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100 Prozent Bio-Baumwolle – was heisst das überhaupt? Bild: shutterstock

Ein T-Shirt aus Bio-Baumwolle. Und was heisst das jetzt genau? Eine Erklärung in 9 Punkten

Wer Bio-Produkte kauft, tut der Umwelt etwas Gutes – so viel ist den meisten Leuten klar. Doch was bedeutet eigentlich «Bio» beim Anbau von Baumwolle? Wir erklären, was du mit dem Kauf von einem Bio-T-Shirt bewirken kannst.

11.07.16, 19:47

Von allen Baumwoll-Produkten, die weltweit im Umlauf sind, besteht gerade mal ein Prozent aus Bio-Baumwolle. Verschiedene Organisationen, wie das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL), setzen sich dafür ein, dass dieser Anteil gesteigert wird. Monika Messmer vom Departement für Nutzpflanzenwissenschaften zeigt auf, worin die Unterschiede zwischen Bio-Anbau und konventionellen Methoden liegen.

Das Saatgut

Hier spielt das Stichwort Gentechnologie eine wichtige Rolle. Bei biologisch angebauter Baumwolle darf kein gentechnisch verändertes Saatgut zum Einsatz kommen. In Ländern wie Tansania und Mali ist der Einsatz von gentechnisch manipulierten Pflanzen bisher generell verboten.

Beim konventionellen Anbau kann – je nach Land und den dort herrschenden Bestimmungen – gentechnisch verändertes Saatgut zum Einsatz kommen. So wird beispielsweise in Indien beim konventionellen Anbau zu 95 Prozent mit gentechnisch verändertem Saatgut gearbeitet, in Burkina Faso sind es 65 Prozent. Diese gentechnisch veränderte Baumwolle nennt man auch Bt-Baumwolle.

Zusatz-Information:

Über 70 Prozent der Bio-Baumwolle stammt aus Indien. Wegen der hohen Dominanz von Bt-Baumwolle ist es hier besonders schwierig, gentechnisch unverändertes Saatgut zu bekommen. Daher müssen sich die Bio-Anbau-Organisationen zusammenschliessen, um ihr eigenes Saatgut zu produzieren oder lange im Voraus bei Saatgutfirmen bestellen. Um langfristig gentechnisch freie Sorten zur Verfügung zu haben, wurden partizipative Biozüchtungsprogramme dezentral bei Bio-Baumwoll-Produzenten initiiert. Nur sie können die Zukunft der Bio-Baumwolle in Indien sichern.

Die Schädlingsbekämpfung

Folgende Schädlinge machen den Baumwoll-Bauern das Leben schwer: Der Baumwollkapselbohrer, die Blattlaus, die Thripse, die Weisse Fliege und die Zikade. Um einen entsprechenden Schädlingsbefall zu verhindern, gibt es verschiedene Methoden:

Die Larve eines Baumwollkapselbohrers.
bild: fibl

Im Bio-Anbau kommen biologische Mittel wie Chili-Onion-Garlic (Peperoncini, Zwiebel, Knoblauch), aber auch Push-Pull-Methoden zum Einsatz. Das heisst, dass man entsprechende Fangpflanzen anbaut, die der Baumwollkapselbohrer – anstelle der Baumwoll-Pflanze – gerne frisst. Oder aber Mais, der Florfliegen anlockt, die wiederum die Blattläuse fressen. Gegen den Baumwollkapselbohrer gibt es ausserdem biologische Produkte wie Viren, die die Larven befallen. Wichtig: Beim Bio-Anbau spielt die Prophylaxe eine wichtige Rolle. Denn wenn es erstmal zu einem starken Schädlingsbefall kommt, kann man nicht mehr viel tun.

Im konventionellen Anbau kommen vor allem chemische Produkte zum Einsatz. Die gentechnisch veränderte Bt-Baumwolle ist zwar von sich aus gut gegen den Baumwollkapselbohrer geschützt, gegen andere Schädlinge (wie Blattläuse, Thripsen, Weisse Fliegen oder Zikaden) sind diese Pflanzen jedoch nicht resistent, weshalb auch dort weiterhin Pestizide gespritzt werden müssen. Wenn es zu einem Befall kommt, wird wiederholt grossflächig gespritzt.

