DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Papst Franziskus: Missbrauchsopfer seien wichtiger als Ruf der Kirche

19.09.2021, 22:12

Papst Franziskus hat dazu aufgerufen, sich bei der Aufarbeitung von Missbrauchsskandalen nicht durch die Sorge um den Ruf der katholischen Kirche beeinflussen zu lassen. «Im Gegenteil: Nur wenn wir uns der Realität dieser furchtbaren Vorkommnisse stellen und demütig um Vergebung bei den Opfern und deren Angehörigen bitten, kann die Kirche einen Weg finden, um wieder ein vertrauensvoller Ort der Zuflucht und Sicherheit zu sein für die Notleidenden», sagte Franziskus in einer Videobotschaft.

Die Botschaft ging an die Teilnehmer einer Kinderschutzkonferenz in Warschau mit Teilnehmern aus 20 mittel- und osteuropäischen Ländern. Der deutsche Pater Hans Zollner als päpstlicher Kinderschutzbeauftragter ist einer der Mitorganisatoren des Treffens. Der Papst mahnte, aus der «Zerknirschung» müsse ein «konkreter Weg der Reformen» werden - mit dem Ziel, weiteren Missbrauch zu verhindern als auch Vertrauen zu stärken.

«Unsere Fehler und unser Versagen eingestehen kann uns verletzlich und schwach fühlen lassen», sagte Franziskus. «Aber es kann auch führen zu einer Zeit wunderbarer Gnade, der inneren Reinigung, die uns neue Horizonte öffnet für die Liebe und den Dienst aneinander. Wenn wir unsere Fehler eingestehen, haben wir nicht zu fürchten.» Die katholische Kirche wird seit Jahren in verschiedenen Ländern von Missbrauchsskandalen erschüttert. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Messe für Niemanden - der Papst in Zeiten Coronas

1 / 17
Messe für Niemanden - der Papst in Zeiten Coronas
quelle: ap / remo casilli
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

2 neue sexuelle Übergriffe in der katholischen Kirche gemeldet – und 19 ältere

Der Katholischen Kirche der Schweiz sind 2020 zwei aktuelle sexuelle Übergriffe gemeldet worden. Zudem gingen Meldungen über 19 verjährte Fälle ein, wovon sich 15 zwischen 1950 und 1980 ereignet hatten. Für die Schweizerische Bischofskonferenz (SBK) zeigt die Statistik, dass die 2002 ergriffenen Massnahmen Wirkung zeigen.

Die Zahl der Fälle der bei den diözesanen Fachstellen eingegangenen Meldungen bewege sich im üblichen Rahmen der letzten Jahre, teilte die SBK am Donnerstag mit. Bei dem …

Artikel lesen
Link zum Artikel