Wissen
Wirtschaft

Bitcoin und CO₂: Das Mining verursacht Millionen Tonnen CO₂ pro Jahr

Bitcoin verursacht Millionen Tonnen CO₂ pro Jahr – fast doppelt so viel wie die Schweiz

Der Bitcoin hat derzeit einen doppelt so grossen CO₂-Fussabdruck wie die Schweiz. Dies geht aus einer Auswertung des Krypto-Portals Digiconomist hervor.
13.04.2024, 07:58
Mehr «Wissen»
Bitcoin Themenbilder
Eine einzelne Bitcoin-Transaktion verursacht aktuell so viel CO₂ wie das Schauen von rund 112'000 Stunden YouTube-Videos.Bild: Shutterstock

Auf das Jahr gerechnet, verursacht das Netzwerk der Kryptowährung aktuell 90,93 Millionen Tonnen CO₂. Zum Vergleich: Die Treibhausgasemissionen der Schweiz beliefen sich zuletzt auf rund 45 Millionen Tonnen jährlich.

Eine einzelne Bitcoin-Transaktion verursacht gemäss dem Portal aktuell so viel CO₂ wie das Schauen von rund 112'000 Stunden YouTube-Videos – oder die Abwicklung von 1,5 Millionen Visa-Transaktionen.

Das Bitcoin-Netzwerk basiert auf der Blockchain-Technologie. Die Herausforderung ist, Transaktionen auf der Blockchain fälschungssicher zu validieren.

Bislang wird bei diesen Systemen das Verfahren «Proof of Work» eingesetzt. Dabei müssen komplizierte kryptografische Rätsel gelöst werden. Wer das Rätsel zuerst knackt, darf den nächsten Eintrag in die Blockchain schreiben und erhält dafür eine Belohnung in Form von Bitcoin.

Dieser Vorgang wird auch «Mining» genannt, weil dadurch neue Krypto-Münzen «geschürft» werden. Beim «Mining» konkurrieren viele Akteure untereinander, aber nur einer kommt letztlich zum Zuge. Das ist einer der Gründe, warum bei diesem Verfahren so viel Strom verbraucht wird. Vielerorts stammt dieser zudem aus fossilen Quellen, was den hohen CO₂-Ausstoss erklärt. (sda/awp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
188 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Händlmair
13.04.2024 08:14registriert Oktober 2017
Da es sich bei Bitcoin und Co und ein Vehikel handelt, mit dem Spekuliert und Geld verdient wird, ist der CO2 Fussabdruck für all die Player im Bitcoin-Geschäft irrelevant!

Für mich nur ein Beweis mehr, dass die Menschheit direkt auf den Abgrund zu fährt und keiner interessiert es.
12422
Melden
Zum Kommentar
avatar
Eidgenoss24
13.04.2024 08:15registriert März 2022
Und alle reden vom Klimaschutz, aber wenns um Geld geht, werden wir zum geldgierigen Raubtier
9214
Melden
Zum Kommentar
188
Ein Wimmel­bild zwischen Wissen­schaft und Kunst
Kinder lieben Wimmelbilder, auch im 21. Jahrhundert. Ein Spezialist dieser Darstellungsart war Roelant Savery, der damit vor über 400 Jahren den Habsburger Kaiser begeisterte und viele Zeitgenossen inspirierte. Auch Schweizer Künstler.

Eine quirlige Berliner Primarschulklasse sitzt im Jahr 2024 vor dem Paradies von Roelant Savery in der Gemäldegalerie. Das 400 Jahre alte Gemälde eignet sich hervorragend für pädagogische Zwecke. Die Kinder sind sichtlich gefesselt von dem Tier-Wimmelbild, einige fangen gar an, die Tiere zu zählen. Warum haben all die Tiere nicht mehr Platz, fragt ein Mädchen besorgt. Sogar im Zoo haben sie mehr. Finden sie überhaupt genug Futter? Ein Junge wundert sich, dass der Löwe oben rechts im Bild so friedlich daliegt, statt sich auf die Wasservögel vor seiner Nase zu stürzen.

Zur Story