Die Unkrautbekämpfung

Werden Baumwollpflanzen von Unkraut gestört, verringert das die Erträge.
Bild: shutterstock

Das Unkraut wird im Bio-Landbau in mühsamer Handarbeit beziehungsweise mechanisch mit Ochsengespann gehackt. Wenn man zu wenig Arbeitskräfte hat oder zu spät dran ist, kann dies zu Ertragseinbussen führen.

Im konventionellen Anbau wird das Unkraut mit Herbiziden vernichtet.

In Mali wurde gerade frisch gesät

Die Aktion Slow Fashion Container verfolgt das Ziel, via Crowd-Ordering einen Container voll Bio-Baumwolle aus Mali zu kaufen und daraus 100‘000 T-Shirts zu produzieren. watson begleitet das Helvetas-Projekt als Medienpartner und informiert dich regelmässig über den Stand der Aktion. In diesem Monat wurde die Baumwolle in Mali gesät, fertig sind die T-Shirts dann im nächsten Jahr. Wenn du auch eins bestellen möchtest, wirst du hier fündig. Ein Kurzporträt einer Bäuerin aus Mali folgt weiter unten im Text.

Der Dünger

Baumwolle braucht viel Stickstoff, um sich gut zu entwickeln. Dies stellt im Bio-Anbau eine Herausforderung dar, da es schwierig ist, genügend organische Masse – sprich Mist – zu haben, um einen guten Kompost zu entwickeln, um Boden und Pflanzen zu ernähren und die Bodenfruchtbarkeit langfristig zu verbessern.

Im konventionellen Anbau nutzt man dafür Urea, einen chemisch hergestellten, mineralischen, schnelllöslichen Stickstoffdünger, der im Bio-Anbau verboten ist. Dieser wird zum Teil sogar subventioniert. Teilweise düngt man auch hier mit organischem Dünger, also mit Mist.

Der Einfluss des Wetters

Beide Anbauarten sind denselben klimatischen Bedingungen ausgesetzt, sie reagieren darauf jedoch auf unterschiedliche Art:

Der Bio-Landbau macht zwar in einem klimatisch vorteilhaften Jahr keine aussergewöhnlich hohen Erträge, ist dafür aber relativ ertragsstabil. Das heisst: Das Ertragsniveau bleibt von Jahr zu Jahr – unabhängig von den klimatischen Bedingungen – in etwa gleich. Durch den Aufbau der Bodenfruchtbarkeit im biologischen Landbau, kann der Boden mehr Wasser aufnehmen und es länger speichern. Dadurch kann die Bio-Baumwolle vorübergehende Überflutung oder Trockenheit besser abpuffern.

Anders verhält sich dies im konventionellen Anbau: Dort kann man in einem sehr guten Jahr, mit guten klimatischen Bedingungen sehr hohe Werte erreichen. In einem klimatisch eher schlechten Jahr erreicht man dann in etwa gleich hohe Erträge wie im Bio-Landbau. Im konventionellen Landbau wird der Boden häufig überdüngt, was zur Versalzung und Verschlämmung – und langfristig zu einem Verlust der Bodenfruchtbarkeit führt. Das wiederum erhöht die Bodenerosion, besonders während den starken Regenfällen im Monsun.

Die Erträge

Bild: shutterstock

Baumwolle wird zwischen Mai und Juni gesät, die Ernte findet von Oktober bis Januar statt. Wenn die ersten Blüten und Knospen nicht entsprechend behandelt werden, werden sie vom Baumwollkapselbohrer befallen und daraufhin von der Pflanze abgestossen. Die Pflanze kompensiert dies anschliessend, indem sie neue Triebe und Blüten produziert. Dadurch ist die Abreife im Bio-Anbau verzögert, weil erst die zweite Charge Blüten sich richtig entwickeln kann.

