Schweiz

SVP-Chef Albert Rösti sammelt Unterschriften für das Referendum. Der von ihm präsidierte Wasserwirtschaftsverband befürwortet das Energiegesetz. Bild: KEYSTONE

Zoff wegen der Energiewende: Parteien, Wirtschaft und Umweltschützer sind entzweit

Selten hat eine Vorlage Parteien, Wirtschaft und Interessengruppen dermassen entzweit wie das neue Energiegesetz. Selbst die Umweltschützer sind sich uneinig.

20.04.17, 11:00 20.04.17, 20:56

Wenn in der Schweiz über eine Vorlage abgestimmt wird, sind die Fronten meist klar. Das betrifft nicht nur die politischen Parteien. Einzelne Abweichler gibt es immer, doch in der Regel bemühen sich die betroffenen Branchen oder Organisationen um Geschlossenheit.

Bei der Energiestrategie 2050, über die am 21. Mai abgestimmt wird, kann davon keine Rede sein. Selten hat eine Vorlage für so viel Zoff innerhalb von Verbänden und Interessengruppen gesorgt. Selbst Organisationen mit vermeintlich ähnlicher Stossrichtung nehmen eine gegensätzliche Haltung ein. Auch intern tun sich Gräben auf, etwa zwischen Verbänden und ihren Präsidenten.

Die Parteien

Auf den ersten Blick sind die Fronten klar: Die SVP hat das Referendum gegen das Energiegesetz ergriffen. Auf der anderen Seite stehen Linke, Grüne und Grünliberale. Die CVP schart mit wenigen Ausnahme geschlossen hinter die Vorlage ihrer Bundesrätin Doris Leuthard. Die BDP dürfte an ihre Delegiertenversammlung am Samstag ebenfalls die Ja-Parole beschliessen.

Die FDP-Delegierten stimmten nur knapp für ein Ja. Bild: KEYSTONE

Tief gespalten sind hingegen die Freisinnigen. Die Delegierten votierten nur knapp mit 175 zu 163 Stimmen für ein Ja. Die Jungfreisinnigen sind ebenso dagegen wie mehrere Kantonalsektionen, darunter jene im «Energiekanton» Aargau. Prominente FDP-Politiker engagieren sich auf beiden Seiten. Parteipräsidentin Petra Gössi lehnt das Gesetz ab, auch der frühere Bundesrat Pascal Couchepin äusserte sich kritisch. Der Zürcher Ständerat Ruedi Noser hingegen wirbt für ein Ja.

Die Wirtschaft

Die Energiewende betrifft direkt die Interessen der Wirtschaft. Die aber ist dermassen zerstritten, dass der Dachverband Economiesuisse auf eine Parole zur Abstimmung verzichtet hat. Für ein Ja plädieren vor allem jene Wirtschaftsvertreter, die von der Energiewende profitieren können, etwa die Cleantech-Branche. Auch der Gewerbeverband hat die Ja-Parole gefasst.

Das Baugewerbe ist sich bei dieser Vorlage überhaupt nicht einig. Bild: KEYSTONE

Auf der Gegenseite kämpfen Branchen, die vor steigenden Energiekosten und Versorgungslücken vorab im Winter warnen. Dazu gehören die Verbände der energieintensiven Maschinen- und der Pharmaindustrie sowie GastroSuisse. Der Bauernverband hingegen lehnt das Referendum der SVP ab. Die Landwirte wollen von den Fördergeldern für Solar- oder Biogasanlagen profitieren.

Teilweise gehen die Meinungen innerhalb einzelner Branchen auseinander. Das betrifft insbesondere das Baugewerbe. Der Schweizerische Baumeisterverband empfiehlt ein Nein, während bauenschweiz, die Dachorganisation der Schweizerischen Bauwirtschaft, die Annahme propagiert. Viele Bauunternehmen hoffen auf Aufträge für Gebäudesanierungen.

Die Energiewirtschaft

Die direkt betroffene Branche hat ebenfalls keine einheitliche Linie. Der Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) unterstützt die Vorlage. Die Stromkonzerne selbst aber stehen höchstens lauwarm hinter der Energiestrategie. Sie hoffen auf die beschlossenen Subventionen für die Wasserkraft, die unter den tiefen Preisen auf dem europäischen Strommarkt leidet.

Für die Ablehnung plädiert der Dachverband Schweizer Verteilnetzbetreiber (DSV), er fürchtet um die Versorgungssicherheit. Die nationale Netzgesellschaft Swissgrid hingegen hofft gemäss der NZZ auf eine Annahme, weil mit dem Gesetz die Bewilligungsfristen für den Bau neuer Stromanlagen verkürzt und die Beschwerdemöglichkeiten eingeschränkt werden.

Bei Swissgrid hofft man auf den beschleunigten Bau neuer Stromanlagen. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Gegensätzlich verhalten sich auch die Interessenvertreter der fossilen Energien. Die Erdöl-Vereinigung lehnt die Energiestrategie ab, während der Verband der Schweizerischen Gasindustrie keine Parole beschlossen, aber wiederholt Sympathien für das Gesetz gezeigt hat. Er setzt nicht zuletzt auf neue Power-to-Gas-Technologien zur Speicherung von Solar- und Windstrom.

Und noch ein Beispiel für eine interne Spaltung: Der Schweizerische Wasserwirtschaftsverband (SWV) ist für ein Ja, seine Mitglieder können mit Investitionsbeiträgen und einer Marktprämie rechnen. Von seinem Präsidenten aber darf sich der Verband keine Hilfe erhoffen: Albert Rösti war als SVP-Präsident die treibende Kraft hinter dem Referendum seiner Partei.

Die Umweltschützer

Wenigstens die Umweltverbände sollten geschlossen hinter einer Vorlage stehen, die eine verstärkte Förderung der erneuerbaren Energien anstrebt. Möchte man zumindest meinen. Tatsächlich plädieren gewichtige Natur- und Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace, WWF Schweiz, Pro Natura, Heimatschutz und VCS für ein Ja.

