Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Mozarts «Leck mich im Arsch»-Lied und 7 weitere schlüpfrige Wahrheiten über historische Promis



Manchmal vergisst man, dass bedeutende Persönlichkeiten der Geschichte auch nur Menschen waren. Manche unter ihnen frönten dem Fäkalhumor, andere hatten ungewöhnliche Vorstellungen eines erfüllten Sexuallebens oder gar eine absonderliche Schwäche für Schafe. 

Nun denn, auf geht's, lasst uns ein bisschen im Dreck wühlen: 

1. Wolfgang Amadeus Mozarts unflätiges Stück 

Bild

Gschwindi vorgestellt: Der österreichische Komponist Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791). BILD: THECULTURERECEPT, BEARBEITUNG WATSON

Der Komponist der Wiener Klassik hat dieses Wunderwerk 1782 verfasst. Es blieb zu seinen Lebzeiten ungedruckt, erst seine Witwe Constanze Mozart liess es publizieren. Bedauerlicherweise wurde der Text aber in «Lasst froh uns sein» geändert. Ist ja fast dasselbe. 

2. Jean-Jacques Rousseaus masochistische Ader

Bild

Der Genfer Grüsel Philosoph Jean-Jacques Rousseau (1712-1778).  bild: WIKIPEDIA, BEARBEITUNG watson

Der Genfer Philosoph erzählte in seinen «Bekenntnissen» restlos alles und schuf so das Genre der selbstentblössenden Autobiografie. Darin schrieb er auch, dass sein Penis eine merkwürdige Sichelform hatte. Mit selbst angefertigten Kathetern stocherte er in seinem Körper herum, um seine Harnröhren- und Blasenentzündungen zu behandeln. Leider ohne den geringsten Erfolg. Vielleicht kam daher sogar die Sichelform?

3. Warum die Waliser «sheep-shagger» genannt werden (obwohl man die Engländer so bezeichnen sollte)

Bild

Die spinnen, die Briten. bild: original: imgur, bearbeitung watson

Als England im 13. Jahrhundert unter König Eduard I. die walisischen Fürstentümer eroberte, mussten die Waliser auch das englische Recht übernehmen. Dort stand dieses denkwürdige Gesetz geschrieben, das nicht die Waliser als «sheep-shagger» auszeichnete, denn die verstanden nur, dem Verlust ihrer Hand zu entrinnen. In Tat und Wahrheit waren die Engländer die wahren Schaf-Sodomiten. 

4. Ovids Liebes-Tipps

Bild

Der römische Dichter Publius Ovidius Naso, kurz Ovid (43 v. Chr.-17 n. Chr.). bild: watson

Der gute alte Ovid wusste genau Bescheid, wenn es um die Liebe ging. Nur leider scheinen seine Liebeskünste und persönlichen «Verfehlungen» (welcher Art die auch immer gewesen sein mochten) dem sittenstrengen Kaiser Augustus ganz und gar nicht gepasst zu haben. Ovid wurde nach Tomi ans Schwarze Meer verbannt. Und dort schrieb er nur noch «Tristia».

5. Schopenhauers prächtige Wortschöpfungen

Bild

Der deutsche Philosoph Arthur Schopenhauer (1788-1860). BILD: ZITATEKISTE, BEARBEITUNG WATSON

Dieser eigenwillige Philosoph hielt sich zeitlebens einen Pudel. Wenn einer starb, kaufte er sich einen neuen, ähnlich aussehenden. Und allesamt hiessen sie Atman, nach dem Sanskrit-Wort für Lebenshauch. Schopenhauer glaubte nämlich, dass jeder Hund gleichzeitig jeden anderen Hund enthalte. Für Menschen galt ihm sinngemäss das Gleiche. Und so flanierte er bis 1860 – wild gestikulierend und geistreiche Monologe haltend – mit seinem Pudel dem Mainufer entlang. 

6. Hitlers fürchterliche Flatulenzen 

Bild

Der Diktator des Deutschen Reiches Adolf Hitler (1889-1945). BILD: GETTY IMAGES, BEARBEITUNG WATSON

Hitlers Leibarzt Theo Morell machte noch ganz andere Dinge: Er setzte dem «Führer» zum Beispiel Blutegel hinter die Ohren, wenn dieser über zu hohen Druck klagte. Kammerdiener Heinz Linge beschrieb die Szene derart: «Hitler sass dabei vor einem Spiegel und sah interessiert zu, wie sich die Blutegel mit seinem Blut vollsaugten. Dann atmete er auf: ‹Ah, gut! Jetzt habe ich den Kopf wieder frei!›»

7. Eine Reich-Ranicki-Weisheit

Aufnahme des Literaturkritikers Marcel Reich-Ranicki am 26.10.1988 in Frankfurt am Main.