Bei der gentechnisch veränderten Bt-Baumwolle kommt es nicht zu dieser Verzögerung. Das heisst: Gleich die erste Ladung Knospen und Blüten kann sich voll entfalten, wodurch der Ertrag am Ende im Schnitt um 20 Prozent höher liegt als im Bio-Anbau. Dies hat ein Langzeitversuch des FiBL ergeben, der seit 2007 durchgeführt wird.

Bäuerin Djènèba Diallo. Bild: helvetas

Kurzporträt einer Bäuerin aus Mali

Djènèba Diallo (43) ist selbstversorgende Bäuerin in Mali und baut seit zwölf Jahren Bio-Baumwolle an. Die gläubige Muslima und Mutter von acht Kindern entstammt einer grossen Familie und ist die erste Ehefrau von Familienoberhaupt Morodjan Diakité – in Mali ist Polygamie bis heute legal und weit verbreitet. Im Moment ist Djènèba aber auch einzige Ehefrau, da Morodjans zweite Gattin letztes Jahr verstorben ist. Auch sie hatte Bio-Baumwolle angebaut, genauso wie es insgesamt fünf von Djènèbas Kindern tun. Der Verkauf dieser Baumwolle ermöglicht es der Familie, vollständig selbstversorgend zu sein. Dazu bauen sie Mais und Reis an und halten sich über 30 Kühe, ein paar Schafe und eine Ziege.

Die Familie lebt in Yanfolila, einem kleinen Ort im Süden des Landes, der etwa 200 Kilometer von der Hauptstadt Bamako entfernt liegt. Dort hält sich die Bäuerin ausserhalb der Anbausaison auf und kümmert sich um ihre grosse Familie. Doch jetzt, während die Baumwolle angebaut wird, findet man sie jeden Tag auf ihrem Feld und dieses liegt nicht in Yanfolila, sondern etwa zwölf Kilometer davon entfernt. Dort koordiniert sie die Arbeiten und packt auch selbst mit an. Dabei kann sie sich auch auf die Hilfe ihrer Familie verlassen: Während den Schulferien helfen sogar ihre jüngsten Kinder mit.

Der Zeitaspekt

Da der Baumwollkapselbohrer – wie gerade erwähnt – den ersten «Flash» (also die erste Ladung Knospen und Blüten) stark beeinträchtigt, wird beim Bio-Anbau beim ersten Pflücken nur 30 bis 40 Prozent der Gesamtertragsmenge geerntet. Entsprechend sind dort insgesamt drei Ernteperioden nötig.

Die Bt-Baumwolle dagegen wächst und reift schneller, weshalb sie früher geerntet werden kann. Da das Problem mit dem Baumwollkapselbohrer nicht besteht, wird schon beim ersten Pflücken der Hauptertrag gewonnen – insgesamt sind auch nur zwei Ernteperioden nötig.

Mischkultur vs. Einfeldwirtschaft

Bild: fibl

Im Bio-Landbau ist es vorgeschrieben, dass man eine gewisse Fruchtfolge einhält. So gibt es zum Beispiel die Drei-Felder-Wirtschaft, bei der erst Baumwolle, dann Soja und Weizen und dann wieder Baumwolle angebaut wird. Alternativ sind auch Mischkulturen möglich – das heisst, dass man auf demselben Feld gleichzeitig Baumwolle und Hülsenfrüchte anbaut.

Die Vorteile: Krankheiten und Schädlinge breiten sich weniger aus, ausserdem ist es für die Bauern eine gewisse Risikoabsicherung, falls eine Kulturart mal nicht so gut wächst. Zudem gewinnen die Bauern neben der Baumwolle, die für sie eine wichtige Einnahmequelle darstellt, Hülsenfrüchte, von denen sie sich ernähren können. Ein weiterer Vorteil: Hülsenfrüchte können Stickstoff aus der Luft fixieren und diesen an die Baumwolle weitergeben.