Die Öko-Gegner wehren sich gegen Windanlagen wie hier im Wallis. Bild: KEYSTONE

Doch selbst im Öko-Lager gibt es Widerstand. Am Dienstag trat ein Umweltkomitee gegen das Energiegesetz vor den Medien. Treibende Kraft ist der Verband Freie Landschaft Schweiz, der den Bau von Industrie-Windkraftwerken verhindern will. Prominente Mitglieder sind der Musiker Chris von Rohr und Philippe Roch, der frühere Direktor des Bundesamtes für Umwelt (BAFU).

Ein weiterer Name sticht ins Auge: Der Solothurner FDP-Nationalrat Kurt Fluri, der es bei der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative zu nationaler Bekanntheit gebracht hat, gehört ebenfalls dem Nein-Komitee an. Das Pikante daran: Wie Albert Rösti ist er Präsident einer Vereinigung, die die Energiestrategie befürwortet – der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz.

Fakten rund um den Energieverbrauch in der Schweiz

Die Kakophonie trägt sicherlich nicht dazu bei, die Meinungsbildung des Stimmvolks zu erleichtern. Die ersten Umfragen von SRG und Tamedia deuten auf eine Annahme hin. Aber noch ist der Mist nicht geführt. Bis zur Abstimmung dauert es noch einen Monat.

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  • Schneider Alex 22.04.2017 06:27
    Highlight Nein, neue AKW will ich auch nicht. Aber wissen Sie, welche Speicher- oder Importmöglichkeiten wir in Zukunft haben werden? Wie werden wir entscheiden zwischen Import und Gaskombikraftwerken? Können wir Importenergie irgendwann einmal mit einer Abgabe belasten? Wird das die EU zulassen? Alles offene Fragen, die wir nicht unter dem Druck eines Reduktionsziels beantworten sollten.

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  • amore 21.04.2017 11:02
    Highlight Rösti mag ich sehr. Vor allem die mit Speck und Spiegelei. Aber Rösti mag ich nicht mehr hören. Vor allem nicht in dieser Sache. Er ist Präsident von Swissoil.
    19 10 Melden
    • FrancoL 21.04.2017 18:45
      Highlight Du willst damit aber nicht sagen dass er Partei ist, denn das macht ein SVP-Politiker nicht. Partei sein ist Sache des Establishment nicht der SVP.
      1 5 Melden
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  • Schneider Alex 21.04.2017 07:06
    Highlight Wollen wir wirklich auf diese lange Frist diesen masslosen Druck auf die Energiewende erzeugen, ohne zu wissen wie sich der europäische Energiemarkt technisch und ökonomisch entwickelt?
    19 11 Melden
    • rodolofo 21.04.2017 08:56
      Highlight Wir können immer noch auf aktuelle Begebenheiten reagieren, indem wir die Lenkungen verstärken.
      Aber jetzt gilt es erst mal, klein anzufangen und das nötige Instrumentarium zu entwickeln.
      Sollten sich die Massnahmen erübrigen, weil kurzfristige Gewinne sich mit langfristigem Nutzen für die Gesellschaft plötzlich auf wundersame Weise decken sollten (gestützt auf Erfahrungen eher unwahrscheinlich), könnte die Lenkung auch auf Null reduziert werden.
      Das wäre dann das Wolkenkuckucksnest des Kommunismus...
      10 11 Melden
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  • rodolofo 21.04.2017 06:51
    Highlight Wollt Ihr in dieser Frage krampfhaft Spannung erzeugen, damit dann mehr Strom in Form von Artikeln und Klicks fliessen kann?
    Wir müssen uns immer wieder klar machen, worum es bei dieser sogenannten Energiestrategie 2050 tatsächlich geht:
    Das ist ein KOMPROMISSLERISCHER KOMPROMISS, der in Gut Schweizerischer Manier niemandem wirklich weh tut und hinter dem die CVP-Wischiwaschi-Partei voll stehen kann, da es gar nichts Volles ist!
    Wenn sogar die Hälfte der FDP für dieses Vorhaben sein kann, sollte das wirklich kein Problem werden, wenn jedeR Schweizer BürgerIN ca. 40 Fr. pro Jahr opfern muss...
    7 11 Melden
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  • Safster 20.04.2017 19:19
    Highlight Die Darstellung ist nicht ganz korrekt. Es ist eher erstaunlich, dass Verbände wie der Gewerbeverband und der Bauernverband ebenfalls dafür sind. Die Umweltschutzverbände sind ja ebenfalls praktisch geschlossen dafür, und sogar die Bundes-FDP hat die JA-Parole beschlossen. Das spricht für eine aussergewöhnlich hohe Akzeptanz. Eben auch auf ungewohnter Seite.
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  • bobi 20.04.2017 18:43
    Highlight Wenn niemand vollends zufrieden ist, zeigt diea letztlich auch, dass die Energiestrategie ein guter Kompromiss ist.

