Schweiz

Bundesanwaltschaft ermittelt wegen Kriegsverbrechen in Syrien

02.10.16, 11:53

Die Bundesanwaltschaft hat ein Strafverfahren wegen Völkerrechtsverbrechen in Syrien eröffnet. Da das Strafverfahren noch am Anfang steht, wurden vorerst keine konkreten Angaben dazu gemacht.

Das Verfahren wurde im August 2016 gegen eine Person eröffnet, wie die Bundesanwaltschaft einen Bericht der «NZZ am Sonntag» bestätigte. Im Zusammenhang mit dem Syrienkonflikt sei bei der Behörde bisher eine Anzeige eingegangen, hiess es.

Die Asylbehörden sind verpflichtet, den Strafverfolgungsbehörden Verdachtsmomente bezüglich Völkerrechtsverbrechen anzuzeigen. Die Bundesanwaltschaft führe derzeit mehrere Verfahren, die auf Anzeigen des Staatssekretariats für Migration (SEM) beruhen. Diese würden verschiedene Konflikte in verschiedenen Ländern betreffen.

Kinder in Kriegsregionen

Derzeit seien bei der Bundesanwaltschaft rund 20 Strafverfahren wegen Völkerrechtsverbrechen hängig. Davon befinde sich die eine Hälfte in Vorabklärung, die andere Hälfte sei eröffnet worden.

Erst am Freitag wurde bekannt, dass die Neuenburger Polizei auf Anweisung des Bundesamtes für Justiz (BJ) eine Bosnierin festgenommen und in Auslieferungshaft gesetzt hat, die von ihrem Heimatstaat wegen Kriegsverbrechen gesucht wird.

Die Frau, die damals Mitglied der bosnischen Armee war und heute in der Schweiz lebt, wird verdächtigt, 1992 in der Region Srebrenica einen zwölfjährigen Knaben getötet zu haben.

(sda)

Das könnte dich auch interessieren:

Was die NSA mit dem Abschuss einer Boeing 747 zu tun hat

ETH-Professor: «Man müsste halt ein Tal mit Solaranlagen zupflastern»

«Biete Wohnung gegen Sex» – in England nehmen dubiose Wohnungsanzeigen zu

Die Bachelorette und ihr muskelbepacktes Egomanen-Rudel

WTF? UNO wählt ausgerechnet Saudi-Arabien in die Kommission für Frauenrechte

Du willst es doch auch: 22 Fail-Gifs, die deinen Tag besser machen

Wie Trumps EU-Kehrtwende der Schweizer Wirtschaft schaden könnte

Frankreich wagt den revolutionären Bruch – und hat nun eine echte Wahl

Die besten Reaktionen auf den denkwürdigen Clásico (inkl. wütendem Ronaldo)

Im Cockpit-Clinch: Die Swiss wird von deutschen Piloten überrannt

«Scheiss-Jugo» und «Nazi-Schweine» – diese Beschimpfungen wurden richtig teuer

Patriotismus, Macron-Hate und alte Chansons – so erlebte ich die Party von Marine Le Pen

«Wenn 10'000 Schweizer ihr Gast-WLAN öffnen, wird die staatliche Netz-Überwachung nutzlos»

Pisa-Studie: Schüler in der Schweiz ticken ein bisschen anders als in den übrigen Ländern

Info-Panne im Pentagon: US-Flugzeugträger fährt los, aber nicht nach Nordkorea

Facebook Live muss weg! 😡

19 Memes, die das Single-Dasein perfekt beschreiben

Die fiesen Tricks der Wahlbetrüger: Ein Oppositioneller erzählt

«Schlimmstes Datenleck seit Snowden»? Das sollten Windows-User wissen

Ein Schweizer Professor erklärt, wieso es mit deinem Leben ab 23 bergab geht

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

User-Review:
DendoRex, 19.12.2016
Watson ist für mich das Nr. 1 Newsportal und wird es auch bleiben. So weitermachen!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0 Kommentare anzeigen
0
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600

Tierschützer blitzen vor Gericht ab: Versuche mit Affen an Uni und ETH Zürich sind erlaubt

Die Universität und die ETH Zürich können Versuche mit Primaten durchführen: Das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich hat eine Beschwerde gegen die Bewilligung abgewiesen. Tierschutzorganisationen kritisieren den Entscheid als «bedenklich» und «empörend».

Forscher des Instituts für Neuroinformatik der Uni und ETH Zürich wollen das «komplexe Zusammenspiel von Nervennetzen in der stirnseitigen Hirnregion» besser verstehen. Sie versprechen sich dadurch neue Erkenntnisse für die künftige …

Artikel lesen