Solche Mischkulturen sind im konventionellen Anbau nicht üblich, da die Baumwolle eine jener Pflanzen ist, bei der am meisten Pflanzenschutzmittel zum Einsatz kommen. Darum wäre es undenkbar, auf demselben Feld – sei es gleichzeitig oder anschliessend – Lebensmittel anzubauen.

Der soziale Aspekt

Eine Bäuerin auf einem Bio-Baumwoll-Feld. Bild: fibl

Im Bio-Landbau wird darauf abgezielt, dass die Kleinbauern möglichst autonom arbeiten können und von möglichst wenig anderen Instanzen (wie zum Beispiel den Verkäufern von Saatgut, Dünger oder Schädlingsbekämpfern) abhängig sind. Durch diese geringere Abhängigkeit ist auch der Druck und das Risiko einer Verschuldung weniger gross.

Im konventionellen Anbau sind vor allem die kleinen Bauern von Dritten abhängig, da sie für den Kauf von Saatgut, Dünger und Pestiziden oft Kredite mit Wucherzinsen aufnehmen müssen, wodurch sie unter grossem Druck stehen. Sind die Erträge in einem Jahr nicht so gut, kommt es schnell zur Verschuldung und Verarmung.

Auch die Mode-Designerin Katharine Hamnett setzt sich für faire Mode ein – das sind ihre besten Message-T-Shirts:

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  • pamayer 12.07.2016 01:51
    Highlight Warum kaufen denn nicht schon längst alle nur noch bio?!
    15 4 Melden
    • trio 12.07.2016 06:54
      Highlight Weil die Beschaffung zum Teil viel aufwendiger ist, bei mir jedenfalls ist das der Grund, warum ich nicht 100% bio einkaufe.
      15 2 Melden
    • Gaspadin 12.07.2016 11:57
      Highlight Ich kaufe kein Bio, weil ich mich nicht bescheissen lassen will.
      5 16 Melden
    • saukaibli 12.07.2016 13:02
      Highlight @Gaspadin: Das musst du glaube ich ein wenig besser erklären. Dann musst du ja nackt rumlaufen oder alles selber machen, sonst wirst du überall beschissen, vor allem wenn eine Marke drauf steht.
      4 1 Melden
    • Gaspadin 12.07.2016 17:24
      Highlight @saukaibli: Sonderbare Logik. Die Marke ist mir schnurzpiepegal. Ich achte auf den tiefstmöglichen Preis, und darauf, dass die Kleidung bequem sitzt - fertig.
      Wer auf Marken achtet, ist einfach nur ein doofes Konsumentenschaf.
      Ich musste also noch nie nackt herumlaufen, oder auf etwas verzichten, weil es die falsche Marke hat.
      2 3 Melden
    • Fabio74 12.07.2016 18:30
      Highlight @gaspadin: Geiz ist geil und die Arbeiter verhungern trotz Sklavenlohn
      5 0 Melden
    • Gaspadin 12.07.2016 19:15
      Highlight @Fabio74: Muss selber von einem Sklavenlohn leben. Der Geiz meines Arbeitgebers zwingt mich dazu, jeden 5-Räppler zweimal umzudrehen, bevor ich ihn ausgebe.
      1 5 Melden
  • kEINKOmmEnTAR 11.07.2016 22:31
    Highlight Jetzt wäre es natürlich noch interessant gewesen entsprechende Links zu posten...
    7 0 Melden
  • adritschka 11.07.2016 22:30
    Highlight wo nur anfangen.
    wenn schon anti-gentechnik (ja, bin progmo), dann aber bitte mit ausdrücken, wo man das ganze halbwegs noch ernstnehmen kann. zb bei "chemisch hergestellt" &"chemische produkte" fragte ich mich wirklich ab der kompetenz. was ist denn bitte kein chemisches produkt? was wurde nicht chemisch hergestellt? (jedes co2teil, dass der mensch ausatmet, wurde mittels biosynthese "chemisch hergestellt" zb - ach welch überraschung. vitamin c - ein chemisches produkt. hui)