    Deshalb: Ja zur Energiestrategie 😀😉 http://😀😉😀
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  • senfmayo 20.04.2017 16:07
    Highlight Meh Dräck!
    12 16 Melden
    • rodolofo 21.04.2017 06:52
      Highlight Wo? Im AKW?
      7 8 Melden
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  • Spiessvogel 20.04.2017 16:06
    Highlight Raus aus der Sackgasse, so lautet das überzeugende Ja zum neuen Energiegesetz. Die Atomkraft hält uns seit Jahrzehnten in einer dreifachen Geiselhaft. Die Entsorgung des strahlenden Mülls ist ungelöst und wird hunderte von Generationen nach uns beschäftigen. Die Finanzierung des Rückbaus der AKW,s ist unterfinanziert. Die Grösse der Probleme ist so komplex, dass sich deren Lösung weitgehend jedem demokratischen Prozess entziehen. Im Kopf ist deshalb die Energiewende längst vollzogen. Die Chancen, dass wir eine neue Energiewelt schaffen, wachsen von Tag zu Tag. Unser Ja wird den Mut beflügeln.
    36 26 Melden
    • Döst 20.04.2017 17:39
      Highlight Wohl nicht ganz uptodate? In Russland läuft ein Reaktor, welcher Atommüll verwendet: deutlich weniger Abfallmenge und der Restmüll wird nicht "hunderte Generationen beschäftigen" sondern noch ca. 2 (100 Jahre).
      Wenn man schon AKW's bekämpft und verunglimpft, sollte man wenigstens bzgl. Informationen auf dem Stand der aktuellen Technologie sein. Danke.
      25 39 Melden
    • Hochen 20.04.2017 19:20
      Highlight Hätte da gerne Quellen Ddast hab mal kurz gegoogelt und nichts ernstzunehmendes gefunden!
      19 4 Melden
    • rodolofo 21.04.2017 06:54
      Highlight @ Dast S.
      In Russland soll also ein sehr sauberes Atomkraftwerk laufen...
      Und Du glaubst das?
      Wer bezahlt Dir Schmiergeld dafür?
      20 7 Melden
    • sheimers 21.04.2017 14:56
      Highlight Dieser Reaktor heisst BN-800 und scheint tatsächlich zu funktionieren. Die Hauptaufgabe ist wohl Atomwaffen zu entsorgen. Das Problem wird sein, dass er nicht sicherer und nicht wirtschaftlicher ist als andere Kernkraftwerke. http://nuklearia.de/2016/12/09/strom-aus-atommuell-schneller-reaktor-bn-800-im-kommerziellen-leistungsbetrieb/
      5 1 Melden
    • FrancoL 21.04.2017 19:11
      Highlight Ich staune immer wieder wie man sich aus dem Fenster lehnen kann und zB die Entsorgung in den Vordergrund schieben mag und nicht etwa die fehlende Unabhängigkeit vom Ausland oder was noch wesentlich mehr wiegt die Gefahr einer terroristischen Intervention verniedlicht oder gar einfach übersieht. Die Kernkraft MUSS unter allen Aspekten betrachtet werden und nicht nur unter der physikalisch möglichen Lösung der Entsorgung.
      2 3 Melden
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  • meine senf 20.04.2017 14:26
    Highlight Rein vom "Landschaftsschutz" her müsste man eigentlich unbedingt für AKWs sein. Ein Super-GAU ist das beste, was einer Landschaft passieren kann.

    Schliesslich sieht die Landschaft um Tschernobyl und Fukushima sehr idylisch und naturbelassen aus. Das ist doch viel schöner als diese verhassten Windräder.
    42 67 Melden
    • Richu 20.04.2017 15:43
      Highlight Auch wenn man gegen AKW's ist kann man ruhig NEIN stimmen zu diesem neuen Energiegesetz. Niemand will nämlich kurz und mittelfristig neue Atomkraftwerke (sind nicht rentabel). Sollte zu einem späterer Zeipunkt ein Bau eines Atomkraftwerkes mit neuer Technologie zur Diskussion stehen, können die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger auf jeden Fall bei einer Abstimmung dazu ihre Meinung äussern, ob sie ein neues AKW befürworten!
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    • rodolofo 21.04.2017 06:59
      Highlight @ Richu
      Schau Dir mal den Einkaufstourismus an!
      Da siehst Du, wie Verantwortungsbewusst der durchschnittliche Konsument handelt!
      Die kurzsichtige Profit-Maximierung siegt meistens über langfristig denkende Vernunft.
      Und weil das so ist, müssen wir uns einen staatlichen Lenkung-Druck auferlegen, der uns in eine sinnvolle Richtung lenkt, auch dann, wenn es gerade nicht so bequem ist und (oh Graus!) sogar etwas kostet.
      7 4 Melden
    • meine senf 21.04.2017 07:52
      Highlight "Neue Atomkraftwerke neuer Technologie" (sicherer, ohne Abfälle?), geistern schon seit Jahrzehnten herum und gehören wohl zur Kategorie "träum weiter".
      7 6 Melden
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  • Ökonometriker 20.04.2017 14:25
    Highlight Wäre das Interesse wirklich der Umweltschutz, würde man eine kompromisslose CO2 Steuer erheben, von der auch Grosskonzerne nicht ausgenommen sind.

    Diese Farce hier erlaubt der Wirtschaft aber, weiter Energie zu verschleudern, während die Konsumenten an Unternehmen Subventionen zahlen müssen.

    Dies ist nur eine weitere Umverteilung von Arm nach Reich.
    65 17 Melden
    • Safster 21.04.2017 11:11
      Highlight Wieso genau ist die Energiewende-Vorlage eine Umverteilung von Arm nach Reich? Für einen Ökonometriker hört sich das ordeli willkürlich an. Die Sparziele werden sich ja auch auf die Unternehmen beziehen. Und das mit der CO2-Lenkungsabgabe ist zwar eine gute Idee, ist aber leider weder im Parlament noch im Volk zur Zeit mehrheitsfähig (s. Abstimmung zur Energie- statt MWSt.-Initiative der glp).
      1 1 Melden
    • Ökonometriker 21.04.2017 16:49
      Highlight Weil hier
      1) Grossverbraucher von der Abgabe ausgenommen werden, die Steuer also nur KMUs und Private betrifft und
      2) die Subventionen zum Kauf von opportuner Technologie eingesetzt werden - was zu Marktverzerrungen (also zur Bevorteilung der Verkäufer ebendieser Technologien) führt.
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  • kettcar #teamhansi 20.04.2017 14:23
    Highlight Da von der Gegenseite nur wirtschaftliche Argumente kommen und von der Befürworterseite immerhin eine Mischung zwischen Umweltschutz-Argumenten und Ich-profitiere-vom-Subeventionstopf-Argumenten vorhanden ist, fällt die Wahl knapp auf die Befürworterseite.
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  • Angelo C. 20.04.2017 14:14
    Highlight Mein junger Sohn beschwört mich mit Engelszungen, doch ein JA einzulegen, auch meinen nicht gänzlich unbedeutenden politischen Freundes- und Bekanntenkreis von "dieser absoluten Notwendigkeit" zu überzeugen.

