Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Hans Christian Gram machte die Bakterien bunt und rettete damit Unzähligen das Leben



Wer heute schon eine Google-Suche getätigt hat, wird auf ein spezielles Google-Logo gestossen sein. Das Doodle zeigt einen Mann mit Brille und Schnauz – das ist Hans Christian Gram –, ein Mikroskop und bunte Bakterien. Gram wäre heute 166 Jahre alt geworden. Google ehrt diesen Geburtstag mit einem Doodle.

Doch warum war der Wissenschaftler aus Kopenhagen so wichtig? Er entwickelte 1884 das nach ihm benannte Verfahren der «Gram-Färbung». Damit machte er die kugel- und stäbchenförmigen Bakterien in einer Zeit sichtbar, die keine Hochleistungsmikroskope kannte. Hans Christian Gram machte damit die Erforschung von gefährlichen Krankheiten möglich.

So funktioniert die «Gram-Färbung»

Die unterschiedlichen Bakterienarten haben verschieden dicke Zellwände. Gibt man nun Gentianaviolett auf eine Bakterien-Kultur, dringt der Farbstoff in die Zellen ein und reagiert dort mit einer Iod-Kalium-Lösung. Durch diese Reaktion bildet sich ein Iod-Farbstoff-Komplex.

Gibt man darauf Ethanol bei, dringt dieser durch die dünnschichtigen Zellwände ein und löst die Färbung wieder. Alle Bakterien, die danach noch gefärbt sind, haben also dicke Zellwände und können so von den dünnwandigen unterschieden werden. Sie werden grampositiv genannt. Die gramnegativen Bakterien wurden dann zur besseren Unterscheidung mit Safranin oder Fuchsin nachgefärbt.

Hans Christian Gram Färbung von Bakterien in gramnegativ und grampositiv

Die grampositiven Bakterien färben sich violett, die gramnegativen hingegen rot. Bild: wikipedia

Wofür wurde diese Methode gebraucht?

Die Erkennung von Bakterien befeuerte das damals neuaufkommende Feld der Bakteriologie und brachte so der Wissenschaft unvorstellbaren Fortschritt. Der französische Mikrobiologe Émile Roux, zum Beispiel, verwendete diese Methode, um Gonokokken zu erkennen. Diese färbten sich mit dieser Methode nämlich rot (waren also gramnegativ), im Gegensatz zu vielen anderen Kugelbakterien (Kokken).

Gonokokken sind für unterschiedliche Krankheiten wie Gonorrhoe, umgangssprachlich Tripper genannt, verantwortlich. Geheilt werden konnte die Krankheit aber erst durch eine weitere Erfindung aus dem 20. Jahrhundert: das Penizillin. (leo)

Hans Christian Gram

Hans Christian Gram. Bild: wikipedia

Auch Bakterien lieben Ihr Smartphone

700'000 Patienten infizieren sich jährlich im Spital

Play Icon

Das könnte dich auch interessieren:

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

In Deutschland waren die Flüchtlinge nicht mal willkommen, als es Deutsche waren

Wer glaubt, für Fremdenfeindlichkeit brauche es Menschen aus fremden Ländern, irrt. Nach dem verlorenen Krieg drängten sich Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten in Rest-Deutschland. Heute gilt ihre Aufnahme als vorbildlich – doch in Wahrheit schlugen ihnen damals Hass und Verachtung entgegen und der offen ausgesprochene Gedanke, nicht nach Westdeutschland, sondern nach Auschwitz zu gehören.

Der Volkszorn kocht, und der Redner weiss genau, was die Leute hören wollen: «Die Flücht­lin­ge müs­sen hin­aus­ge­wor­fen wer­den, und die Bau­ern müs­sen da­bei tat­kräf­tig mit­hel­fen», ruft Josef Fischbacher. Der Kreisdirektor des bayerischen Bauernverbandes giesst kräftig Öl ins Feuer und nimmt sogar das Nazi-Wort «Blutschande» in den Mund.

Was hier nach Sachsen im Jahr 2016 klingt, ist Bayern im Jahr 1947. Und die Flüchtlinge, die Fischbacher hinauswerfen will, kommen nicht aus …

Artikel lesen
Link zum Artikel