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Es grünt so grün...

Das war ein Rekord-Winterchen

Bild: shutterstock

Das war der Winter 2013/2014: Im Osten der Schweiz ungewohnt mild, im Süden so viel Schnee wie seit mehr als 60 Jahren nicht mehr. Klimawandel hin oder her: es gab in der Vergangenheit schon ähnliche Wetterkapriolen.



An vielen Orten habe der Winter überhaupt nicht stattgefunden, zieht SRF Meteo am Montag mit Blick auf den meteorologischen Frühlingsanfang vom nächsten Samstag Bilanz. In Basel fiel überhaupt kein Schnee, in Bern und Zürich betrug die Neuschneemenge nur gerade zwei Zentimeter.

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Skischule in Andermatt UR 1965 mit viel Schnee Gif: watson/tvr

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Trotz Klimawandel: Schneemangel gabs auch 1964 auf dem Simplon Gif: watson/Anna Rothenfluh

Eine Passantin geht am Montag, 28. Februar 2005, in unmittelbarer Naehe des Zuercher Hauptbahnhofs an einem vereisten Brunnen vorbei. Zur Zeit herrschen in der Schweiz eisige Temperaturen mit bis gegen -10 Grad Celsius in den Niederungen. Zum Wochenende hin soll es wieder etwas milder werden.  (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Zürich: 28.02.2005 Bild: Keystone

Deutlich wärmer als sonst

An den meisten Orten war es rund 2,5 Grad wärmer als normalerweise um diese Jahreszeit. In Basel, Zürich und Bern wurde im Januar und Februar kein einziger Eistag verzeichnet. In Pully VD war es während des ganzen Winters nie kälter als minus 1,8 Grad. 

Fanzisca und ihre Familie fuettern bei fruehlingshaften Temperaturen die Moeven am See, aufgenommen am Donnerstag, 9. Januar 2014, in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Zürich: 09.01.2014, frühlingshafte Temperaturen Bild: Keystone

Die Glattalp (Bisisthal SZ) ist der kälteste Ort der Schweiz. Auch in diesem Jahr wurden Temperaturen tiefer als -30 Grad gemessen. Bild: Keystone

Viel Föhn, viel Wärme und im Süden zuviel Schnee

Der Winter war zudem geprägt durch viele und lange Föhnphasen. In Chur und Bad Ragaz SG war es der wärmste Winter überhaupt seit Beginn der systematischen Aufzeichnungen Ende des 19. Jahrhunderts. Der Überschuss betrug dort rund 4 Grad gegenüber der Durchschnittstemperatur der Jahre 1961 bis 1990. 

Ausgeschaltete Schneekanonen auf Salastrains im Skigebiet Corviglia oberhalb St. Moritz, am Dienstag, 28. November 2006. Mildes Wetter mit hohen Temperaturen verunmoeglichen eine kuenstliche Beschneiung der Pisten. (KEYSTONE/Arno Balzarini)

Schneekanonen im Bünderland hatten viel zu tun 2014 Bild: Keystone

Südlich der Alpen war es ebenfalls deutlich zu warm. Dennoch gab es Schnee, wie seit mehr als 60 Jahren nicht mehr. In San Bernardino GR und in Campo Blenio TI lag Mitte Februar so viel Schnee wie noch nie. Rekordschneemengen wurden teilweise auch im Oberengadin registriert.

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Schneebedeckte Palmen im Tessin Bild: shutterstock

Marco Borner beim Schneeraeumen am 22. Februar 2014 im Dorf Cozzera im Blenio-Tal. Borner ist einer der fuenf letzten Bewohner des Dorfes, die das ganze Jahr ueber bleiben. Er lebt seit 15 Jahren in Cozzera. Cozzera auf 1309 Meter ueber Meer gelegen, ist in schneereichen Wintern manchmal tagelang von der Aussenwelt abgeschnitten, so auch im Winter 2014, als die Strasse zwei Wochen wegen des Schnees und Lawinengefahr gesperrt blieb. ..(KEYSTONE/Ti-Press/Carlo Reguzzi)

Im Blenio-Tal lag diesen Winter eine meterhohe Schneewand Bild: Keystone

Der Winter war ausser im Osten und in den Föhngebieten deutlich zu nass. Im Süden gab es gar doppelt bis drei Mal so viel Niederschlag wie sonst im Winter. Dies zeige, dass für grosse Schneemengen in den Alpen nicht nur die Temperatur, sondern auch die Häufigkeit der Niederschläge verantwortlich sei, schreibt SRF Meteo. 

(Tobias von Rickenbach/mit Text von sda)

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