    Da es aber von den abschätzbaren Gegebenheiten her genauso unklar in den Auswirkungen (Energieengpässe, exorbitante Stromkosten, Naturverschandelung durch die grässlich anzusehenden Windräder etc.etc.) sein dürfte wie die Undurchschaubarkeiten unlängst bei der USR, werde ich so ziemlich sicher wiederum ein NEIN einlegen.

    Mal sehen, was sich in diesem Monat bis zur Abstimmung noch tut 🤔!
    57 59 Melden
    • Döst 20.04.2017 14:24
      Highlight Mit einem Nein gehen wir keinen einzigen Schritt zurück. Solar&Gebäudeprogr.wird im jetzigen Rahmen weitergeführt. AKW's werden, wie vom Volk kürzlich beschlossen, nur solange betrieben wie Sicherheit gewährleistet ist, bzw. die Betreiber diese vorzeitig abschalten.
      Ein Marschhalt ist notwendig, weil zuvieles im Umbruch ist: Stromspeicher(Kosten), E-Autos (ca. 2.5x weniger Energie als Verbrenner Autos), neue sichere AKW Technologie, Solarpanelpreise usw. In 5 Jahren wird sich dieser Nebel lichten und dann können wir die richtigen Entscheidungen treffen und voll in die Zukunft investieren.
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    • meine senf 20.04.2017 14:31
      Highlight Ihr Sohn wird länger mit den Folgen des Entscheids leben müssen.

      Ich finde Autobahnen übrigens landschaftlich auch extrem hässlich. Aber das ist den "Landschaftsschützern" egal ... Diese Windrad-Panik ist doch sowas von gesucht.

      Könnte es nicht sein, dass das eine billige perfide Taktik ist, dass die Gegner das plötzlich mit der USR in Zusammenhang bringen (siehe die kopierten Plakate)? Offensichtlich mit Erfolg.
      55 45 Melden
    • sandbe 20.04.2017 14:44
      Highlight @Angelo C.: ich empfehle ihnen mal das Abstimmungbüchlein gründlich zu studieren, anstatt die Propaganda-Zeitung der SVP, welche letzte Woche in die Haushalte geflattert ist. Sie werden hoffentlich schnell sehen, dass die Energiestrategie zahlreiche Vorteile bringt, von der nicht nur ihr Sohn sondern auch sie langfristig profitieren können (z.B. tiefere Energiekosten dank besserer Energieffizienz und Energiesparen, oder mehr Unabhängigkeit dank einheimischer, bezahlbarer Erneuerbarer Energien). Also ich kann ihnen ein JA nur wärmstens empfehlen!
      46 49 Melden
    • Gelöschter Benutzer 20.04.2017 15:03
      Highlight Ich werde auch Nein stimmen, und zwar weil ich sicher sein will, dass in Zukunft der Strom den wir brauchen auch geliefert wird. Strom von Frankreich (Atom) oder Deutschland (Kohle) zu importieren, macht wirklich keinen Sinn.
      39 47 Melden
    • FrancoL 20.04.2017 15:22
      Highlight Lieber Angelo Deine Gründe für ein Nein sind nun doch für Deine sonst sehr logischen Herleitungen gar etwas kümmerlich.
      Der Link zur USR etwas gar billig und der Versuch Dich hinter Unwissenheit zu ducken alles andere als hilfreich.
      Aber Du musst es wissen mit welchen fadenscheinigen Argumenten Du Deinem Sohn gegenüber treten willst, denn er wird es sein der mit den Nachteilen eines Neins leben muss. Du hinterlässt ihm ja bereits eine klare Hypothek; nämlich die Kosten die der Rückbau der AKWs verursachen werden.
      22 26 Melden
    • meine senf 20.04.2017 16:18
      Highlight @Trader: Und das Uran wächst auf schweizerischen Bäumen?
      36 21 Melden
    • Kastigator 20.04.2017 16:32
      Highlight Trader, lies mal nach, wie Pumpspeicherwerke funktionieren ... Dann findest du vielleicht wieder zu minimalem Realitätsbezug.
      22 19 Melden
    • Angelo C. 20.04.2017 16:55
      Highlight sande:

      Wenn ich immer in meinem Leben an den Inhalt eines Abstimmungsbüchleins, das hier, wie früher anderswo, prioritär das credo der Befürworter favorsiert(e), geglaubt hätte, dann wäre es als Grundlage sowohl für mich, wie da und dort auch für das Land, nicht immer sonderlich hilfreich gewesen 😉

      FrancoL:

      Ebenso kümmerlich für mich, deine oberflächliche Beurteilung meiner wohlüberlegten Position, die nicht auf "Augen zu und durch", sondern auf relevanten offenen Fragen beruht.

      Im Gegensatz zu dir, kaufe ich keine Katze im Sack, ich halte mich an ERWIESENE Fakten, weniger an Visionen 😊!
      27 12 Melden
    • FrancoL 20.04.2017 17:10
      Highlight @Angelo; Im Gegensatz Zu Dir kann ich Fakten lesen, kann ich Erfolge durchrechnen und kann vor allem dazu beitragen dass die Energienutzung in die richtige Richtung geht. Offene Fragen kann man erörtern. Offene Fragen sollten aber auch bei der Gegenposition zu denken geben und man sollte sie dann auch in die Waagschale werfen.
      Ich habe nichts gegen wohl überlegte Positionen, wenn sie denn auch auf der richtigen Basis erfolgen.

