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Suche nach MH370

Ein neues Genre ist geboren: Satellitenbilder von Trümmerteilen



Ölteppiche, Türen, Rettungsboote: Alle diese Spuren unmittelbar nach Verschwinden der MH370 haben sich als falsch erwiesen. Seither stehen Satellitenbilder im Vordergrund der Suchaktion, den jüngsten gehen seit Mittwoch die Australier nach. Bei manchem Beobachter macht sich Frustration breit. Aber alles der Reihe nach:

So sieht MH370 wirklich aus

Boeing 777 Malaysian Airlines Flight MH370 with the registration number 9M-MRO flies over Poland February 5, 2014. Malaysia Airlines Flight MH370, with 239 people on board, dropped off air traffic control screens at about 1:30 a.m. on March 8, 2014, less than an hour into a flight from Kuala Lumpur to Beijing. There were no reports of bad weather or mechanical problems. Picture taken February 5, 2014. REUTERS/Tomasz Bartkowiak (POLAND - Tags: TRANSPORT DISASTER)

Bild: Reuters

Die einzige authentische Aufnahme der Boeing 777-200ER der Malaysia Airlines. Das Bild stammt vom 5. Februar 2014, als die nun vermisste Maschine Polen überfliegt. Seit dem 8. März ist Flug MH370 verschwunden. Und die Welt sucht frenetisch nach Spuren.

Ölteppich vor Vietnam

epa04115540 A handout picture provided by Tienphong.vn shows what is believed to be an oil slick stretching a length of about 15-20 km in the sea off the Vietnamese coast, 08 March 2014. The slick is one of two oil slicks spotted off the country's coast by Vietnamese search and rescue planes while looking for a missing Malaysia Airlines passenger jet. The oil slicks were seen at 5:20 pm (1030 GMT), one 150 kilometres from Tho Chu island and the other 190 kilometres from Ca Mau cape, Pham Quy Tieu, deputy minister of transport said. The slicks were suspicious, he added, but it was not confirmed they were caused by the aircraft. A major international search effort was underway for a China-bound Malaysia Airlines plane carrying 239 people that is feared to have crashed in the South China Sea.  EPA/TIENPHONG.VN / HANDOUT BEST QUALITY AVAILABLE. HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Bild: EPA

Die erste Spur kam bereits am 8. März: Ein Ölteppich vor Vietnam. Analysen des angeblichen Kerosins ergaben jedoch, dass es sich um Schiffstreibstoff handelte.

Eine angebliche Tür

epa04117077 A picture taken by personell of a Vietnamese search aircraft and made available by Tienphong.vn on 09 March 2014 shows what is believed to be a piece of debris of missing Malaysia Airlines airplane at an undisclosed location. A total of 22 aircraft and 40 ships are combing the South China Sea to locate a Malaysia Airlines passenger jet with 239 people on board that was missing and is feared to have crashed at sea, a senior military official said. Malaysia Airlines flight MH370 with 239 people on board went missing early 08 March 2014 while on its way from Kuala Lumpur to Beijing, Airline officials said.  EPA/TIENPHONG.VN / HANDOUT BEST QUALITY AVAILABLE HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Bild: EPA

Auch der zweite Fund der vietnamesischen Rettungskräfte am 9. März erwies sich als falsch: Die Tür stellte sich nach genauerer Untersuchung als Hülle einer Kabeltrommel heraus.

Das Rettungsboot

Am 11. März entdeckten malaysische Fischer ein Rettungsboot. Bevor sie es an Bord ziehen konnten, verschwand es jedoch in den Tiefen der See. Dass es sich dabei um ein Schlauchboot des Flugs MH370 handelt, wurde nie bestätigt. Die Aufschrift lautet entgegen verbreiteter Meldungen nicht «Boeing», sondern «Boarding».

Die ersten Satellitenbilder

Bild

Am 12. März wurde ein chinesischer Satellit fündig. Doch auch dieser Hinweis erwies sich als unbrauchbar.

Stunde der freiwilligen Helfer

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Abertausende haben inzwischen die Plattform Tomnod nach Hinweisen auf Flug MH370 abgesucht. Ein Reddit-User liess am letzten Sonntag mit einer Aufnahme aus der Strasse von Malakka aufhorchen. Spezialisten der Firma DigitalGlobe hielten das fragliche Objekt nach einer internen Analyse allerdings für ein Schiff.

Australien übernimmt

Satellite imagery provided to Australian Maritime Safety Authority (AMSA) of objects that may be possible debris of the missing Malaysia Airlines Flight MH370 in a revised area 185 km (115 miles) to the south east of the original search area in this picture released by AMSA March 20, 2014. A Search aircraft are investigating two objects floating in the southern Indian Ocean off Australia that could be debris from a Malaysian jetliner missing for 12 days with 239 people on board, officials said on Thursday. Australian officials said the objects were spotted by satellite in one of the remotest parts of the globe, around 2,500 km (1,500 miles) southwest of Perth in the vast oceans between Australia, southern Africa and Antarctica.    REUTERS/Australian Maritime Safety Authority/Handout via REUTERS   (AUSTRALIA - Tags: MILITARY TRANSPORT TPX IMAGES OF THE DAY) THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. IT IS DISTRIBUTED, EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS. NO SALES. NO ARCHIVES. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS

Bild: Reuters

Am Donnerstag veröffentlichte Satelliten-Bilder der Australian Maritime Safety Authority (AMSA) zeigen Objekte, die Trümmerteile der vermissten Maschine sein könnten. Bisher konnten sie aber nicht geborgen werden.

Chinesischer Satellit

A satellite image taken on March 18, 2014 of an object spotted in the southern Indian Ocean by the Gaofen-1 high-resolution optical Earth observation satellite CNSA (China National Space Administration). Chinese satellites have spotted the new object in the southern Indian Ocean that could be wreckage from the missing Malaysia Airlines Flight MH370 carrying 239 people, and ships are on their way to investigate, China and Malaysia said on March 22, 2014.   REUTERS/CNS Photo (CHINA - Tags: TRANSPORT DISASTER TPX IMAGES OF THE DAY) CHINA OUT. NO COMMERCIAL OR EDITORIAL SALES IN CHINA

Bild: AP

Die aktuellste Spur, eingefangen von einem chinesischen Satelliten.

Die Ungewissheit über den Verbleib von MH370 gepaart mit immer wieder neuen grobkörnigen Satellitenbildern, auf denen doch nichts zu sehen war, hat bei einigen Zeitgenossen eine gewisse Frustration ausgelöst. Anders lässt sich die folgende Fotomontage nicht erklären.

Auch der deutschen «Bild»-Zeitung war sie nicht ganz geheuer, trotzdem konnte das Boulevardblatt der Versuchung nicht widerstehen und stellte das Bild zur Diskussion. Prompt antworteten Twitter-User, dass das Flugzeug offensichtlich hineinkopiert wurde. Und Twitter-User Julian Paul sprach aus, was in dem Augenblick viele dachten: Die Geschichte mit den Satellitenbildern droht, zur Farce zu verkommen.

Die Suche nach der Gabel

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