschen, die ihm Ideen, Anregung und Halt geben. Die ihm Leuchtturm sein können, in der immer wiederkehrenden, scheinbar schrecklichsten aller Zeiten.

Verständlich also die …

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