      8 19 Melden
    • FrancoL 20.04.2017 17:16
      Highlight @Angelo;
      Ich kaufe schon seit 30 Jahren in Sachen Energie keine Katze im Sack. Und gehe schon gar nicht mit der Haltung "Augen zu und durch" durch die Welt. Als ich vor mehr als 30 Jahren von Schichtenspeichern sprach, Erdwärme einfach nutzte oder trivalente Heizungen forderte war das Neuland und man gab kaum einen Pfifferling auf solche Lösungen. Heute kannst Du sie ab Stange kaufen. Wieso erst heute? Weil die Wirtschaft nie unter Druck stand und so die Mehrheit energetisch gesehen den einfachsten Weg ging. Motivation und Investition sind die Motoren der Entwicklung nicht das "duck dich".
      15 13 Melden
    • FrancoL 20.04.2017 17:22
      Highlight @Angelo; Deine Aengste oder Bedenken:
      Energieengpässe?
      Was machen wir bei einer terroristischen Bedrohungslage unserer AKWs? Kein Engpass?

      exorbitante Stromkosten?
      Wie sieht es aus mit den Rückbaukosten der AKWs, die sachlich gesehen NICHT gesichert sind?
      Wie steht es mit den ECHTEN Kosten der Entsorgung der Abfälle?

      Naturverschandelung durch die grässlich anzusehenden Windräder? wenn das Deine einzige Sorge ist dann kann man damit Leben.
      16 19 Melden
    • Adrian Habegger 20.04.2017 17:31
      Highlight Dann nenne mir doch erwiesene Fakten die als Argumente GEGEN die Strategie taugen.... Bitte 😊
      11 12 Melden
    • Döst 20.04.2017 17:48
      Highlight @sandbe: kriegen wir so günstige Strompreise wie in Deutschland? Haha... D hat die höchsten Strompreise Europas. Vor Jahren erzählten in D Minister noch Märchen von "Die Sonne schickt keine Rechnung" usw.
      Die dt. Energiewende ist gescheitert, ökologisch (mehr CO2 als vor der Energiewende) und ökonomisch (sehr teure Strompreise). Müssen wir wirklich dieselben Fehler wie die Deutschen machen? Nein! Step by step, nicht überstürzen, zur richtigen Zeit in die richtige Technologie investieren. Das ist nachhaltiger als diese undurchdachte ES2050 Subventionitisvorlage. ES2050.
      17 5 Melden
    • Döst 20.04.2017 17:52
      Highlight @sande: bzgl. Energieeffizienz und Energiesparen. Das können wir doch jeden Tag ganz ohne Gesetze und Zwängerei.
      Was wir allein schon mit E-Autos an Energie sparen und an Effizienz gewinnen werden (Verbrauch von Autos wird um Faktor 2.5 gesenkt!), wird die ES2050 obsolet machen. Und das ist nicht SF im Jahr 2035 oder 2050. Spät. 2020 wird die Post abgehen mit E-Autos.
      15 5 Melden
    • bobi 20.04.2017 18:48
      Highlight @ Trader: Lieber Geld für Öl an stinkreiche Scheichs bezahlen als DE oder FR für Strom. Ernsthaft?
      11 11 Melden
    • meine senf 20.04.2017 19:12
      Highlight @Dast: Wenn es ja sowieso getan wird, wäre die "Zwängerei" doch egal?
      3 5 Melden
    • FrancoL 20.04.2017 19:15
      Highlight @Dast S; Wieviel hast Du mit Energie und Subventionen zu tun? Arbeitest Du zB mit dem Gebäudeprogramm oder musst Du Subventionsanfragen erstellen? Kennst Du Unternehmen die die Entwicklung im Bereich der erneuerbaren Energien prägen? Wenn nicht, ein kleiner Hinweis: Jede neue Technologie braucht Unterstützung, braucht Starthilfe. Dies gilt für die Entwicklung + für den Einsatz dieser neuen Techniken. Nicht alle können es sich leisten, gerade junge UN sind froh wenn zB die Banken auf Grund der Regelung der Förderung bereit sind die nötige Unterstützung zu geben. Ohne ES2050 fehlt Geld.
      9 9 Melden
    • rodolofo 21.04.2017 07:01
      Highlight @ Dast S.
      Schon noch gut, dass es das Gebäude-Programm gibt, was?
      2 4 Melden
    • rodolofo 21.04.2017 09:05
      Highlight @ Trader
      Als ich letzthin mal von Wien aus über Land bis nach Prag fuhr, fielen mir auf der Österreichischen Seite die vielen Windstrom-Anlagen auf!
      Auf jeder Anhöhe standen welche.
      Dann auf der Tschechischen Seite: die ursprüngliche Landschaft, geprägt von gigantischen Feldern der Agro-Industrie...
      Du siehst also sehr nahe beieinander zwei verschiedene Arten von "Europäischem Handeln":
      Ein kurzsichtiges, neo-liberales Ego-Verhalten (Tschechien) und ein weitsichtiges, nachhaltiges Verhalten (Österreich).
      Was Du vorschlägst, ist eine Art Tschechische Art von Schweizerischer Energie-Politik...
      5 7 Melden
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  • Mutzli 20.04.2017 14:10