    &wenn wir schon die welt bekehren wollen: lasst die finger ganz von baumwolle, auch bio. nichts gutes für die umwelt.
    11 27 Melden
    • Energize 12.07.2016 00:08
      Highlight Es ist offensichtlich was hier gemeint ist - die künstliche Erzeugung von Stoffen. Das was du beschreibst sind (bio)chemische, natürliche Vorgänge.
      26 2 Melden
  • trio 11.07.2016 22:28
    Highlight Kules Projekt, ich habe mir bereits einige T-Shirts bestellt.
    12 2 Melden
  • Ophelia Sky 11.07.2016 22:06
    Highlight Danke für diesen spannenden Artikel. Ich möchte schon lange vermehrt Bio-Baumwollprodulkte kaufen. Jedoch gestaltet es sich als schwieriger als gesagt.
    22 1 Melden
    • Schubidubidubid 12.07.2016 00:37
      Highlight Coop naturaline ist super zB
      12 0 Melden
    • trio 12.07.2016 06:50
      Highlight Das finde ich den grössten Nachteil von Bio Produkten, nicht nur bei den Kleidern: es muss zum Teil ein grosser Aufwand betrieben werden, um überhaupt an die entsprechenden Produkte zu kommen.
      6 0 Melden
    • Gilbert Schiess 12.07.2016 07:36
      Highlight ich kaufe Bio Kleider bei Coop, Naturaline. Habe auch schon bei Helvetas bestellt. Bei Helvetas sind die Kleider auch etwas styliger.
      5 0 Melden
    • Sebastian Lanzelot 12.07.2016 17:22
      Highlight In Zürich eröffnet im September mit rrrevolve fair fashion ein Laden nur für fair produzierte, nachhaltige Kleider. Mitten im Niederdorf.
      2 0 Melden
  • Wilhelm Dingo 11.07.2016 21:26
    Highlight Was ist der Preisunterschied?
    9 8 Melden
    • HELVETAS 11.07.2016 22:11
      Highlight Manchmal wird kein Aufpreis bezahlt für Bio-Baumwolle. Häufig ist ein Aufpreis von 10-20%. Bei Fairtrade-Baumwolle gibt es einen Mindestpreis für Bio-Baumwolle. Dieser ist häufig viel höher als der viel zu tiefekonventionelle Preis. Djènèba Diallo erhielt zum Beispiel in der Saison 2015/16 einen Preis von 328 FCFA pro Kilo Bio-Baumwolle, die konventionellen Bauernerhielten einen Preis von 250 FCFA. Zusätzlich erhält die Kooperative eine Fairtrade-Prämie von 34 FCFA.
      25 1 Melden
    • trio 11.07.2016 22:25
      Highlight Der Preisunterschied den unsere Kinder bezahlen? Der ist gewaltig!
      17 5 Melden
    • demokrit 11.07.2016 22:54
      Highlight Komische Grössenangaben: Normalerweise gibt man Brustweiten als Umfang in cm an.
      2 5 Melden
    • Wilhelm Dingo 12.07.2016 07:34
      Highlight @HELVETAS: danke für die Fakten zu den Preisen.
      Wo möglich werde ich nun auf Biobaumwolle setzten.
      4 0 Melden
    • Fumo 12.07.2016 08:32
      Highlight wow, ihr bezahlt den Bauern 0.55 CHF pro Kg und verkauft das Shirt dann für rund 30.- CHF.
      Aus solch Gründen habe ich meine Spenden für Helvetas vor geraumer Zeit eingestellt.
      6 9 Melden
    • demokrit 12.07.2016 10:07
      1 0 Melden
    • HELVETAS 12.07.2016 10:30
      Highlight Wir werden die gesamte Produktion transparent aufzeigen und auch die Kalkulation, die dahinter steht. Verfolgt den Slow Fashion Container und ihr werdet sehen, wohin welcher Betrag beim T-Shirt geht. FOB Dakar beträgt der Kilo-Preis übrigens 2 Franken (nach dem Transport und Entkernung der Baumwolle, wo 60% des Gewichts verloren geht). Der Weltmarktpreis ist momentan bei 68 $-Cts. pro Pfund = ca. 1.50 Franken/kg.. Transport, Spinnerei, Weberei, Konfektion, Marketing etc. kommen dann noch dazu. Dran bleiben!
      10 1 Melden
    • Fumo 12.07.2016 11:22
      Highlight Und plötzlich kommen die an gewohnten Währungen angelehnte Preise die nicht mehr nach viel klingen ;)
      Aber erst mit dreistelligen Beträge in wertlosen Währungen kommen, man will ja fair erscheinen ;)

