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epa04724232 A handout picture dated 28 April 2015 and released by the press service of the Russian Federal Space Agency Roscosmos shows a Russian Soyuz-2.1a launch vehicle carrying Progress M-27M cargo ship lifting off from the Baikonur cosmodrome in Kazakhstan, 28 April 2015. The Progress M-27M carrying supplies and a copy of the Soviet flag which was hoisted on the Berlin Reichstag by Red Army soldiers in 1945, to the International Space Station had suffered a glitch, after a successful launch, Russian space officials said on 28 April.  EPA/ROSCOSMOS / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Anfänglich verlief die Mission noch nach Plan: Die Sojus-Rakete, die den Raumfrachter Progress M-27M auf eine Erdumlaufbahn bringen soll, kurz nach dem Start in Kasachstan (28. April). Bild: EPA/ROSCOSMOS PRESS SERVICE

Nach mehrtägigem Irrflug um die Erde: Der russische Progress-Raumfrachter verglüht über dem Pazifik



Der ausser Kontrolle geratene russische Raumfrachter Progress M-27M ist nach mehrtägigem Irrflug in die Erdatmosphäre gestürzt und verglüht. Der Eintritt sei um 04.04 Uhr MESZ über dem Pazifischen Ozean erfolgt, sagte ein Sprecher der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos der Nachrichtenagentur Tass am frühen Freitagmorgen.

Wissenschaftler hatten bereits vorausgesagt, dass der sieben Tonnen schwere Apparat fast vollständig verglüht. Bauteile aus Titan oder Edelstahl sollten aber nicht schmelzen.

Der Frachter flog nach seinem Fehlstart vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan Ende April nicht wie geplant zur Internationalen Raumstation ISS, sondern kreiste in immer engeren Bahnen um die Erde. Die Ursache für den Defekt soll bis spätestens 13. Mai geklärt werden.

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Der Irrflug der Progress M-27M: Aufzeichnungen der Bordkamera. YouTube/AbraxasSteadicam

Russland will geplante Starts verschieben

An Bord waren rund 2.4 Tonnen Nachschub für die sechsköpfige Mannschaft der ISS. Allerdings soll der Aussenposten der Menschheit rund 400 Kilometer über der Erde derzeit noch über ausreichend Lebensmittel und technisches Gerät verfügen.

Die Panne hat vermutlich auch Auswirkungen auf weitere Flüge ins All. Russland werde den für den 26. Mai geplanten Start einer bemannten Mission zur ISS wohl um mehrere Wochen verschieben, sagte ein Mitarbeiter der Raumfahrtbehörde Roskosmos.

Den Wissenschaftlern bereitet besonders Sorge, dass die dritte Stufe der Sojus-Trägerrakete wahrscheinlich explodiert war. Mit einer solchen Rakete starten auch bemannte Raumschiffe ins All. Roskosmos zufolge könnte wegen der Panne auch die für nächste Woche vorgesehene Rückkehr von drei Raumfahrern von der ISS verschoben werden. Geplant sei zunächst der Teststart einer Rakete zur Raumstation, hiess es. (sda/dpa)

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