    Highlight Landschaftsschutz ist nicht das gleiche wie Umweltschutz. Den einen geht es um das bewahren/schaffen eines wie auch immer definierten "heilen" Landschaftsbildes und den anderen um den Schutz der existierenden Umwelt. So können sie zwar übereinstimmen, müssen aber nicht und meistens auch nicht aufgrund gleicher Argumente. So ist der etwaige Widerstand gegen WIndkraftwerke von Seiten der Landschaftsschützer ästhetischer Natur, "Verschandelung der Landschaft", von Seiten der Tierschützer moralischer, "tötet zu viele Zugvögel", und von Seiten des Umweltschutzes eigentlich kein Problem.
    29 7 Melden
    600
  • heudani 20.04.2017 14:02
    Highlight Der Artikel verzerrt die Fakten. Umweltschutzorganisationen UND der ganze grosse Teil der Parteien stehen hinter der Energiestrategie. Natürlich gibt es in jeder Partei wie auch in der Umwelt-Branche oder der Wirtschaft einzelne Gegenstimmen - das ist völlig normal, da es immer auch Verlierer gibt, die unbedingt ihren Geldbeutel weiterhin mit dem bisherigen System füllen wollen. Aber der Grossteil der Schweizer wird profitieren und der Grossteil der Parteien, der Wirtschaft und der Umweltschutzorganisationen sehen das genau so.
    28 18 Melden
    • Döst 20.04.2017 14:32
      Highlight
      Dein Bild scheint eher etwas verzerrt zu sein?
      1. Der Geldbeutel wird mit ES2050 massiv grösser für ganz wenige Profiteure (Klientel: Grossverbraucher, Cleantech Bauern, SBV Solarbauern).
      2. Diesen Geldbeutel füllen ausschliesslich die Privatkonsumenten und KMU mit höheren Energiepreisen und neuen Abgaben.
      3. Nix da von Grossteil der Schweizer wird profitieren. Genau das Gegenteil wird der Fall sein!
      Also ich habe von Energiewende eine ganz andere Vision ganz ohne "Bestrafung" und Umverteilung von unten nach oben.
      30 18 Melden
    • Maruel 20.04.2017 23:14
      Highlight Ich weiss nicht, wie du das siehst. Zumindest ich drücke das Geld lieber ein paar hunderten Cleantech-Bauern in die Hand als irgendwelchen Stromkonzernen und deren Grossaktionären.
      6 0 Melden
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  • Döst 20.04.2017 13:51
    Highlight Lustig: heute startete die staatlich finanzierte Schweiz Tourismus die Kampagne "zurück zu Natur" (Zitat: Die Natur liegt im Trend. Der Gast von heute möchte in einer echten, ursprünglichen Umgebung Kraft tanken...) und gleichzeitig will der Bund mit dem Energiegesetz diese unberührte wertvolle Landschaft mit Windrädern verbauen, welche jeden Touristen abschrecken wird. Wer Windrädli anschauen will, dem empfehle ich einen Ausflug nach Deutschland.
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    • bobi 20.04.2017 18:52
      Highlight Der Bau Windrädern auf dem Matterhorn oder dem Jungfraujoch werden bei der Energiestrategie natürlich als prioritär behandelt. 😂🙄
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  • Döst 20.04.2017 13:45
    Highlight Ich denke der Gerwerbeverband würde mit der heute publik gewordenen Forderung der Wasserkraftwerke nach einer "Grundversorgungsabgabe" (welche wieder nur die Privaten und KMU's bezahlen sollen!), die Nein-Parole beschliessen.
    Die Energiegesetz kommt mir ähnlich vor wie USR3. Das "Volk" soll einer Umverteilung von unten nach oben (zu einer Grossklientel, Wirtschaft) ja sagen. Angeblich alternativlos. Kosten und Massnahmen blackbox, nur die "hehren" Ziele sind bekannt.
    Marschhalt wäre vernünftig. Mit einem Nein werden weiterhin Solar&Gebäudeprogramme im jetzigen Rahmen gefördert. Zurück an Abs.
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  • Kaffo 20.04.2017 13:35
    Highlight Es ist wie immer. Jeder vertritt die Interessen die dem eigenen Portemonaie dienen. Wie wäre es, wenn sich diese Leute einmal für das einsetzen wofür sie gewählt wurden? Nämlich für die Schweiz. Ich hoffe, die Ja -seite lässt sich nicht noch umstimmen.
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    • Richu 20.04.2017 15:52
      Highlight Kaffo: Sie haben absolut Recht, jeder Vertritt seine eigenen Interessen. Weil bei den Grossverbrauchern von Elektrizität verhältnismässig hohe Geldsummen als Subvention für den Elektrizitätsverbrauch vom Bund ausbezahlt werden, setzen sich natürlich diese Firmen grossmehrheitlich für ein JA für dieses neue Energiegesetz ein!
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  • meine senf 20.04.2017 13:05
    Highlight Landschaftsschutz hat wenig mit Umweltschutz zu tun. Warum muss man das immer vermischen? Der Natur bzw. Umwelt ist es egal, wie ein Landschaft optisch aussieht, da geht es rein um menschlisches Empfinden.