      Ich blieb dran, als Spender. Bis ich merkte dass mein Jahresbeitrag nicht mal den Lohn eines "euren" Unterschriftensammlers deckt, womöglich weil es gar nicht "euer" ist sondern weil ihr eine Agentur dafür bezahlt.
      Steckt die Spenden in echte Hilfe anstatt in Marketing.
      3 3 Melden
    • trio 12.07.2016 12:39
      Highlight @Fumo ich finde dieses System mit "gekauften" Spenden auch fragwürdig. Ich hoffe jedoch stark, die Mehreinnahmen übertreffen die Kosten für die externe Agentur.
      1 0 Melden
    • saukaibli 12.07.2016 13:07
      Highlight @Fumo: Kleiner Hinweis: T-Shirts wachsen nicht so feretig auf Bäumen. Vielleicht schickt dir Helvetas ein Kilo Bio-Baumwolle wo du dann dein eigenes T-Shirt draus machen kannst. Wir "Normalen" kaufen unsere Shirts fixfertig und nehmen in Kauf, dass auch die Arbeiter in der Spinnerei, Weberei, Färberei und Näherei etwas Geld verdienen dürfen um ihre Familien zu ernähren.
      5 0 Melden
    • HELVETAS 12.07.2016 13:55
      Highlight @Fumo: Für uns ist es sehr wichtig, dass unser Fundraising effizient läuft und eure Spenden in den Projekten ankommen. Wir gaben im letzten Jahr 4.7% unseres Gesamtbudgets dafür aus. Für jeden Franken, den wir für Fundraising ausgeben, holen wir im Schnitt 4 Franken rein.
      5 0 Melden
    • demokrit 12.07.2016 14:46
      Highlight Entscheidend ist konträr zur Öffentlichkeitswahrnehmung sowieso nicht, was das Fundraising kostet oder wie viel das Management verdient, sondern wie effektiv die Entwicklungshilfe tatsächlich ist. Um diese Nachhaltigkeit zu messen, muss man die Projekte im selben Zeitraum mit gleichen Leuten vergleichen, die keine solche Entwicklungshilfe erhalten.
      2 0 Melden
  • c0rnfl4ke 11.07.2016 21:05
    Highlight Naja, also viele Argumente für die Bio-Baumwolle kann ich jetzt da nicht wirklich rauslesen. Höchstens die Monokulturen, der Saatgutabhängigkeit und die Bodenerosion, welche aber nicht direkt mit dem Anbau des Saatgutes an sich zusammenhängen, sondern vorallem aus Profitgier und zwanghaftem Maximieren des Ertrages auf Kosten der Umwelt resultieren.
    11 38 Melden
    • trio 11.07.2016 22:24
      Highlight Wie wäre es mit dem Verzicht von Herbiziden, Pestiziden und chemischen Dünger? Diese drei Stoffe verursachen gewaltige Schäden in der Natur.
      35 2 Melden
    • Nick Name 11.07.2016 23:13
      Highlight c0rnfl4ke: Und welche Argumente sprechen denn für den "konventionellen" Anbau? Der etwas günstigere Ladenpreis, der zustandekommt dank der Ausbeutung von Natur und Menschen?

