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Fedor, der erste russische humanoide Robtor, ist auf der ISS angekommen

Gestatten: Das ist Fedor. Der erste russische humanoide Roboter auf der ISS

27.08.2019, 09:0127.08.2019, 09:03

Was ist passiert?

Beim zweiten Versuch hat's geklappt: Eine russische Sojus-Kapsel hat in der Nacht auf Dienstag erfolgreich an der Internationalen Raumstation ISS angedockt, meldete die US-Raumfahrtbehörde NASA.

epa07789523 A handout frame grab taken from video footage released by the Russian Space Agency (Roscosmos) shows a view from the Soyuz MS-14 spacecraft carrying Russian anthropomorphous robot Fedor (S ...
Hier dockt die Sojus-Kapsel an die Internationale Raumstation ISS.Bild: EPA

Was ist so speziell daran?

Neben Nahrungsmitteln hat die russische Kapsel auch Medikamente für die Besatzung sowie einen menschenähnlichen Roboter namens Fedor dabei.

Der humanoide Roboter Fedor soll die Astronauten auf der Internationalen Raumstatin ISS unterstützen. (Foto: Internetseite der Russian State Space Corporation ROSCOSMOS via EPA)
Das ist Fedor.Bild: EPA ROSCOSMOS

Menschenähnlich?

Ja, Fedor ist 1.80 Meter gross, wiegt etwa 160 Kilo und sein Aussehen ähnelt dem menschlichen Körper. Er hat einen eigenen Twitter-Account, mit dem über die Arbeit mit dem Roboter berichtet wird. Seine Arbeitskollegen auf der ISS: drei US-Amerikaner, zwei Russen und ein Italiener.

Mehr zu Fedor.
Mehr zu Fedor.bild: roskosmos

Was macht Fedor auf der ISS?

Auf der ISS sollen die Fähigkeiten des Roboters getestet werden. Unter der Anleitung des russischen Kosmonauten Alexander Skwortsow wird Fedor während zehn Tagen lernen, wie der Roboter die Kosmonauten auf der ISS unterstützen kann.

Nach Angaben der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos soll ausserdem beobachtet werden, wie die Feinmotorik des Roboters in der Schwerelosigkeit funktioniert, zum Beispiel wenn Fedor nach Werkzeugen greift.

Und danach?

Der nächste Schritt nach einer Rückkehr zur ISS sei ein Ausseneinsatz, sagte Roskosmoschef Dmitri Rogosin der Agentur Interfax zufolge. «Dies ist der Anfang der Arbeit.»

Ist Fedor der Erste?

Der erste russische Roboter auf der ISS, ja. Aber im Jahr 2011 schickte die NASA den «Robonaut 2» auf die Raumstation. Dieser musste letztes Jahr wegen technischer Probleme ausgemustert werden. 2013 schickten die Japaner ebenfalls einen Roboter ins Weltall. Dieser konnte allerdings nur Japanisch sprechen.

Warum scheiterte der erste Versuch?

Am Samstag war das Andockmanöver rund 400 Kilometer über der Erde wegen eines technischen Problems abgebrochen worden. Die Raumfahrer am Aussenposten der Menschheit rund 400 Kilometer über der Erde sollen nicht in Gefahr gewesen sein. Die Trägerrakete war am Donnerstag vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan gestartet.

epa07790145 A handout photo dated 24 August 2019 and made available by NASA, showing the unpiloted Soyuz MS-14 spacecraft pictured near the International Space Station. The spacecraft containing Fedor ...
Die unbemannte Kapsel Sojus MS-14, aufgenommen am 24. August 2019.Bild: EPA

Nach Angaben von Rogosin kann die defekte Andockstation innerhalb einer Woche repariert werden. «Diese Ausrüstung ist zehn Jahre alt.» Experten sollten nun mit Blick auf eine Verlängerung der Betriebsdauer über 2024 hinaus den Zustand der ISS untersuchen. (jaw/sda/dpa)

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