Der polnisch-deutsche Publizist und Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki (1920-2013). Bild: dpa, BEARBEITUNG WATSON

Reich-Ranicki hat natürlich noch eine ganze Menge mehr tolle Sachen gesagt. Vornehmlich in seinem «Literarischen Quartett», wo er über die Schicksale von Schriftstellern entschied. Er vernichtete so manches Werk mit den sehr einfachen Worten: «ein fürchterliches Buch», «ein unerträgliches Buch», «ein schlechtes Buch». Günther Grass' Roman «Ein weites Feld» empfand er gar als «ganz und gar missraten», was natürlich ihn selbst am allermeisten schmerzte.

8. Ein mittelalterliches Rezept, das die Ehre gewisser Frauen rettete

Bild

Heinrich Wittenwiler (ca. 1370-ca. 1420) ist der Verfasser der unheimlich lustigen und satirischen Reimdichtung «Der Ring».  BILD: UNI TÜBINGEN, BEARBEITUNG WATSON

Leider Gottes weiss man so gut wie gar nichts über diesen ominösen Wittenwiler. Man nimmt allerdings an, dass er ein adeliger Advokat und Hofmeister am Hof des Bischofs von Konstanz war. In seinem Lehrgedicht geht es um sehr dumme Bauern («gpauren»), die versuchen, edle Ritter zu sein. Darin finden sich zum Beispiel die Lehre vom richtigen «Turnieren», die Minnelehre und die Tugendlehre, aber selbstverständlich ist das alles ins Komische verkehrt. 

BONUS: Napoleons Ailurophobie

Bild

Der französische General, Revoluzzer, Diktator und Kaiser Napoleon Bonaparte (1769-1821): Er hatte mehr Angst vor den Fellknäueln als sein Pferd. BILD: WIKIPEDIA, BEARBEITUNG WATSON

Der Korse war nicht einmal der Einzige. Auch Julius Caesar und Alexander der Grosse sollen darunter gelitten haben. Was ziehen wir daraus für eine Lehre? Man kann die halbe Welt auch mit einer Katzenphobie erobern. Das Internet allerdings nicht. 

User-Input von «rothi»:

Bild

bild: watson

Kennst du schon die watson-App?

Über 150'000 Menschen nutzen bereits watson für die Hosentasche. Unsere App hat den «Best of Swiss Apps»-Award gewonnen und wurde unter «Beste Apps 2014» gelistet. Willst auch du mit watson auf frische Weise informiert sein? Hol dir jetzt die kostenlose App für iPhone/iPad und Android.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

5
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Don Huber 22.06.2015 14:53
    Highlight Highlight Hier das Original von Mozart :-) geil.
    Play Icon
    • Anna Rothenfluh 22.06.2015 15:12
      Highlight Highlight Nur das "gschwindi" fehlt ;-)
    • Don Huber 22.06.2015 15:14
      Highlight Highlight Stimmt, das hab ich auch vermisst. :-)
  • rothi 22.06.2015 00:47
    Highlight Highlight Also bei Napoleon hätte ich einen Hinweis auf seinen Geruchsfetischismus erwartet ;)
    • Anna Rothenfluh 22.06.2015 15:07
      Highlight Highlight Oh stimmt! Habs grad noch reingehängt, danke!
      Benutzer Bild

In Deutschland waren die Flüchtlinge nicht mal willkommen, als es Deutsche waren

Wer glaubt, für Fremdenfeindlichkeit brauche es Menschen aus fremden Ländern, irrt. Nach dem verlorenen Krieg drängten sich Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten in Rest-Deutschland. Heute gilt ihre Aufnahme als vorbildlich – doch in Wahrheit schlugen ihnen damals Hass und Verachtung entgegen und der offen ausgesprochene Gedanke, nicht nach Westdeutschland, sondern nach Auschwitz zu gehören.

Der Volkszorn kocht, und der Redner weiss genau, was die Leute hören wollen: «Die Flücht­lin­ge müs­sen hin­aus­ge­wor­fen wer­den, und die Bau­ern müs­sen da­bei tat­kräf­tig mit­hel­fen», ruft Jakob Fischbacher*. Der Kreisdirektor des bayerischen Bauernverbandes giesst kräftig Öl ins Feuer und nimmt sogar das Nazi-Wort «Blutschande» in den Mund.

Was hier nach Sachsen im Jahr 2016 klingt, ist Bayern im Jahr 1947. Und die Flüchtlinge, die Fischbacher hinauswerfen will, kommen nicht aus Syrien …

Artikel lesen
Link zum Artikel