      (Btw: Allein in der Bezeichnung "konventionell" zeigt sich die Perversität unseres Systems: So bezeichnet werden Methoden, die auf Raubbau beruhen - während nachhaltige(re) nicht "konventionell" sein sollen... Hm.)
      24 0 Melden
    • yeasayer 11.07.2016 23:18
      Highlight Qualität vor Quantität?
      10 0 Melden
    • Wilhelm Dingo 12.07.2016 07:36
      Highlight Hast Du den Bericht gelesen? Die Fakten für Bio sind doch erdrückend.
      6 1 Melden
    • c0rnfl4ke 12.07.2016 07:40
      Highlight Die Anbaumethoden und das Saatgut kann man nicht in den selben Topf werfen. Die Bt-Baumwolle hat genauso das Potenzial so angebaut zu werden, wie die Bio-Baumwolle, aber ohne grosse Ertragseinbussen. Dass eine andere Sorte benutzt wird ist mehr Esoterik und Marketing, als etwas anderes. Man würde sich besser darauf konzentrieren den "konventionellen" Anbau umwelt- und menschenfreundlicher zu gestalten, anstatt sich bloss davon abzugrenzen.
      5 6 Melden
    • saukaibli 12.07.2016 13:09
      Highlight @c0rnfl4ke: Schau mal die Doku "Monsanto - mit Gift und Genen", mal sehen ob du danach immer noch Fan von Gentech-Saat bist.
      2 1 Melden
    • c0rnfl4ke 12.07.2016 13:38
      Highlight Monsanto ist nicht gleich Gentechnik.
      Vielleicht sollte man die "Open-Source"-Weiterentwicklung solcher Technologien unterstützen, anstatt sie undifferenziert und pauschal zu bekämpfen und verleugnen. Das spielt Monsanto und ähnlichen Firmen nämlich eher in die Hände und sie ruhen sich auf ihren profitbringenden, aber schädlichen Methoden aus.
      2 1 Melden
    • trio 12.07.2016 23:21
      Highlight @ c0rnfl4ke konventionellen Anbau umweltschonender machen? Das wäre dan ja bio. Ich gebe dir allerdings recht, konventionell sollte bio sein und das heutige konventionell sollte eher toxic, death, cancer oder so ähnlich heissen.
      3 0 Melden
  • Gaspadin 11.07.2016 20:38
    Highlight Ich sage nur: Glauben macht selig.
    9 57 Melden
    • Lami23 11.07.2016 23:40
      Highlight Jaja immer das typische lahme Argument wenns um Bio geht...
      23 5 Melden
    • Gelöschter Benutzer 12.07.2016 09:56
      Highlight Ignoranz auch?
      6 0 Melden
    • Gaspadin 12.07.2016 11:54
      Highlight Glaubt ihr wirklich, dass weil eine hübsche Etikette behauptet, da sei Bio drin, dass da wirklich Bio drin ist?
      2 5 Melden
    • trio 12.07.2016 12:33
      Highlight @Gaspadin es gibt neuerdings auch bio aluhüte, vielleicht wäre das ja etwas für dich.
      7 2 Melden
    • saukaibli 12.07.2016 13:12
      Highlight @Gaspadin: Ja, weil nicht jeder Mensch ein betrügerisches Arschloch ist. Vielleicht bin ich ein wenig naiv weil ich selber jemand bin, der andere nicht betrügt. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass wenn man selber unehrlich ist, man diese Eigenschaft auch auf alle seine Mitmenschen projeziert.
      5 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 12.07.2016 13:13
      Highlight Jaja man kann niemandem trauen!
      Mein Aluhut ist übrigens violet und deiner? ;)
      3 2 Melden
    • Gaspadin 12.07.2016 13:35
      Highlight Wenn ich dem Biolabel nicht traue, warum sollte ich dann einem Aluhut trauen?
      3 3 Melden
    • Simon 12.07.2016 14:05
      Highlight Gaspadin, traust du dich überhaupt aus dem Haus?
      3 1 Melden
    • Gaspadin 12.07.2016 14:34
      Highlight @Simon: Wie kommst Du denn auf diese Frage. Ich weiss, was ich weiss, was ich nicht weiss und was ich nicht wissen kann.
      Von einem schönen Biostempel auf irgendeiner Verpackung, weiss ich einfach nur, dass er zum Dekor der Verpackung gehört und mir etwas verspricht, das ich niemals selber überprüfen kann. Also ist es ein wertloses Versprechen.
      Das ist nichts anderes als der Ablasshandel, über den schon Luther sich vor 500 Jahren aufregte, einfach links-grün angemalt, statt römisch-katholisch, aber nicht minder selbsttäuschend und heuchlerisch. Jede "3 für 2 Aktion" ist ehrlicher.
      3 6 Melden
    • trio 12.07.2016 16:37
      Highlight @Gaspadin grundsätzlich bin ich auch eher misstrauisch. Allerdings gehe ich nicht davon aus, dass ich bei Bio Produkten mehr beschissen werde als bei den "konventionellen".
      1 0 Melden
    • trio 12.07.2016 16:44
      Highlight Oder das Versprechen der Chemiemultis, Glysophat ist nicht krebserregend! Guter Witz, da unterstütze ich lieber die Idee des bio Anbaus. Übrigens kann man bei den meisten bio (noch besser Demeter) Landwirtschaftsbetrieben unangekündigt vorbei schauen und sich mit eigenen Augen davon überzeugen. Probier das mal bei Syngenta!
      3 0 Melden
    • Madison Pierce 12.07.2016 16:59
      Highlight Das Argument kenne ich nur zu gut, wenn jemand in einer Diskussion dabei "erwischt" wird, dass er billiges Fleisch in Deutschland kauft.