    Ich hoffe ja mal, dass die meisten Greenpeace, Pro Natura, Heimatschutz (offenbar ist das nochmal etwas anderes als "Landschaftschutz") als glaubwürdiger ansehen als Chris "Mehr Dräck" von Rohr ...
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  • oberlaender 20.04.2017 13:01
    Highlight Wieder ein schwieriger Entscheid für den Stimmbürger. Und wieder eine rotschwarze Zeitung für alle Familien mit zweifelhaften Argumenten. Als diplomiertem Energieberater ist mir schleierhaft, warum man im Winter mit Strom (Wärmepumpen) heizen will, wenn unbeschränkte Mengen an Geothermie zur Verfügung steht.
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    • sandbe 20.04.2017 14:35
      Highlight Also die erwähnte rotschwarze Zeitung ist übrigens die Propaganda-Zeitung der SVP, in der so ziemlich alles erfunden, erstunken und erlogen ist. Mit der Realität hat das auf alle Fäll gar nichts zu tun! Ich würde ihnen empfehlen, das Abstimmungsbüchlein zu lesen, da stehen die wichtigen und richtigen Sachen drin.
      Und dann werden sie auch merken, dass sie im Winter auch mit Geothermie heizen können, wenn sie möchten, es wird mit der Energiestrategie niemandem vorgeschrieben, dass das nur mit Wärmepumpen geht. Also ich empfehle ihnen ein klares JA zur Energiestrategie!
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    • Döst 20.04.2017 17:57
      Highlight Fragen Sie doch mal die St. Galler, wieso sie Geothermie nicht nutzen können/dürfen/wollen. Die Geothermie in der Schweiz ist leider nicht umsetzbar. Als Energieberater sollte Ihnen das bekannt sein...
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    • thewanderer 21.04.2017 19:34
      Highlight @Oberlaender
      irgendwie erschreckend, dass Sie sich als dipl. Energieberater scheinbar nicht sonderlich gut mit Wärmepumpen auszukennen scheinen. Können Sie mir den Ort nennen, wo aus ca. 250m Bohrtiefe einer Erdwärmesonde ca. 55°C warmes Wasser sprudelt? Ich denke, Sie verwechseln Erdwärme aus den oberen Schichten mit Geothermie mit Bohrtiefen von 3000 - 5000 Metern.
      Nachsitzen und Schulungsunterlagen nochmals studieren!
      Was empfehlen Sie eigentlich ihren Kunden jeweils? Ich habe da so gewisse Befürchtungen...
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  • Wölfli beim Lamm 20.04.2017 12:51
    Highlight Herr Rösti kann sich seinen Einsatz gegen die Vorlage sparen! Was will die SVP eigentlich? Sie weiss, dass in der CH nie mehr ein neues AKW gebaut werden kann! Kürzlich wurde die Atomausstiegsinitiative (für bestehende AKW's) vom Volk abgelehnt. Im Abstimmungskampf der Gegner wurde immer wieder die viel "vernünftigere" Energiestrategie 2050 ins Feld geführt. Der solle man doch zustimmen. Und das wird das Volk auch tun!
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    • sheimers 20.04.2017 14:58
      Highlight Rösti ist zwar auch mit der Atomindustrie verfilzt, aber ich vermute ihm geht es mehr ums Erdöl, welches im Gegensatz zur Kernkraft immer noch ein sehr lukratives Geschäft ist. Und schliesslich ist er Präsident von Swissoil.
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  • Posersalami 20.04.2017 12:32
    Highlight "Verband Freie Landschaft "