      Es ist ganz einfach zu entkräften: nehmen wir an, 50% der Bio-Bauern bescheissen so geschickt, dass sie es durch die Kontrollen schaffen. Dann hat man immer noch 50% der Ware aus fairem Anbau/tierfreundlicher Haltung.

      Kauft man einfach das billigste, hat man 0% aus fairem Anbau.
      4 0 Melden
    • Gaspadin 12.07.2016 17:16
      Highlight @Madison: Wie blauäugig! Ja, wenn ich das billigste kaufe, weiss ich, dass ich kein Bio erwarten darf. Ich bin zufrieden.
      Wenn ich Bio kaufe, dann kann gerade so gut auch 0 % Bio drin sein. Ich bin dann der Lackierte. Wie kommst auf 50 Prozent? Das ist ganz naiv geraten! Hast Du all die Bio-Etikettenschwindel der vergangenen Jahrzehnte nicht mitgekriegt?
      0 6 Melden
    • trio 12.07.2016 23:34
      Highlight @Gaspadin hast du all die anderen Etikettenschwindel der vergangenen Jahrzehnte nicht mitgekriegt? Zu behaupten alle bio Produkte seien Schwindel, ist gelinde gesagt blauäugig. Es finden durchaus Kontrollen statt.
      Ausserdem wird langsam immer deutlicher, dass bio auch für den Menschen selber gesünder ist. Sparen beim Essen ist für mich unbegreiflich, egal wieviel man verdient. Da Esse ich lieber die Hälfte, dafür gut!
      2 0 Melden
    • Lami23 12.07.2016 23:40
      Highlight Gaspadin, nein Vater ist Biobauer. Der wird regelmässig kontrolliert und zwar streng. Bei biosuisse ist Bio drin. Aber eben, wenn dusnicht glauben willst und lieber überall Betrug siehst, nur zu...
      5 0 Melden

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Brüste. Ja, es geht wieder einmal um Brüste. Dass kleine Boobies ziemlich viele, unschlagbare Vorteile mit sich bringen, wissen wir spätestens nach dieser Story.

Wenn du aber mit dem Gegenteil – also mit einem fülligen Vorbau –gesegnet worden bist, weisst du, dass grosse Brüste auch ziemlich cool sind.

Was gibt es praktischeres, als ein allzeit verfügbares Kopfkissen? Ob im Zug, im Flugzeug oder auf der Arbeit: Du kannst überall bequem und sinnlich schlafen.

Wenn du pumpen gehen willst, …

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