    Der Laden gehört dicht gemacht. Die haben vielleicht einen grünen Anstrich, das ist aber auch das einzige grüne an denen. Unsere Landschaft schützen heisst nämlich nicht, die Natur zu schützen, sondern massive Eingriffe in die Natur. Natürlicherweise sieht die Schweiz ganz anders aus und ja, auch die Alpen! Man muss sich mal etwas damit befassen um die ganze Tragweite zu verstehen.
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    • sandbe 20.04.2017 14:32
      Highlight Der "Verband Freie Landschaft" wurde vor einigen Jahren von der Atom-Lobby gegründet...das sagt ja wohl alles! Zudem ist ihr einziges Ziel, die Landschaft vor Windkrafträdern zu schützen. Sehr konstruktiv und lösungsorientiert ist das Ganze also nicht, und mit Naturschutz hat es schon gar nichts zu tun, denn dann müssten sie sich auch gegen Zersiedelung, Verkehr und eben AKWs einsetzen, denn diese Faktorn tragen weit mehr zur Umweltzerstörung bei als ein paar Windräder.
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    • Posersalami 20.04.2017 14:42
      Highlight Oha, das wusste ich gar nicht, dass der Laden der Atomlobby gehört! Erklärt aber deren verstrahlte Haltung.
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  • Thinktank 20.04.2017 12:12
    Highlight Eine Energiestrategie ist grundsätzlich ok. Wenn man auf die mafiöse Umverteilung mittels Subventionen und das völlig sinnfreie Ziel der Energiereduktion um 50% in einem Land, das permanent wächst, verzichtet, würde ich Ja stimmen. Leider würden dann all die Befürworter von heute nicht mehr ja stimmen, sie hätten ja nichts davon.
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  • sandbe 20.04.2017 12:05
    Highlight Bei welcher Abstimmung sind sich schon alle einig? Das ist doch normal, dass es Stimmen dafür und dagegben gibt, denn das ist die Demokratie. Auch innerhalb von Parteien und Verbänden gibt es immer wieder Abtrünnige. Viel interessanter wären doch die Argumente dafür und dagegen zu betrachten. Denn meiner Meinung nach bringen die ES2050-Gegner mit ihren alternativen Fakten und Fantasiezahlen vor allem viel Angstmacherei ins Spiel weil sie anscheinend verzweifelt sind (wie es Vellacott gestern im Interview sehr treffend gesagt hat). Ein Grossteil der Parteien und Wirtschaft sagen nämlich JA!
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    • Döst 20.04.2017 14:46
      Highlight Was bei den Gegnern die Zahlen zu hoch, sind die von Leuthard zu tief. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo in der Mitte.
      Übrigens sind die Fr. 40.- von Leuthard heute schon auf Fr 100.- (+60.-) angewachsen weil der Wasserveband heute politisch eine neue Abgabe verlangt (wiederum sollen die nur Privatkunden+KMU bezahlen müssen). Nach ES2050 Ja unabwendbar.
      Gerne ES2050:
      - mit klarem Plan was (Gaswerke?), wer, wo (Standorte für neue Gaswerke), wie (Finanzierung), wann (grober Zeitplan)
      - statt Bestrafung (Energieverteuerung) der Bürger in die richtigen Technologien zur richtigen Zeit investieren
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    • sandbe 20.04.2017 14:55
      Highlight Also die Not-Subventionen, welche die Strom-Lobby jetzt fordert, hat rein gar nichts mit der ES2050 zu tun. Denn diese fordern sie ja unabhängig davon, und zudem würde die ES2050 schon ein grosser Teil der Probleme der Wasserkraft lösen... da braucht es dann keine zusätzlichen Not-Subventionen mehr auf Kosten der Kleinen (was ich übrigens genauso stossen finde wie sie). Aber ohne ES2050 werden die Forderungen der Strom-Lobby nur noch höher...
      ES2050 beinhaltet übrigens keine Gaskraftwerke, davons stehne genug in Ausland, die Energiewende ist sehr gut ohne möglich.
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    • Döst 20.04.2017 18:00
      Highlight @sandbe: mit der ES2050 bekommt die Wasserkraft den kleinen Finger (unnötige Subventionen). Und schon vor der Abstimmung wollen sie nun die ganze Hand. Wer glaubt, nach Annahme der ES2050 werden die Wasserkraftsubventionsabschöpfer weniger gierig, wenn sie schon vor der Abstimmung gierger geworden sind.
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  • Ruedi Frei 20.04.2017 11:36
    Highlight Herr Rösti (SVP) ist Präsident von Swissoil - also ein klarer Interessenvertreter einer Industie. Die Ölindustrie wäre der wohl grösste Verlierer, da fossile Energie verstärkt ersetzt werden würde. Interessant ist auch, dass eine einflussreiche SVP Wählerschaft - die Bauern - der SVP nicht folgen und die Ja Parole rausgegeben haben.
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    • Troxi 20.04.2017 14:05
      Highlight Herr Rösti ist aber auch Vorsitzender von der Wasserkraftgruppe... Es ist schwierig zu sagen für welche Interessengruppe er hier versucht zu werben.
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    • sandbe 20.04.2017 14:29
      Highlight Und Herr Rösti ist auch Präsident der Atom-Lobby (AVES). Also wenn er irgendwelche Interessen verfolgt, dann sicherlich diese des Geldes (Öl-Barone und Putin sollen ja bekanntlich gut bezahlen...) und sicher nicht diese des Volkes! Also finde es nicht so schwirig zu sagen, wem man hier glauben sollte... die SVP mit Rösti, Blocher und Brunner ist auf jeden Fall die am wenigsten glaubwürdige Partei, und ein Umweltschutz-Verband, der sich Chris von Rohr angelt und mit lauter ehemaligen auf Stimmenfang geht, ich weiss nicht... da sind mir WWF, Greenpeace und Pro Natura vertrauenswürdiger!
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    • Döst 20.04.2017 14:49
      Highlight Und der Gasverband ist für ein Ja, obwohl Gas grösstenteils ein fossiler Brennstoff ist (abgesehen von Biogas). Man freut sich dort wohl auf neue Gaskombikraftwerke und Subventionen für PowerToGas "Projekte" (die niemals wirtschaftlich sein werden wegen katastrophalem Wirkungsgrad) und ebenso unwirtschaftlichen Biogasanlagen.
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  • Gelöschter Benutzer 20.04.2017 11:30
    Highlight Vielleicht ist es an der Zeit endluch mal in den sauren Apfel zu beissen. Dass es nicht ewig so weiter gehen kann...
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  • Luca Brasi 20.04.2017 11:29
    Highlight Chris von Rohr zählt zu den Umweltschützern?
    Das passt ja gar nicht zu "Meh Dräck". ;P
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    • sandbe 20.04.2017 14:25
      Highlight Chris Von Rohr hat einen Teil von seinem Kommentar-Artikel in der Schweizer Illustrierten aus dem Internet abgeschrieben und sich gegen die ES2050 geoutet und jetzt zählt er anscheinend schon zu den Umweltschützern... schon ein wenig lächerlich, finde ich. Seit wann hat er sich denn für den Umweltschutz eingesetzt? Die Gegner scheinen wirklich verzweifelt zu sein, wenn sie nun schon auf solche Pseudo-Umweltschützer zurückgreifen müssen... (Christ Von Rohr soll auch der SVP nahe stehen...)
      Also lasse mich nicht hinters Licht führen und stimme klar JA zur ES2050!
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    • meine senf 20.04.2017 14:33
      Highlight Fehlt nur noch Gölä. Und wenn es in den USA wäre, vielleicht noch Kid Rock.
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    • sheimers 20.04.2017 15:06
      Highlight Bei der Zweitwohnungsinitiative war dem Von Rohr die Landschaft noch egal, da habe ich nichts von ihm gehört. Lasst euch von dem spiessigen Altrocker keinen Bären aufbinden.
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    • rodolofo 21.04.2017 17:22
      Highlight Chris Von Rohr hat Angst, dass er keinen Strom mehr bekommt für seine Elektro-Gitarre.
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  • Ordo Malleus 20.04.2017 11:28
    Highlight Sonnenklar ein Ja!
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    • Döst 20.04.2017 18:02
      Highlight Bei dieser nebulösen Vorlage ein Glücksspiel. Bei Energieversorgung auf gut Glück spielen ist fahrlässig.
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  • Majoras Maske 20.04.2017 11:10
    Highlight Oh ja, das ist natürlich ein Argument gegen die Vorlage, wenn eine unbekannte Naturschutzorganisation mit dem Mitglied Chris von Rohr gegen die Vorlage mobil macht.

    Naturschutz ist auch von konservativer Natur, dass muss nicht zwingend linksgrün angehaucht sein...
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    • rodolofo 21.04.2017 17:24
      Highlight Chris Von Rohr wäscht seine filzigen Haare und sein Käppi fast nie.
      Damit hilft er mit, Energie zu sparen.
      Er ist also ein echtes Vorbild!
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Fotomontage und ausländische Vögel: So tricksen die Energiegesetz-Gegner

Ein unbekanntes Komitee wirbt mit falschen Bildern und geklauten Zitaten für ein «Nein» zur Energiegesetz-Abstimmung. Dahinter steckt ein SVPler.

«Liebe Mitbürgerin, lieber Mitbürger.» So beginnt ein Brief, der vor kurzem in jeden Haushalt der Schweiz flatterte. Darin forderten der «besorgte Bürger» Kurt Zollinger und der «Vogelliebhaber» Franz Helfenstein die Stimmberechtigten auf, am 21. Mai das Energiegesetz an der Urne zu verwerfen. Sie warnen vor Verteuerungen für jeden Haushalt von 3200 Franken im Jahr. Mit dem neuen Gesetz müssten zudem 1000 neue Windkraftanlagen gebaut werden. Dies sei eine Verschandelung der Landschaft.

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